Donnerstag, 15. Februar 2018

Entrümpelung: Gescheitert bevor es richtig losging?

Tja, mit dieser Entrümpelungs-Challenge habe ich mir wohl ganz schön etwas eingebrockt. Seit zwei Wochen möchte ich anfangen, unser Arbeits-/Gäste-/Gerümpelzimmer auf Vordermann zu bringen. Großspurig habe ich euch hier berichtet und erklärt, dass man mit System vorgehen sollte usw. Und was ist seither passiert? Es war zwar so Einiges los in den letzten zwei Wochen, aber Entrümpelungstechnisch: NICHTS! NADA! NIENTE! 


Gut, letzte Woche habe ich die Entrümpelung auf Eis gelegt, weil ich komplett flach lag. Diese Woche ist meine "Ausrede", dass am Montag eine neue Ära als berufstätige Mutter für mich angefangen hat. Und diverse Arzt- und andere Termine sorgten für kaum bis gar keinen Spielraum. Okay, ich habe am Wochenende einen kläglichen Versuch gestartet und wollte in meinem Kleiderschrank (nein, der steht nicht im Arbeits/Gäste-/Gerümpelzimmer, soviel zum Thema "mit System entrümpeln") für Ordnung sorgen und das ein oder andere alte Teil entsorgen oder für die Altkleidersammlung rauslegen. Was habe ich geschafft? Sage und schreibe 2 Jeans habe ich aus dem Schrank geschmissen. Auch davon gibt es kein Vorher-Nachher-Foto, denn der Unterschied würde nicht mal mir auffallen...

Ist mein Projekt also hiermit gescheitert? Bevor es überhaupt richtig losging? 

NEIN! Ich habe immernoch den festen Vorsatz, damit weiterzukommen. Sehe aber im Moment kein Land. Jetzt heißt es erstmal, ins Arbeitsleben zu finden. Deshalb verschiebe ich die Challenge hiermit offiziell auf Mitte März!!! Das gefällt mir natürlich nicht, denn wenn ich mir etwas vornehme, dann setze ich das in der Regel auch um. Doch manchmal kommt eben auch etwas dazwischen. Das Leben zum Beispiel.

Ich gebe mir also hiermit Aufschub von ein paar Wochen. Eins steht aber fest, früher oder später MUSS ich eh damit anfangen. Warum? Darf ich immer noch nicht verraten, aber im März, bei meinem zweiten Versuch, erzähle ich es euch, ganz bestimmt!

Ganz umsonst war meine Entrümpelungs-Challenge übrigens trotzdem nicht. Auch wenn ich noch nicht besonders aktiv geworden bin, so habe ich damit trotzdem eine liebe Bloggerkollegin motiviert, bei sich zu Hause klar Schiff zu machen. Sie war viel fleißiger als ich. Das freut mich sehr! Weiter so!

 
 

Montag, 12. Februar 2018

Neue Ära - Arbeitswelt Tag 1

Ja, heute war es dann (nach einigen Hindernissen) soweit. Ich bin nun fit (genug), um wieder in die Arbeitswelt einzusteigen und das habe ich heute auch getan. Natürlich war ich mächtig aufgeregt. Ich war echt lang weg vom Fenster. Schließlich habe ich nicht nur 2 Jahre Elternzeit genommen, sondern vorher ja auch fast die komplette Schwangerschaft im Beschäftigungsverbot verbracht. Somit war ich alles in allem 2 Jahre und 8 Monate zu Hause. Natürlich gewöhnte ich mich da schnell an einen sehr entspannten und selbstbestimmten Lebensstil. 

