Samstag, 24. März 2018

Mamas LIFE - Mamas STYLE: Familienbett im Praxis-Test

Heute ist wieder mal Zeit für meine Rubrik Mamas LIFE - Mamas STYLE. Heute geht es um unseren wohlverdienten aber spärlichen Mama-Schlaf. Wie ich meinen "Schönheitsschlaf" verbessern konnte und womit, das könnt ihr hier in meinem "Praxis-Test für das Familienbett" nachlesen:


Vor einigen Monaten habe ich euch in meinem Beitrag Kinderschlaf - Meine Tipps für mehr Gelassenheit davon berichtet, dass wir uns ein großes Familienbett in den Maßen 270 x 200 cm bestellt haben. Und was soll ich sagen? "Nur" drei Monate später ist es auch endlich (mit vielen Hindernissen) bei uns angekommen. 


Der Lieferzeitraum - was lange währt...

Zuerst gab es Verzögerungen, da das Team des kleinen Familienunternehmens auch der Grippewelle zum Opfer fiel und das Bett somit nicht fristgerecht fertiggestellt und zugestellt werden konnte. Da kann man ja mal noch ein Auge zudrücken, schließlich ging es uns auch so mit der Krankheitswelle, da hatten wir Verständnis. Wir bekamen also (nach Nachfrage) einen neuen voraussichtlichen Liefertermin. Statt nach ursprünglich 9 Wochen, sollte das Bett nun nach 11 Wochen geliefert werden. Hierbei sollte ich evtl. erwähnen, dass wir schon seit geraumer Zeit in einem provisorischen Matratzenlager schliefen und wir uns ein Ende dessen sehr herbeiwünschten. Nun gut, auch nach 11 Wochen bekam ich kein Lebenszeichen von der Bettenfirma, geschweige denn von dem Lieferdienst, welcher eigentlich den Liefertermin mit mir absprechen sollte. Auch diesmal wurde ich über eine Verzögerung nicht informiert, sondern musste mich selbst wieder melden. 

Die Lieferung - eine schwere Geburt

Nun gut, 13 Wochen nach der Bestellung kam das Bett dann endlich bei uns an. Die Lieferterminabsprache erfolgte in Form von "morgen zwischen 12 und 18 Uhr bringen wir das Bett vorbei". Glücklicherweise war das genau in der Woche, wo meine Schwiegermutter da war und wir wegen Krankheit zu Hause, sodass wir die Lieferung (theoretisch) entgegen nehmen konnten. Theoretisch deshalb, weil die Bettenfirma die Spedition nur mit einer Lieferung bis Bordsteinkante beauftragt hatte. Die Bordsteinkante vor unserem Haus ist aber 10m von der Haustüre und 1 Stockwerk von unserer Wohnungstüre entfernt. Nun waren wir zwar mit meinem Mann und meiner Schwiegermutter drei Erwachsene im Haus, keiner war aber in der Lage, die schweren Einzelteile unseres neuen Massivholz-Bettes bis in die Wohnung zu tragen. Also schickten wir den (wenig kulanten) Auslieferer unverrichteter Dinge wieder weg und baten die Bettenfirma um eine Auftragsänderung der Auslieferung, nämlich diesmal bis zur Wohnungstüre. Gesagt, getan, für einen saftigen Aufpreis wurde das Bett dann zwei Tage später (theoretisch) bis zur Wohnungstür geliefert. Theoretisch deshalb, weil der Lieferant die (immernoch) schweren massiven Einzelteile unseres Bettes diesmal nur bis in den Fahrstuhl brachte und wieder verschwand, bevor dieser im ersten Stock ankam. Das Ende vom Lied war, dass mein Mann diese dann trotzdem noch alleine bis in die Wohnung schaffen musste...

Der Aufbau - eine mittelschwere Katastrophe

So, aber nun hatten wir das Bett immerhin endlich in der Wohnung, allerdings immernoch in Einzelteilen... Glücklicherweise war am darauffolgenden Wochenende auch mein Schwiegervater zu Besuch und das Bett konnte (theoretisch) fix von meinem Mann und ihm zusammen aufgebaut werden. Theoretisch deshalb, weil der Aufbau sich als kleine Katastrophe herausstellte. Die Teile ließen sich kaum bis gar nicht zusammenstecken, die Schrauben drehten durch und ich auch (fast). Was als Arbeit für 3 Stunden am Samstag eingeplant war, wurde ein zwei Tage füllendes Programm. Mein Schwiegervater, der handwerklich sehr geschickt ist und schon viele Möbel in seinem Leben aufgebaut hatte, war mit seinem Latein am Ende und das will was heißen. Am Sonntag konnten dann aber mit vereinten Kräften alle Probleme gelöst und der Bettaufbau endlich abgeschlossen werden. Zum Glück passten auch unsere alten Lattenroste und Matratzen rein, denn die neuen sollten erst am Dienstag drauf geliefert werden. So konnten wir schon die ersten beiden Nächte bis dahin im Familienbett nächtigen. 

Neue Lattenroste und Matratzen - es geht ja doch!

