Samstag, 9. Juni 2018

Schürfungen, Insektenstiche & Co. – Was gehört in die Ausflugstasche?


Am Donnerstag war ein Tag, da lief es einfach nicht… Auto in der Werkstatt, keine KiTa-Zubuchung möglich, weswegen ich einen wichtigen Termin verschieben musste usw. Immerhin konnte ich so das Äffchen dann doch früher als erwartet von der KiTa abholen und dachte mir, ich mache jetzt noch das Beste aus dem Tag und fahre mit dem Äffchen mit dem Fahrrad zu einem schönen Spielplatz am See. Gesagt, getan. Leider habe ich den Spielplatz nicht gefunden (kenne mich rund um das neue Haus ja noch nicht so gut aus und außerdem bin ich eine ziemliche Orientierungsniete). Das hat also auch nicht geklappt und ich hatte ein enttäuschtes Kind hinter mir auf dem Fahrrad, welches lautstark verkündete, dass es schaukeln wolle. Da kam die Rettung (dachte ich!): Ein Erdbeerfeld zum Selberpflücken sollte den Tag nun endgültig retten. Guter Dinge haben wir das Fahrrad abgestellt, ein Erdbeerkörbchen geschnappt und rein ins Erdbeerfeld. Das Schicksal war weiterhin nicht auf unserer Seite, denn kaum ein paar Meter gelaufen, ratschte sich das Äffchen (wie auch immer) durch die Sandale (!!!) die rechte große Zehe so dermaßen auf, dass das Blut im Schwall aus dem Schuh lief. Nun stand ich da, mitten auf dem Erdbeerfeld mit einem herzzerreißend weinenden Kind, Blut im Kinderschuh und ohne Pflaster… Ich versuchte, die erste Blutung mit Hilfe eines Taschentuchs (übrigens das Letzte) zu stillen, was mir zum Glück auch gelang. Völlig überfordert hatte ich dann das immer noch schluchzende Äffchen auf dem Arm, die vollgeblutete Sandale und das Körbchen mit den paar Erdbeeren, die wir bis dahin gesammelt hatten, in den Händen und kämpfte mich zurück zum Fahrrad. Irgendwie kamen wir dann doch zu Hause an. Beide ziemlich erschöpft und vom Schicksal gebeutelt. Immerhin strahlte das Äffchen wieder (so als wäre nie was gewesen), als wir die wenigen Erdbeeren dann immerhin noch verputzten.
Warum ich euch das erzähle?
Weil mir dieses Erlebnis gezeigt hat, dass ich überhaupt nicht gut auf solch eine Situation vorbereitet war. Ich hatte eigentlich nichts dabei, um im „Notfall“ kleine Wunden, Stiche oder Ähnliches versorgen zu können.
Wie ist das bei euch? Seid ihr auf so etwas vorbereitet?
Um auf Nummer Sicher zu gehen, möchte ich euch daher im Folgenden ein paar wichtige Dinge aufzeigen, die in einer Ausflugstasche mit Kind (aber auch für Erwachsene) nicht fehlen sollten. Dann seid ihr vielleicht besser vorbereitet, als ich es jetzt war:

1.      Schürfungen und Wunden

Teddy, Teddybär, Krank, Pflaster
So selbstverständlich das jetzt vielleicht klingen mag, bin ich bisher noch nicht auf die Idee gekommen, immer ein paar Pflaster in der Tasche zu haben. Dabei geht es gerade mit Kindern doch so schnell, dass sie sich das Knie aufschürfen oder eben eine andere kleine blutende Wunde zuziehen. Für unterwegs eignen sich am Besten schon fertig zugeschnittene Pflaster in verschiedenen Größen, damit man nicht noch zusätzlich eine Schere mitnehmen muss. Im Falle einer blutenden Wunde kann diese dann schnell und unkompliziert mit einem Pflaster erstversorgt werden. Natürlich sollte die Wunde zu Hause dann bei Bedarf nochmal gesäubert und behandelt werden.
2.      Bienen- und Wespenstiche