Besonders während der Schwangerschaft konnte ich mich so sehr entspannt auf das Kind und das Mamasein vorbereiten (obwohl man ja doch erst weiß, wie es ist, wenn das Kind da ist). Nun hatte ich ja auch noch das Glück, dass ich bis auf das schnelle Ende, eine sehr angenehme Schwangerschaft mit wenig Beschwerden hatte. Wenig Übelkeit (bis auf 3 Wochen), keine Wassereinlagerungen, keine Heißhungerattacken. Ich würde auch behaupten, dass sich die Stimmungsschwankungen in Grenzen hielten, aber das kann mein Mann wohl besser beurteilen :). Ich konnte mich also nicht beschweren und die Zeit daher noch mehr genießen, als andere Schwangere, die es da nicht so einfach haben.

Auch die Elternzeit habe ich ja sehr genossen, wie ihr im Rückblick unschwer nachlesen konntet. 

Daher war ich nun nervös, wie es sein würde, wenn das Äffchen in die KiTa MUSS, wir früh morgens aufstehen MÜSSEN, egal wie die Nacht vielleicht war etc. Zudem hat sich in meiner Abwesenheit an meinem Arbeitsplatz natürlich viel verändert. Die Frage, was mich wohl erwarten würde, schlich sich ein. Doch ich habe meinen ersten Tag heute sehr genossen. Eine Kollegin, die kurz vor mir aus der Elternzeit zurückkam, berichtete mir nach ihrem ersten Tag, dass es sich für sie anfühlte, wie "nach Hause kommen", als wäre sie gar nicht solange weg gewesen, sondern käme nur aus dem Urlaub zurück. Und ja, ich weiß jetzt was sie meinte. Auch ich habe mich direkt wieder wohl gefühlt, wurde sehr herzlich empfangen und aufgenommen. 

Und da ich weiß, dass mein Äffchen unheimlich gerne in der KiTa ist und mein Mann mir berichtete, dass sie sich in der KiTa freudestrahlend von ihm verabschiedete, konnte ich auch beruhigt meiner Arbeit nachgehen, ohne immer in Gedanken beim Äffchen zu sein. 

Es ist natürlich eine Umstellung und wir werden sicherlich noch ein paar Wochen brauchen, bis wir uns als Familie eingespielt haben. Bis der morgendliche Ablauf zur Routine wird und ich nicht mehr das Bedürfnis haben werde, alles so akribisch zu planen, wie jetzt in den ersten Tagen (Planung ist die halbe Miete). Bis sich Kind, Arbeit, Familie, Haushalt etc. zusammenfügen und ich Strategien entwickelt und etabliert habe, die sich bewährt haben. 

Aber ich freue mich auf diese Zeit. Ich freue mich auf das, was da kommt und auf meine Arbeit. Eine gute Freundin, die auch erst kürzlich aus der Elternzeit in die Arbeitswelt zurückgekehrt ist, meinte zu mir: Es ist auch schön, mal wieder anders gefordert zu sein. Und ich verstehe jetzt, wie sie das meinte. Zu Hause mit dem Kind dreht sich eben alles um das Äffchen, um Kinderthemen etc. Selbst wenn man sich mit anderen Mama-Freundinnen trifft, dominieren die Themen Kinder und Erziehung doch das Gespräch. Was gut und wichtig für den Austausch ist. Aber in der Arbeit geht es eben auch mal um etwas anderes. Man hat andere Aufgaben, muss anders kreativ werden.  

Also, ich bin gespannt und gehe nach diesem ersten Tag freudig in die nächste Zeit. Die Blumen habe ich heute übrigens von meinem Mann zum ersten Arbeitstag bekommen und das Schweinchen unter anderem vom Team als Willkommensgeschenkchen. Da habe ich mich sehr gefreut! 