Die Lieferung der neuen Lattenroste und Matratzen am Dienstag verlief zur Abwechslung problem- und reibungslos (hierbei handelte es sich aber ja auch um eine andere Firma). Damit schläft es sich gleich nochmal angenehmer. Einziges Problem: Die Matratzen von mir und meinem Mann sind jetzt ganze 10 cm höher, als die des Äffchens. Das kann nachts, wenn das Äffchen doch mal aufwacht und kuscheln möchte, schon stören. Doch auch hier gibt es Lösungen. Das Thema werden wir dann im neuen Haus angehen.  

Der Schlaf - ein wahrer Traum

Und egal, wie nervenaufreibend und schweißtreibend das Prozedere davor auch war, es hat sich gelohnt!!! Wir haben in letzter Zeit so gut geschlafen, wie schon lange nicht mehr davor. Das Äffchen hat (fast) durchgeschlafen und auch die meiste Zeit wirklich auf ihrer Bettseite gelegen. Ich hatte endlich mal wieder das Gefühl, mein Bett(teil) für mich alleine zu haben. Konnte mich drehen wie ich es wollte und musste mich nicht um das schlafende Kind herumdrappieren. Ein Traum!

Natürlich ist so ein Familienbett auch kein Wundermittel. Wenn das Äffchen krank ist oder zahnt oder irgendwas verarbeitet, sind die Nächte natürlich trotzdem unruhig und sie klebt mehr an mir. Aber die guten Nächte werden durch das Familienbett aufgrund des Platzes und der Gemütlichkeit eben noch besser!

Mein Fazit

Ich kann ein großes Familienbett für alle, die das Konzept Co-Sleeping mögen, aus oben genannten Gründen sehr empfehlen. Ob ich das Bett nochmal bei dieser Firma bestellen würde, bin ich mir nicht sicher. Leider haben sich noch nicht so wahnsinnig viele Unternehmen mit dem Thema Familienbett auseinandergesetzt. Es gibt daher für den Kauf eines solchen (noch) nicht so viele Alternativen. Klar, man kann sich ein Bett nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen anfertigen lassen, aber leider kostet das oft ziemlich viel Geld. Wenn man handwerklich begabt und Lust am heimwerkern hat, kann man sich natürlich auch selbst ein Familienbett bauen. Im Netz gibt es hierfür schon diverse Bauanleitungen. Hier muss wohl jeder seinen Weg zum guten Schlaf selbst finden. Ich bin jedenfalls froh über die Entscheidung für ein großes Familienbett.

In diesem Sinne: Schlaft schön!


Wie schlaft ihr? Familienbett oder jeder für sich?  


Kommentare:

  1. das finde ich ein interessantes Konzept ... in meiner Kindheit hätte es das wohl nicht gegeben - meine Eltern waren da sehr konsequent, dass die Kinder in ihrem eigenen Bett zu schlafen haben ;)

    schaut dabei aber so gemütlich aus :)

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com

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    1. Ja, ich glaube es wird erst langsam zum Trend (und das meine ich sehr positiv), dass die Bedürfnisse der Kinder bzw. auch aller Familienmitglieder berücksichtigt werden.

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  2. Davon habe ich noch nie gehört, ist ja ein interessantes Konzept. Ob ich davon überzeugt bin, weiß ich nicht, aber da ich noch keine Kinder habe, ist das auch schwer zu beurteilen.
    Liebste Grüße
    Dorie von www.thedorie.com

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    1. Ich denke, man kann sich in solchen Fällen wirklich erst ein äe Meinung bilden, Weinmann Kinder hat und weiß, sie diese ticken. Denn man kann das Konzept zwar toll finden, dann aber ein Kind haben, das nachts alleine schlafen und seine Ruhe haben will. Oder man findet es doof, hat aber ein Kind, das ein extrem starkes Bedürfnis nach Nähe und Körperkontakt hat. Also einfach ausprobieren, was für alle in der Familie am Besten passt. Wenn es mal soweit sein sollte...

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  3. Das Konzept hört sich sehr spannend an. Hört sich jedenfalls sehr spannend an. :)

    Alles Liebe,
    Melanie

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  4. Was für ein interessantes Konzept! Ich weiß noch in meiner Kindheit habe ich mich auch immer in´s Elternbett gequetscht. Ob meine Eltern begeistert davon waren? Ich bezweifle es. Deshalb finde ich es eine gute Idee, wenn es keine andere Lösung gibt das Kind in´s eigene Kind zu bekommen. Da ich selber so war, kann ich Eltern bei dieser Entscheidung, sich solch ein Familienbett zuzulegen, total nachvollziehen. :)

    Liebe Grüße
    Lisa

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    1. Jede Familie muss für sich schauen, ob es passt. Für uns war jedenfalls irgendwann klar, wir sollten die Situation jetzt so annehmen und das Beste draus machen.

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  5. Ich finde das Konzept des Familienbettes nicht gut, ich bin der Meinung, dass zwar Nähe toll ist, allerdings sollte jeder sein eigenes Bett haben.
    Liebe Grüße Regina

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    1. Bei diesem Thema scheiden sich ja die Geister und jeder soll es so machen, wie er und sein Kind sich am Wohlsten fühlen. Da meine Tochter nunmal ein sehr ausgeprägtes Nähebedürfnis hat, ist dies eben die Bwste Lösung für uns. Ich möchte sie und ihr Bedürfnis also nicht mit dem Zwang im eigenen Bett schlafen zu müssen übergehen.

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