Donnerstag, 31. Mai 2018

Erziehung könnte so einfach sein, ohne...! - Teil 4

Ich weiß, ich bin ein bisschen spät dran mit meinem 4. Teil der Serie "Erziehung könnte so einfach sein, ohne...!" für April. Und das liegt ganz sicher nicht an Natalie von little-bird-bayreuth , sie hat mir ihren Gastbeitrag ganz pünktlich geschickt. Doch durch den Umzug haben wir momentan im Haus noch kein Internet, daher kann ich nur sporadisch bloggen. Nun aber habe ich es geschafft und mache den Beitrag hiermit zum Mai-Beitrag! Viel Spaß beim Lesen, ich habe jedenfalls herzlich gelacht!


Als mich Britta fragte, ob ich in ihrer Artikelreihe „Erziehung könnte so einfach sein ohne...!“ einen Beitrag verfassen möchte, war ich erst mal schockiert. :-D Denn ich gebe zu, ich wusste im ersten Moment nicht so recht, worüber ich schreiben soll. Trotzdem sagte ich aus einem Bauchgefühl heraus einfach zu. Da der „Abgabetermin“ noch in weiter Ferne lag, entschied ich mich meinem Kind, mir und meinem Mann etwas Zeit zu geben, um ein passendes Thema zu finden.

Und ja. Ich habe eins gefunden. Ein Witziges. :-)

POPORAZZIS :-)

Ich hoffe inständig, dass ich mich jetzt nicht als Mutter eines überdurchschnittlich seltsamen Jungen oute. Aber Erziehung könnte wirklich viel einfacher sein, ohne diese „Ich-mach-Poporazzi-weil-sich-dann-die-Mama-ärgert“ Phase meines Sohnes.

Was heißt das also genau? Ich denke, ich erzähle die Geschichte von GANZ vorne. Ich bin Fine-Art Fotografin. Demnach besitze ich ein kleines Studio in unserem Haus und mehrere Kameras. Und ja, ich nehme für das, was ich jetzt erzählen werde, vollumfänglich alle Schuld auf mich! Irgendwie...




Natürlich kennt unser kleiner Mann mit seinen 19 Monaten mein Studio und weiß auch ganz bewusst, was es dort so alles an „Spielzeug“ gibt. Seit Kurzem öffnet er auch selbstständig alle Türen ... Jedenfalls gibt es eine kleine Kamera, die er sich nehmen darf, um damit zu spielen. Denn wie nahezu jedes Kleinkind ist es auch für ihn ein absolutes Hochgefühl Knöpfe zu drücken und zu beobachten, was dann passiert. Und ob überhaupt etwas passiert!

Das alles war bisher auch nicht ernsthaft besorgniserregend. Bis er eines Tages begriff, wie das mit dem Fotografieren und dem Auslösen der Kamera WIRKLICH funktioniert ... Seit dem fotografiert er wirklich wild in der Gegend herum. Sein bevorzugtes Motiv? Popos. Mamas Popo. Papas Popo. Und ja, seinen Eigenen hat er auch schon versucht, indem er sich auf die Kameralinse setzte. DAS wiederum... macht mich schlagartig hellwach, denn auch wenn er die Kamera haben darf, möchte ich das sie halbwegs funktionstüchtig bleibt. Hm. Vielleicht findet er einfach nur sein Windeldesign schick??

Damit jedoch nicht genug. :-D Denn in meinen Augen ist dieses Verhalten höchst-lachkrampf-gefährdet! Regelmäßig haben wir natürlich auch Kundinnen mit ihren Babys und Familien zu Besuch! Und natürlich hat unser kleiner Mann auch diese netten Menschen als seine „Zielscheibe“ auserkoren.



Seine Lieblingsbeschäftigung im Studio? „Ich rase mit Lichtgeschwindigkeit durch Mamas Studio und verstecke mich ganz, ganz, ganz, ganz schnell hinter ihrem Hintergrund …! Und dort warte ich dann lautstark lachend und kreischend auf DEN Moment des Tages!“ Während ich also schwanke zwischen „oh-gott-ich-will-im-boden-versinken-vor-scham“ und „ist-es-okay-wenn-ich-jetzt-hysterisch-loslache??“ produziert mein unglaublich toller Sohn unsagbar viele Popo-Bilder, Huch-die-weisse-Wand-ist-aber-auch-schick-Bilder und uiiiiiiiiiiii-Bilder, wie ich es mir kaum vorstellen kann.

Wenn meine Shootings dann vorbei sind, meine Kundinnen und deren Familien nach Hause gegangen sind und wieder Ruhe einkehrt ... Ja, … dann nehme ich mir Zeit, um die Bilder auf der Kamera anzuschauen.


Und ja, ich bin heilfroh, dass ich bisher immer mit schallendem Gelächter dort sitze. Die Kamera in der Hand. Und dann stelle ich beim Überfliegen der Bilder fest, dass mein Sohn doch nicht so gut fotografieren kann, wie ich dachte. Denn der Schärfegrad der Bilder erinnert mich eher an die Geschwindigkeit der Formel 1. Puh! Trotz allem bleibt die Frage ALLER Fragen in meinem Kopf hängen:

Was mache ich, wenn die Bilder irgendwann scharf sind!? :-O !?

Mein Fazit:
Gebt Euren Kindern die Kameras doch einfach erst, wenn sie 5 oder 6 Jahre 'jung' sind. :-) Alles andere ist Popo-gefährdet! :-D



Kommentare:

  1. hihi, eine witzige Geschuhte aus Natalie's Mama-Alltag!

    also meinem Kind würde ich eine Kamera definitiv erst geben, wenn es alt genug dafür ist - sicher auch noch nicht mot 5 der 6!!! ;)

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com

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  2. ich glaube, meine Tochter hatte in dem Alter auch immer mal die alte Kamera von mir um und die Perspektive war oft nicht vorteilhaft für uns Erwachsene ;-)

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  3. hihi was für eine süße Story, hat mir den Tag versüßt! :) Finde es aber super, dass der Kleine schon damit experimentiert und drauf los knipst :)

    Liebe Grüße,
    Verena von whoismocca.com und thepawsometyroleans.com

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  4. Ach das ist ja eine süße Erzählung! Ich würde so gerne jetzt die Popo-Bilder sehen! Meine Kids haben auch schon immer gerne fotografiert, glaub mir, die Popobilder gibts auch noch mit 12 ;-)

    Liebe Grüße, Bea.

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  5. haha irgendwie süß :) Vielleicht sind ein Großteil der Bilder unbrauchbar, aber ein paar coole Schnappschüsse d´sind doch vielleicht dabei`?
    Viele Grüße,
    Emilie
    LA MODE ET MOI

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  6. XD Wirklich süß aber so fängt es an. Vielleicht sind ja schon jetzt erste Meisterwerke dabei?

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