Sonntag, 11. Februar 2018

Herz- und Schmerz- Momente KW6

Sonntag ist Herz- und Schmerz-Momente - Tag. Auch diese Woche ging schnell vorbei, es ging um Selbstfürsorge, Kranksein und Pflege, Mamaliebe uvm. Aber lest gerne selbst:





💓 Meine Herz-Momente #1:

Diese Woche (ich weiß den Tag gar nicht mehr), hatte ich einen ganz persönlichen Herz-Moment nur für mich. Normalerweise schlafen wir alle unter dort Woche bis zum Weckerklingeln, stehen gemeinsam auf und machen unsere Morgenroutine. Doch an diesem Tag wurde das Äffchen nicht vom WEcker wach. Scheinbar ist sie nach einem frühmorgendlichen Durstanfall um 5 Uhr nochmal tief eingeschlummert. Also schlichen wir uns aus dem Schlafzimmer. Mein Mann verschwand direkt ins Badezimmer (was um alles in der Welt tun Männer morgends stundenlang im Bad?) und ich machte schonmal Tee und Toastbrot. Als alles vorbereitet, mein Mann aber noch nicht in Sicht war und das Äffchen immer noch schlummerte, setzte ich mich ganz allein an den Frühstückstisch. Und da war er, der Herz-Moment, MEIN Herz-Moment. Ich genoss einfach für einen Moment, allein da zu sitzen, meinen heißen Tee zu trinken und ein Sudoku aus der Zeitung vom Vortag zu lösen. 10 Minuten säter kamen das Äffchen und mein Mann gleichzeitig dazu. Dann war es zwar vorbei mit der Ruhe, aber sie schwang trotzdem noch in mir nach. Für mich war das ein Augenblick Selbstfürsorge, die Chance nutzen, wenn sie sich bietet und einfach genießen.



💓 Meine Herz-Momente #2:

Der zweite richtig berührende Herz-Moment war heute. Das Äffchen war vormittags mit dem Papa ein bisschen unterwegs. Er hat mir den Rücken frei gehalten, da ich noch etwas angeschlagen bin (siehe Schmerz-Moment). Als die beiden dann nach Hause kamen, lief das Äffchen freudestrahlend in die Wohnung, zog sich selbständig aus, rannte auf mich zu, umarmte mich und seufzte "Meine Mama". Wem da das Mutterherz nicht vor Glück zerspringt, der muss gefühlskalt sein... Meine Mutterliebe multiplizierte sich (wenn das überhaupt noch möglich ist) in dem Moment nochmal mit "Unendlich". Es ist soooo schön gewesen, dass ich jetzt noch Gänsehaut habe und vielleicht auch ein bisschen Pipi in den Augen... Absoluter Herz-Moment!!!


😩 Mein Schmerz-Moment
 
Wie schon mehrfach auf dem Blog erwähnt, hat es auch mich diese Woche noch mit einer dicken Erkältung erwischt. Ich bin auch immer noch nicht ganz fit, aber es ist schon viel besser geworden. Aber während der Woche war ich froh, dass ich noch zu Hause war. Ich hatte gehofft, dass ich am Freitag (meinem eigentlichen ersten Arbeitstag) wieder startklar wäre. Hat leider nicht geklappt. Ich musste am Donnerstag zum Arzt gehen, der hat mich für Freitag noch krank geschrieben. Ich war am Boden zerstört, wollte ich doch loslegen und nicht schon am ersten Tag schlapp machen. Doch ich wollte auch niemanden anstecken, weder Kinder noch Kollegen, so blieb ich schweren Herzens zu Hause. Das war schon ein ziemlicher Schmerz-Moment. Habe dann jetzt aber das ganze Wochenende noch genutzt, mich geschont, am Sofa verbracht und alles dafür getan, dass es besser wird. Scheinbar mit Erfolg. Ich fühle mich wieder fit genug, morgen zu arbeiten. Ok, Faschingsfeier am ersten Tag hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht, aber was solls. Ich habe gerade eben noch ein Kostüm aus meinem Kleiderschrank zusammengestellt. Als Ballerina werde ich gehen. Habe einen rosa Tüllrock, ein rosa Oberteil, eine weiße Strumpfhose und weiße Ballerinas gefunden. Dazu einen Dutt (sofern das mein Bob hergibt) und gut ist. So kann ich mich notfalls auch in der Öffentlichkeit zeigen.


