Donnerstag, 22. März 2018

Erziehung könnte so einfach sein, ohne...! - Teil 3


Juhu, der nächste Gastbeitrag für meine Reihe "Erziehung könnte so einfach sein, ohne...!" ist bei mir eingetrudelt und ich freue mich sehr, ihn euch heute präsentieren zu dürfen. Er stammt aus Tamaras Feder. Sie steckt hinter dem Blog Südstadtmutter und weiß als Mama ganz genau, wovon sie spricht. Worauf sie bei der Erziehung gut und gerne verzichten könnte, das könnt ihr in ihrem Beitrag nachlesen! Viel Spaß!
  



Als mich die liebe Britta gefragt hat, ob ich bei ihrer Beitragsreihe "Erziehung könnte so einfach sein, ohne...!" mitmachen möchte, habe ich mich riesig gefreut, und ohne viel nachzudenken gleich mal zugesagt. Dann erst habe ich angefangen zu überlegen, was denn so ein Punkt wäre, ohne den das Leben mit Kind so viel einfacher wäre... Meine erste Idee kam dann mal auf meinen Mann, da das Leben viel einfacher wäre, wenn wir bei einigen Themen einer Meinung wären... Aber nachdem ich ganz gerne verheiratet bin und das auch so bleiben soll, wollte ich doch lieber über etwas Anderes schreiben.

Erziehung, Krankheit und Kettenreaktion

Was liegt näher, als sich etwas Aktuelles auszusuchen: Die schlimmste Zeit des Winters ist vorbei, der Frühling kommt schön langsam, und dennoch gehen noch immer bei den lieben Kleinen im Kindergarten oder in der Schule viele Krankheiten um; seien es Erkältungen, Magen-Darm-Infekte oder, noch besser, Kinderkrankheiten wie Windpocken oder Scharlach.
Von einer Krankheit erwischt, bringt das den Alltag und den gewohnten Rhythmus des Nachwuchses ganz schön durcheinander. Da zählen nicht mehr die bekannten Schlafenszeiten, der Appetit ist ganz anders, der ganze Tagesablauf ist auf den Kopf gestellt. Das ist auch ganz normal und verständlich und liegt in der Natur der Sache. Die Eltern erlauben Dinge, die sie unter anderen Umständen nicht zulassen würden, ich sage nur: Schlafen im großen Bett der Eltern, kommt euch das bekannt vor? In manchen Fällen können die Eltern berufsbedingt die Kleinen nicht immer betreuen, und dann springen andere Personen ein, zum Beispiel die Großeltern. Noch eine Änderung zum gewohnten Ablauf. Aus der eigenen Zeit mit den Großeltern weiß man ganz gut, wie das meistens abläuft: man wickelt sie um den Finger und bekommt, was man gerne möchte, egal, ob das länger wach bleiben ist, etwas Leckeres zu essen außerhalb der Essenszeiten, und, und, und. Da wird man nach Strich und Faden verwöhnt.
So, jetzt ist die Krankheit vorbei, und dann heißt es wieder ab in den Kindergarten oder die Schule. Da kann schon der Einstieg in den Tag etwas holprig sein, wenn der Nachwuchs partout nicht hin will – zu Hause mit Mama war es doch so fein! Zu erklären, warum das Kind heute keine zusätzliche Leckerei zu essen bekommt, obwohl es die letzten Tage regelmäßig etwas bekommen hat, ist auch nicht gerade leicht, immerhin wünscht sich das Kind das immer, nicht nur bei Krankheit. Und genauso ist es mit dem Schlafen im Elternbett: so ganz nah bei den Eltern ist es nämlich viel kuscheliger als allein im eigenen Bett, warum also wieder zurück?

Erziehung und kranke Mama – wie passt das?