Insekt, Natur, Flügel, Tier, Tierwelt






Gerade im Sommer sind leider immer vermehrt Bienen, oder noch schlimmer Wespen unterwegs und lieben alles, was süß ist. Da kann es schnell passieren, dass das Kind z.B. barfuß auf der Wiese in eine Biene steigt oder beim Griff zum Stück Wassermelone von einer Wespe gestochen wird. So ein Stich kann sehr schmerzhaft sein. Wie unangenehm das ist hängt auch immer ein bisschen von der betroffenen Körperstelle ab.  Um die Schwellung zu verhindern oder zu lindern ist Kühlen oft sehr hilfreich. Doch selten hat man ein gekühltes Kühlpack im Rucksack. Doch auch Feuchtigkeit im Allgemeinen kann Linderung schaffen. Den Stich also mit Speichel oder noch besser mit kaltem Wasser (aus der Flasche, am See…) benetzen und dies mehrfach wiederholen. Das Wasser oder der Speichel verdunsten auf der Haut und wirken somit auch kühlend. Auch die bewährte halbe Zwiebel ist eine Möglichkeit und auch recht gut und einfach mitzunehmen im Ausflugsrucksack. Eine Zwiebel halbieren (evtl. mit einem Taschenmesser) und auf die Stichstelle legen. Die Zwiebel enthält auch Feuchtigkeit und hat daher einen ähnlichen Effekt wie Wasser oder Speichel. Doch sie hat zusätzlich eine desinfizierende Wirkung. Doch die „Heilkraft“ der Zwiebel ist nicht wissenschaftlich belegt.
Sollte das Kind im Gesicht, im Mund (beim Essen oder Trinken) oder am Hals gestochen werden, ist besondere Vorsicht geboten. Bei starken Schwellungen oder gar allergischen Reaktionen kann es in diesen Bereichen auch zu Atemnot kommen. Hier sollte nicht mehr mit Hausmittelchen rumgedoktort werden, sondern dringend ein Arzt aufgesucht oder auch Notarzt verständigt werden.

3.      Zeckenbisse
Zecke Zeckenplage Stechen Insekt Plage VerIn manchen Gegenden gibt es vermehrt Zecken. Sie sitzen im hohen Gras und krabbeln an vorbeilaufenden Beinen hoch. Sie sitzen nicht (wie oft immernoch fälschlicherweise angenommen) in Bäumen und lassen sich auf Mensch und Tier fallen. Da Zecken Krankheiten, wie Borreliose und FSME (Frühsommermeningoenzephalitis = eine Form der Hirnhautentzündung) übertragen können, sollte die Zecke schnellstmöglich entfernt werden. Hierfür gibt es in jeder Apotheke oder auch in manchen Drogeriemärkten dafür vorgesehene Zeckenkarten oder -pinzetten, womit das möglich ist. Wichtig ist dabei, den gesamten Kopf aus der Haut zu entfernen. Diese sollten also auch beim Ausflug nicht fehlen. Bei Unsicherheiten sollte aber auch hier ein Arzt aufgesucht werden, z.B. wenn sich ein roter Kreis um den Zeckenbiss bildet oder die Stelle schmerzt.

So, bei normalen Ausflügen müssten diese Dinge reichen. Sollte ein größerer Ausflug geplant werden, evtl. auch mit Übernachtung, sollte eine richtige Reiseapotheke gepackt werden, damit man immer schnell auf Verletzungen und Krankheiten reagieren kann.

Im Zweifelsfall gilt aber immer: Lieber einen Arzt aufsuchen und abklären lassen!

Ich hoffe, meine Tipps sind hilfreich für euch! Habe ich noch etwas Wichtiges vergessen? Dann lasst es mich gerne über die Kommentare wissen!



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