Montag, 19. Februar 2018

Ein Hoch auf Oma und Opa

Sie sind wie Eltern für das Kind, nur noch viel geduldiger. 

Sie verwöhnen das Kind nach Strich und Faden, ohne dafür schief angeschaut zu werden.

Sie nehmen mehrmals im Jahr weite Strecken auf sich, um sich vom Kind um den Finger wickeln zu lassen.

Sie Lieben das Kind, obwohl es nicht ihr Eigenes ist.

Sie fühlen sich 20 Jahre jünger im Beisein des Kindes (hinterher aber manchmal 20 Jahre älter).

Die Lieben Großeltern. 

Keine Sorge, Äffchens Großeltern sehen in natura deutlich moderner aus :)

Sind sie nicht großartig? Wir hatten ja erst letzte Woche Besuch von den einen Großeltern und kurz vor Weihnachten von der anderen Oma (der andere Opa muss als einziger noch arbeiten und ist daher leider nicht ganz so flexibel). Und jedes Mal haben wir eine tolle Zeit und unvergessliche Augenblicke für das Äffchen. Es ist unglaublich, wie sehr sie die Omas und Opas schon ins Herz geschlossen hat, obwohl sie sie aufgrund der weiten Entfernung (beide Großelternpaare wohnen in Süddeutschland) nicht so häufig sieht.

Als sie Oma und Opa am Dienstag (Anreisetag),am Fenster wartend, draußen entdeckte, konnte sie sich vor Freude nicht halten! Sie schrie abwechselnd „Oma“, „Opa“, „Oma“, „Opa“ und lachte dazwischen von Herzen. Ein Bild für Götter. Und als die andere Oma vor Weihnachten abreiste, war das Äffchen furchtbar traurig. 

Deshalb möchte ich heute mal ein Loblied auf die Großeltern singen! 

Sie sind so liebevoll mit dem Äffchen, haben unendlich viel Geduld. Kein Weg ist ihnen zu weit und kein Aufwand zu groß! Und sie sind bis über beide Ohren in ihr Enkelkind verknallt. Es ist so schön zu sehen, wie beide Seiten die gemeinsame Zeit genießen! Und kaum ist sie vorüber, wird schon wieder geplant, wann der nächste Besuch stattfinden soll. Wenn länger als 8 Wochen dazwischen liegen, wird die Oma schon wehmütig. 

Alle Großeltern sind auch allgemein wichtig für die Kinder und deren Entwicklung. Denn sie sind nicht Mama und Papa. Sie sind anders als die Eltern (auch wenn einige Verhaltensweisen evtl. ähnlich sind). Dadurch lernen die Kinder, dass die Menschen unterschiedlich sind und auch mit den gleichen Situationen verschieden umgehen.

Die Großeltern haben einen anderen Blick auf das Kind, viel Lebenserfahrungen und können mit viel Gelassenheit auf das Enkelkind eingehen. Sie haben das Privileg, das Enkelkind zu verwöhnen, alles nach dem Kind zu richten und bleiben dabei entspannt, weil sie das Kind ja auch wieder abgeben können, wenn es zu viel wird. Sie müssen kaum schimpfen und sind immer die Größten für die Enkelkinder. Auch wenn es mir manchmal lieber wäre, wenn die Großeltern näher bei uns oder wir bei Ihnen wohnen würden, hat es auch etwas Gutes. Dadurch, dass das Äffchen seltener von den Großeltern betreut wird, verschwimmt die Großelternrolle weniger mit der Elternrolle. Dies beobachte ich öfter bei befreundeten Familien, deren Kinder beispielsweise 3x pro Woche den gesamten Nachmittag bei Oma und Opa verbringen. Das Besondere geht hierbei ein wenig verloren. Die Großeltern werden zu „Miterziehern“ und das Privileg der „nachsichtigen Verwöhner“ (hier eindeutig positiv gemeint) tritt in den Hintergrund.