Als Mama selbst krank werden? Besser nicht... Da gibt es nämlich viele Gründe, die so gar nicht dafür sprechen. Zum einen versteht das eigene Kind, wenn es noch kleiner ist, kaum, dass Mami krank ist und das Bett hüten sollte, es will sich trotzdem mit Mami beschäftigen und Zeit mit ihr verbringen. Dazu kommen noch die eigentlichen Eltern-Pflichten, dass man sich ja um seinen Nachwuchs kümmern sollte, und von denen hat man keine Pause, wenn man keine Hilfe wie Ehepartner oder Großeltern hat. Da steht zum Beispiel einkaufen, Essen zubereiten, Haushalt erledigen und ähnliches auf dem Programm, das trotzdem in einem gewissen Mindestmaß funktionieren muss. Zumindest im Job geht es leichter, da kann man sich einfach als krank melden.
Als große Befürchtung steht auch immer im Raum, dass man den Nachwuchs ja anstecken könnte, und dann dieser ebenfalls krank wird, womit der Supergau perfekt wäre: selbst nicht fit, und dann ein krankes Kind zu Hause, das Pflege und intensive Betreuung braucht. Habe ich schon erwähnt, dass besonders dann ein gesunder Partner und/oder Großeltern Gold wert sind?

Fazit

Eine Krankheit des Kindes oder eines anderen Teils der Familie kann den gewohnten Rhythmus ganz schön durcheinander bringen. Der Alltag, den man sich mit dem Kind im Laufe der Zeit so schön gestaltet, anerzogen und geordnet hat und der schon super geklappt hat, ist auf einmal ganz anders. Das ist im Krankheitsfall natürlich ok, denn da sind die Umstände nun einmal ganz andere. Gleichzeitig kann es eine ordentliche Herausforderung bei der Eziehung sein, wieder zum Alltag und zur gewohnten Ordnung zurückzufinden. Aber wie heißt es so schön: Man wächst mit seinen Herausforderungen!

Kommentare:

  1. Das stimmt allerdings, dass man sich als Mama niemals krank melden sollte, zumindest nicht beim Kind �� Ich habe schon vergessen, wann ich das letzte mal so richtig krank war.
    Liebe Grüße
    Tanja

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  2. oh wie cool! und von dem Problem mit Kinderkranheiten in Kindergarten oder Krippe berichtet meine Ma (die auch in einem Kindergarten arbeitet) auch ständig ... und dann das Matschewetter draußen!
    ist für uns ja schon kaum erträglich was ;)

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com

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  3. Da ich zwei Kinder habe weiß ich, welche Probleme die Kinderkrankheiten aufwerfen - zumal ich beruftstätig bin. Ich selbst kann es mir nie erlauben, krank zu sein und habe zum Glück auch eine wahre Rossnatur.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

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  4. Nun ja. Da ich selber ein Kind habe, sehe ich das alles etwas anderes. Aber jeder kommt auch anderes damit zu recht. Für die einen ist es stress und die anderen machen wie gewohnt weiter. Wir teilen uns da ein und kümmern uns einfach liebevoll um den kleinen. Was ich ganz gut finde, dass er trotz seinen erst 6 Jahren viel versteht udn wenn Mama oder Papa mal Krank sind, er einen dann auch mal schlafen lässt, sich selber beschäftigt oder eben mehr mit dem anderen Elternteil macht ohne zu meckern.

    Alles liebe

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  5. Ich habe keine Kinder, aber mein Kollege ist dauerkrank. Ich weiß nochvon mir, dass ich gerne bei Oma war wenn ich krank war.

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  6. Eine gute Freundin hat gerade eine neue Stelle im Kindergarten angefangen - direkt krank nach der ersten Woche.
    Da muss man echt ein starkes Immunsystem haben...

    LG! Silvie
    https://kopfsache.online

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  7. Ja, der berühmte Spagat einer working mom und dann noch kranke Kinder, das ist echt schon der Endgegner! Ich arbeite zwar in der Homeoffice, aber trotzdem sind die Kinder ja krank, das heißt, anhänglich, weinerlich, schlecht gelaunt, weshalb man sie dann verwöhnt um sie abzulenken. Das bereut man spätestens wenn sie wieder fit sind und es dann Mama erwischt! Aber man kämpft sich halt durch.

    Liebe Grüße,

    Bea.

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  8. ...und das ganze potenziert sich dann noch, wenn man alleinerziehende Mutter ist. Ich bin ziemlich froh, dass die Zeit der Kinderkrankheiten hinter uns liegt!
    Viele Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

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