Mittwoch, 28. November 2018

Hilfe, das Kind ist los! - Wenn Kleinkinder nicht schlafen wollen

Endlich wieder ein Lebenszeichen von mir! Dass hier in letzter Zeit kein Blogpost online gegangen ist lag nicht daran, dass hier zu wenig los gewesen wäre oder es nichts zum Verbloggen gegeben hätte. Nein, das Gegenteil war der Fall! Es war zu viel los! Vor allem abends. Eigentlich nur abends. Also dann, wenn ich normalerweise Zeit zum Bloggen habe. 



Was los war? Das Kind! Ok, es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass mein Äffchen und der gute Schlaf nicht die besten Freunde sind und noch nie so richtig waren. Nicht umsonst habe ich vor einiger Zeit den Blogartikel Kinderschlaf - Meine Tipps für mehr Gelassenheit verfasst. Meistens klappt das auch ganz gut, mich selbst an meine Gelassenheits-Tipps zu halten. Doch in den letzten Wochen hat das (Ein-)Schlafverhalten des Äffchens neue, nie geahnte Dimensionen angenommen... Einige Zeit lief es nun eigentlich wirklich gut. Es ging sogar so weit, dass das Äffchen immer öfter von sich aus entschied im eigenen Bett im Kinderzimmer einschlafen zu wollen. Selbstverständlich kam ich ihrem Wunsch nach und begleitete sie IN ihrem Bett in den Schlaf. Und das meine ich wörtlich, denn das Nähebedürfnis des Kindes hat deshalb ja nicht plötzlich nachgelassen. Ich habe mich also regelmäßig mit in ihr Bett gehievt und wundere mich bis heute, dass es das bisher ausgehalten hat. Das Reinkommen war auch nicht so das Problem, aber aus dem Minibett lautlos schwebend und ohne Ächzen und Stöhnen wieder rauszuklettern, um das Kind nicht aufzuwecken, das ist eine wahre Herausforderung. Aber was tut man nicht alles...

Doch eines Abends änderte sich alles schlagartig. Das Äffchen wollte nicht mehr schlafen. Wenn es daran ging sich bettfertig zu machen und von Schlaf nur die Rede war, bekundete sie lauthals und fast panisch, dass sie nicht schlafen wolle. Weder in ihr eigenes noch ins Familienbett war sie zu bewegen, an Schlaf nicht zu denken. Anfangs denkt man ja noch, das Kind hat heute einfach einen schlechten Tag oder so. Doch leider war das erst der Anfang. An diesem ersten Abend ist sie dann irgendwann völlig erledigt im Wohnzimmer auf dem Sofa auf meinem Schoß eingeschlafen. Wahrscheinlich, weil sie da nicht damit gerechnet hat, dass sie einschlafen muss und schon war es geschehen. Es schien, als würde sie krampfhaft versuchen wach zu bleiben. Sobald die Augen schwer wurden, zappelte sie, wollte was trinken oder Ähnliches, um ja nicht in den Schlaf zu gleiten. Als wolle sie die Kontrolle nicht abgeben, den Sprung ins Traumland nicht wagen. 

Am nächsten Abend versuchte ich es direkt am Sofa. Das Wort "Schlaf" nahm ich nicht mehr in den Mund, redete nur noch von "Ausruhen", um nicht gleich wieder Panik auszulösen. Das Äffchen wollte auch partout nicht liegen, denn liegen heißt wohl schlafen. Sie schlief also wieder auf meinem Schoß sitzend ein und mein Mann trug sie dann ins Bett nach oben. So verging Abend um Abend. Es wurde täglich spät, bis das Kind überhaupt bereit war, sich "auszuruhen", obwohl sie stehend k.o. war.  

Auch wenn ich mir meine Gelassenheits-Tipps immer wieder gebetsmühlenartig vorsagte, gelang es mir leider nicht jeden Abend, entspannt zu bleiben. Doch untentspannt werden hat auch nichts gebracht, nur noch mehr Geschrei und Frust auf beiden Seiten. Erst als ich die Situation wieder so annahm, wie sie war (das dauert immer eine gewisse Zeit), konnten wir beide uns besser darauf einlassen. Ich fand mich damit ab, dass das Äffchen auf dem Sofa einschlief, mein Mann solange ins Arbeitszimmer auswich, die Abende und das Einschlafritual lang und meine Augenringe wegen mangelnder Ruhephasen für mich immer größer wurden. 

Doch gerade, als ich kurz davor war, mit einem Pandabären verwechselt zu werden (Augenringe bis zum Kinn), war der Spuk wieder vorbei. Naja, okay, das ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben. Es dauert immernoch lange, bis das Äffchen einschläft und sie wehrt sich auch immer noch dagegen. Aber es bricht nicht mehr Panik aus, wenn ich vom Schlafen spreche, das Äffchen ist wieder bereit in einem der Betten einzuschlafen und Hinlegen geht auch wieder.  

Woher das kam? Keine Ahnung! Doch dass es immer wieder bessere und schlechtere Schlafphasen gab, das war ja schon immer so. Nun bin ich froh, dass in dieser Phase das Schlimmste wohl erstmal wieder geschafft ist. 

Was hilft? Da sein, kuscheln, gut zureden, entspannt bleiben, Kind ernstnehmen, Bedürfnisse wahrnehmen usw. Alles andere bringt nur noch mehr Stress und Druck!


Wie schlafen eure Kids? Kennt ihr solche Phasen? Wie geht ihr damit um? 

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