Mittwoch, 21. Februar 2018

Ausflugsziel Tropenaquarium Hamburg

In den letzten Herz- und Schmerz-Momenten habe ich euch schon ganz kurz von unserem Besuch mit Oma und Opa im Hamburger Tropenaquarium erzählt. Weil es so ein toller Ausflug war und wir alle, egal ob Groß oder Klein, so begeistert von dem Aquarium sind, möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, dieses mal etwas ausführlicher vorzustellen.

Das Tropenaquarium gehört zu Hagenbeck's Tierpark in Hamburg und wurde im Mai 2007 zum 100-jährigen Geburtstag des Tierparks eröffnet. Es beherbergt Säugetiere, wie z.B. Kattas und Fledermäuse, aber auch Echsen, Kröten, Schlangen, Spinnen, Krokodile, Vögel und natürlich jede Menge Süß- und Salzwasserfische in riesigen Aquarien.    

Es ist ein Erlebnis für die kleinen und auch für die großen "Kinder". Deshalb nehme ich euch nun einfach mal auf einen Rundgang durch das Tropenaquarium mit. Hereinspaziert!

Direkt nach dem Eingang stehst du im Reich der Kattas. Das sind Primaten aus der Gruppe der Lemuren und leben in Madagaskar. Sie dürfen sich in diesem Eingangsbereich frei bewegen und so kommt es oft vor, dass du sie ganz nah vor dir sitzen siehst. Nicht dieses Mal, sondern beim Mal zuvor, hatten die Kattas gerade Junge bekommen. Das war toll, weil man auch die Kleinen recht nah sehen konnte. Sie haben sich an die Mamas geklammert oder geschlafen und waren natürlich gleich die erste Attraktion.

Nach den Kattas geht dann der Rundgang durch das Tropenaquarium richtig los. Zu Beginn kommt man an mehreren "Gehegen" für verschiedenste Echsen vorbei. Wobei Gehege hier nicht das richtige Wort ist. Für mein Empfinden sind es in die Landschaft eingebaute "Bereiche", die durch Glasscheiben voneinander getrennt sind, in denen die Echsen aber viel Raum haben und auch tolle Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Die Echsen teilen sich den Platz mit den Wasserschildkröten, die für das Äffchen natürlich interesssanter waren, da sie sich mehr bewegten. 

Im Anschluss geht es weiter zu den Nilkrokodilen und ihrem riesigen Becken. Es leben dort (soweit wir das beobachten konnten) zwei Krokodile. Manchmal liegen sie einfach faul herum, aber mit etwas Glück kann man sie beim Schwimmen beobachten. Ihre schuppige Oberfläche und die großen scharfen Zähne sind beeindruckend und lassen den ein oder anderen Kindermund offen stehen. Einmal täglich kann auch die Fütterung der Krokodile beobachtet werden. 

Das haben wir leider noch nicht miterlebt, vielleicht sollten wir unseren nächsten Besuch mit den Fütterungszeiten abstimmen. Dann sind die Tiere sicherlich sehr aktiv und zeigen sich nochmal von einer ganz anderen Seite. Das Krokodilbecken fasst ca. 400.000 Liter, sodass die Tiere viel Platz zum Schwimmen haben. 
Nach den Krokodilen geht es unter die Erde zu den Terrarien der Schlangen, Kröten und zu den Fledermäusen. Besonders beeindruckend finde ich den Bereich der Spinnen. Es ist eine Art Tropfsteinhöhle. Die natürliche Abgrenzung ist ein Wasserlauf und an jeder Seite der Spinnenhöhle ein schmales Wasserrinnsal, sodass diese ihre Höhle nicht verlassen können. Es ist schon ein etwas mulmiges Gefühl, den Spinnen so nah zu kommen. Das Highlight: Ein Scheinwerfer, den du selbst bedienen und mithilfe des Lichts die Spinnen suchen kannst. Nichts für Damen mit Spinnenphobie...

Danach geht es endlich zu den riesigen Aquarien mit unzähligen unterschiedlichen Fischen. Für mich auf jeden Fall auch das absolute Highlight des Tropenaquariums. Es gibt Süß- und Meerwasserbecken in verschiedenen Größen. Von Quallen über Doktorfische (bekannt aus Findet Nemo) über Rochen bis hin zu den Haien ist alles vertreten. Das große Becken, genannt "Haiatoll" ist 8 Meter tief und unheimlich beeindruckend. Um länger verweilen zu können, ist der Raum mit dem Becken wie ein Kino mit Sitzgelegenheiten ausgestattet. Die Leinwand ist dann die riesige Scheibe. Es gibt immer wieder was neues zu entdecken und wir staunen jedes Mal um die Wette!
 
Zum Abschluss geht es dann durch eine lange Treppe (oder auch mit dem Aufzug) zurück an die Oberfläche. Am Ende des Rundganges ist ein Bistro, wo man zum Ausklang noch einen kleinen Snack zu sich nehmen oder einfach noch einen Kaffee trinken kann, bevor die kleine Reise in die Tier- und Unterwasserwelt endet.


Wir können das Tropenaquarium also nur empfehlen. Wenn ihr mal einen Städtetrip nach Hamburg macht, sollte das gerade bei Familien mit Kindern unbedingt ein Programmpunkt sein. Und das Tolle ist: Dieser Ausflug ist wetterunabhängig. Wenn das Wetter in Hamburg dann (wider Erwarten) doch schön sein sollte (normalerweise ist hier ja überwiegend "Schietwetter"), kann hinterher noch Hagenbeck's Tierpark unsicher gemacht werden. 

Ward ihr schon mal im Tropenaquarium? Wie hat es euch gefallen?




Kommentare:

  1. meine liebe Britta,
    das klingt wirklich nach einem schönen Ausflugsziel, v.a. für kleinere Kinder, die schon auf Entdeckertour gehen möchten und ganz viel sehen :)

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von www.liebewasist.com

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    1. Ja, da hast du Recht! Aber es ist durchaus auch für Erwachsene sehenswert.

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  2. Wir waren noch nicht dort. Zoos etc. versuchen wir eher zu meiden und sehen die Tiere in freier Natur. Dem Krokodil wollen wir aber auch nur mit Sicherheitsabstand begegnen. Den Schlangen lieber überhaupt nicht.

    Weiterhin viel Freude beim Reisen,

    Gruß aus Stuttgart Silke & Thomas

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    1. Ja, Zoos und Aquarien sind ja so eine Sache, da scheiden sich die Geister. Kann ja jeder für sich entscheiden, wie er das handhaben möchte. Schlangen sind auch nicht so mein Fall...

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  3. Die Schildis sind ja aber auch überaus niedlich :) schöner Beitrag.
    Resiiilein, www.resiiilein.com

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  4. Hallo! Ich meide Tierparks und Zoos muss ich gestehen, keine guten Bedingungen für die Tiere. Selbst die Angestellten bei Sea Life Park in Bonn sagten mir das letztens. Viel zu wenig Platz. Kommt mal in den Nationalpark Eifel da kann man die Hirsche röhren hören. Das ist sehr beeindruckend! GlG! Sirit

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    1. Ja, das mit den Tierparks ist so eine Sache. Der Nationalpark hört sich sich spannend an.

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  5. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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