Montag, 12. Februar 2018

Neue Ära - Arbeitswelt Tag 1

Ja, heute war es dann (nach einigen Hindernissen) soweit. Ich bin nun fit (genug), um wieder in die Arbeitswelt einzusteigen und das habe ich heute auch getan. Natürlich war ich mächtig aufgeregt. Ich war echt lang weg vom Fenster. Schließlich habe ich nicht nur 2 Jahre Elternzeit genommen, sondern vorher ja auch fast die komplette Schwangerschaft im Beschäftigungsverbot verbracht. Somit war ich alles in allem 2 Jahre und 8 Monate zu Hause. Natürlich gewöhnte ich mich da schnell an einen sehr entspannten und selbstbestimmten Lebensstil. 

Besonders während der Schwangerschaft konnte ich mich so sehr entspannt auf das Kind und das Mamasein vorbereiten (obwohl man ja doch erst weiß, wie es ist, wenn das Kind da ist). Nun hatte ich ja auch noch das Glück, dass ich bis auf das schnelle Ende, eine sehr angenehme Schwangerschaft mit wenig Beschwerden hatte. Wenig Übelkeit (bis auf 3 Wochen), keine Wassereinlagerungen, keine Heißhungerattacken. Ich würde auch behaupten, dass sich die Stimmungsschwankungen in Grenzen hielten, aber das kann mein Mann wohl besser beurteilen :). Ich konnte mich also nicht beschweren und die Zeit daher noch mehr genießen, als andere Schwangere, die es da nicht so einfach haben.

Auch die Elternzeit habe ich ja sehr genossen, wie ihr im Rückblick unschwer nachlesen konntet. 

Daher war ich nun nervös, wie es sein würde, wenn das Äffchen in die KiTa MUSS, wir früh morgens aufstehen MÜSSEN, egal wie die Nacht vielleicht war etc. Zudem hat sich in meiner Abwesenheit an meinem Arbeitsplatz natürlich viel verändert. Die Frage, was mich wohl erwarten würde, schlich sich ein. Doch ich habe meinen ersten Tag heute sehr genossen. Eine Kollegin, die kurz vor mir aus der Elternzeit zurückkam, berichtete mir nach ihrem ersten Tag, dass es sich für sie anfühlte, wie "nach Hause kommen", als wäre sie gar nicht solange weg gewesen, sondern käme nur aus dem Urlaub zurück. Und ja, ich weiß jetzt was sie meinte. Auch ich habe mich direkt wieder wohl gefühlt, wurde sehr herzlich empfangen und aufgenommen. 

Und da ich weiß, dass mein Äffchen unheimlich gerne in der KiTa ist und mein Mann mir berichtete, dass sie sich in der KiTa freudestrahlend von ihm verabschiedete, konnte ich auch beruhigt meiner Arbeit nachgehen, ohne immer in Gedanken beim Äffchen zu sein. 

Es ist natürlich eine Umstellung und wir werden sicherlich noch ein paar Wochen brauchen, bis wir uns als Familie eingespielt haben. Bis der morgendliche Ablauf zur Routine wird und ich nicht mehr das Bedürfnis haben werde, alles so akribisch zu planen, wie jetzt in den ersten Tagen (Planung ist die halbe Miete). Bis sich Kind, Arbeit, Familie, Haushalt etc. zusammenfügen und ich Strategien entwickelt und etabliert habe, die sich bewährt haben. 

Aber ich freue mich auf diese Zeit. Ich freue mich auf das, was da kommt und auf meine Arbeit. Eine gute Freundin, die auch erst kürzlich aus der Elternzeit in die Arbeitswelt zurückgekehrt ist, meinte zu mir: Es ist auch schön, mal wieder anders gefordert zu sein. Und ich verstehe jetzt, wie sie das meinte. Zu Hause mit dem Kind dreht sich eben alles um das Äffchen, um Kinderthemen etc. Selbst wenn man sich mit anderen Mama-Freundinnen trifft, dominieren die Themen Kinder und Erziehung doch das Gespräch. Was gut und wichtig für den Austausch ist. Aber in der Arbeit geht es eben auch mal um etwas anderes. Man hat andere Aufgaben, muss anders kreativ werden.  

Also, ich bin gespannt und gehe nach diesem ersten Tag freudig in die nächste Zeit. Die Blumen habe ich heute übrigens von meinem Mann zum ersten Arbeitstag bekommen und das Schweinchen unter anderem vom Team als Willkommensgeschenkchen. Da habe ich mich sehr gefreut! 

Kommentare:

  1. Hallöchen,
    oh wow, ich glaube dir sofort, dass nun der Anfang etwas schwer ist. Aber das schaffst du schon. Und so wie du sagst, das Planen ist nun mal sehr wichtig jetzt!
    Viel Erfolg!

    Liebst Linni
    www.linnisleben.de

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  2. Es ist verständlich, dass du aufgeregt warst und man sich an die Zeit Zuhause gewöhnt. Umso schöner, dass sich deine Maus wohl fühlt und du dich doch nicht so fühlst als wärst du tatsächlich weg vom Fenster :)

    Die neue Routine wird sich bestimmt auch bald einspielen. Ich wünsche euch für diese spannende Zeit alles Liebe.


    Liebe Grüße,
    Janine

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  3. liee Britta, ich glaube sofort, dass es nicht einfach ist in dieses Arbeitsleben wieder einzusteigen - davon mal abgesehen, dass es eine ganz andere Arbeit ist, muss man das Kind noch "abgeben" und sich 2 Jobs widmen, Mama sein und Arbeit!

    du machst das sicher super!
    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von www.liebewasist.com

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  4. Ich schließe mich Tina an! Was einige Frauen wuppen ist schon toll! Wir sollten eine Wupp-Gruppe aufmachen ;O). LG!

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    1. Ja, klingt alles so "rund". Freut mich.

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  5. Am Anfang ist es bestimmt eine Umstellung, aber wie du schon sagst, es tut gut sich wieder anderen Aufgaben zu widmen. Man gewöhnt sich schnell daran. Viel Spaß in der nächsten Zeit und alles Gute deinem Äffchen! ;-)
    Liebe Grüße
    Kathrin von www.kbsunrise.de

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  6. Ich bin auch erst seit kurzem von der Elternzeit raus. Allerdings in einem ganz neuen Job, bei dem ich mich allerdings sehr wohl fühle. Auch mit den Kindern klappt es überraschend gut. Wünsche dir viele weitere schöne Tage!
    Liebe Grüße
    Tanja

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  7. Ich kann dich gut verstehen. Bei mir endete im Dezember meine Elternzeit nach zwei Jahren und es war schon etwas aufregend. Die zwei Jahre vergingen wie im Flug. Doch inzwischen finde ich die Zeit im Büro als kleine Auszeit vom Mama-Alltag. Mal wieder in Ruhe am Schreibtisch oder Meeting sitzen, Kaffee trinken (der noch nicht kalt geworden ist :D) und sich über andere Dinge als Mama-Themen unterhalten.

    Liebe Grüße,
    Diana

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  8. Ach gut, dass dein Kind sich in der KiTa wohl fühlt - das macht es doch einfacher.
    Ich muss deiner Freundin auch zustimmen - es ist schön auch was außerhalb der Familie zu haben wo man gefordert und gefördert wird.

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  9. So ging es mir damals auch, aber es ist gut wieder zurück zu sein und die Abwechslung tut einem auch mal gut

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