Und wer erinnert sich nicht gern an die eigene Kindheit zurück? Ich habe die Zeit bei Opa und Oma geliebt! Ich durfte in den Ferien oft mehrere Tage bei ihnen verbringen. Mir wurde täglich ein anderes Leibgericht gekocht. Wir machten tolle Ausflüge in den Wald, durften Fernsehen (wir hatten lange keinen Fernseher) uvm. Alles, was zu Hause eben nicht immer erlaubt war. Ich wusste aber ganz genau, das ist eben nur bei den Großeltern so und habe das zu Hause nicht eingefordert.

Dafür hat das nahe Wohnen natürlich andere Vorteile, die auch sehr hilfreich sein können. In diesem Fall profitieren nicht nur die Kinder regelmäßig von Omas und Opas Nähe, sondern oft auch die Eltern. Die Großeltern können "mal schnell" einen Nachmittag einspringen, wenn die Eltern einen wichtigen Termin wahrnehmen müssen oder wenn die Eltern krankheitsbedingt flachliegen und Unterstützung brauchen.

Alles hat eben seine Vor- und Nachteile. Außer Großeltern, die haben eigentlich nur Vorteile :).

Danke liebe Omas und Opas vom Äffchen und alle anderen Großeltern für eure Hilfe, Unterstützung, bedingungslose Liebe, Nachsicht, Güte. Für eure Geschenke, Gedanken und (vielleicht sogar) Gebete.

Wir lieben Euch!



Kommentare:

  1. eine so schöne Liebeserklärung an die beiden Oma und Opa :)
    ich bin leider nie so wirklich mit Großeltern aufgewachsen ... dafür ist meine Ma für ihre Enkel jetzt eine ganz tolle Pls :)

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von www.liebewasist.com

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  2. Ich liebe bis heute die Zeit bei meinen Großeltern, wenn auch natürlich anders als früher. Schöne Liebeserklärung :)
    Liebe Grüße
    Dorie von www.thedorie.com

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  3. Ich hatte ein Großelternpaar recht nah bei mir, das andere jedoch eher weiter weg. Im Endeffekt kam es so, dass ich mit den näheren eine tiefere Verbindung habe. Aber wenn beide weit weg wohnen ist das natürlich etwas anderes. Ich habe die Zeit mit meinen Großeltern immer sehr genossen als Kind und mag sie auch jetzt noch nicht missen :)
    Liebe Grüße,
    Leni :)

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  4. Als ich klein war, war ich sehr gerne bei meinen Großeltern.
    Mein Opa wohnt nun weiters weg und ich sehe ihn nur noch selten.
    Dein Beitrag finde ich richtig toll geschrieben.

    LG Jasmin

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  5. Sehr schöner Post! Dass ich bei meiner Oma aufgewachsen bin, ist das beste was mir passieren konnte! :)

    Liebe Grüße,
    Verena von whoismocca.com

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  6. Omi und Opi waren einfach immer die besten.Ich war auch immer sehr oft dort und habe mich immer pudelwohl gefühlt :)

    Toller Beitrag!

    Beste Grüße
    Zimo

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  7. Dein Beitrag macht mich gerade traurig (das liegt aber bitte nicht an deinem Text!) ... meine Kinder haben keine Großeltern. Meine Eltern haben den Kontakt zu mir und meiner Familie kurz nach der Geburt abgebrochen. Sie wollen meine Kindern nicht sehen ... waren nicht bei der Taufe ... bei keinem einzigen Geburtstag und auch sonst noch nie im Leben meiner Kindern. Großeltern sind wichtig und fehlen meinen beiden. Schön dass es bei dir so ist, wie ich es auch bei mir selbst erlebt habe. Meine Großeltern waren mir sehr wichtig und sind auch mein Elternersatz gewesen .

    Schöner Beitrag ... auch wenn er mich betroffen macht.

    Liebe Grüße
    Verena von www.avaganza.com

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  8. bin auch sehr meiner Schwiegereltern zu haben, wundervolle Großeltern

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