Was habt ihr diese Woche erlebt?

Samstag, 10. Februar 2018

Mamas LIFE - Mamas STYLE: Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Ich gehöre nun ganz offiziell zu den berufstätigen Müttern. Working Mums, wie wir heutzutage genannt werden, haben einiges zu managen. Mindestens ein Kind, mindestens einen Job, den Haushalt, (oft) einen Mann (der manchmal auch als zusätzliches Kind zu werten ist) und vielleicht noch mehr. Alles muss getimt, organisiert und geregelt werden. Vom Aufstehen bis zum Arbeitsbeginn müssen meist schon folgende Aufgaben gemeistert und Abläufe koordiniert werden: Kind(er) wecken (oder von ihnen geweckt werden), Kind(er) wickeln, anziehen oder beim Anziehen helfen, Brotzeitboxen für Kind(er) und oft auch Mann vorbereiten, Kind(ern) beim Zähneputzen über die Schulter schauen und irgendwo dazwischen selbst duschen oder waschen, schminken, frisieren, anziehen und dann halbwegs so aussehen, dass man das Haus verlassen kann. Danach müssen die Kids irgendwie zur Schule oder in die KiTa kommen und man selbst pünktlich bei der Arbeit aufkreuzen. Das Alles zu händeln finde ich persönlich schon hochkomplex und ist zumindest für mich eine ziemliche Herausforderung.

Nach der Arbeit geht es oft ohne Unterbrechung oder Verschnaufpause weiter: Kind(er) von der Betreuung oder Schule abholen, einkaufen, Essen kochen und "nebenbei" Haus oder Wohnung vor der vollkommenen Verwüstung bewahren. Kind(er) baden, Kinderzimmer (mit) aufräumen, irgendwo mal einen Arzttermin reinquetschen und vom Frisör gar nicht erst zu reden! 

Das hört sich für mich wie ein 48h-Tag an. Doch weil auch die Tage von uns Müttern nur 24 Stunden haben, ist eine gute Planung und Vorbereitung die halbe Miete. "Proper preparation prevents poor performance", wie eine gute Freundin gerne zu sagen pfegt. 


Die Woche im Überblick

Für mich als Neuling in der Rolle als berufstätige Mama macht daher auch vorerst ein guter Wochenplan Sinn. Ich mache mir also schon am Wochenende Gedanken, wie die Woche drauf verlaufen wird, wie meine Arbeitszeiten sein werden (als Erzieherin hat man durchaus auch wechselnde Zeiten), wer das Äffchen in die KiTa bringt und wieder abholt. Ob weitere Termine anstehen, die koordiniert werden müssen und bestenfalls sollte der Wocheneinkauf und der Großputz auch direkt mit aufgenommen werden. So ist die Woche gut strukturiert und die Aufgaben verteilt. Jeder kann sich darauf einstellen und entsprechende Vorkehrungen treffen.


Der einzelne Tag

Es macht aber auch Sinn, täglich zu schauen, was kann ich schon vorbereiten, um Zeit zu sparen und Chaos oder schlechte Laune zu vermeiden.


Der Abend davor

Damit es am Morgen nicht zu hektisch wird, lege ich am Vorabend schon Äffchens und meine Klamotten heraus. Wenn sie etwas größer ist und selbst mitentscheiden möchte (das ist zum Glück jetzt noch nicht der Fall), kann sie auch gerne mitaussuchen, damit es nicht zu Wutausbrüchen oder Enttäuschungen kommt. Auch dann macht es Sinn, das schon am Abend vorher zu machen, damit die Diskussionen nicht auch noch morgens geführt werden müssen. Natürlich ist es auch hilfreich, wenn der Partner seine Sachen schon raussucht oder zumindest im Kopf hat, so muss auch er morgens nicht mehr über die Klamottenfrage nachdenken und kann an einer anderen Stelle mit anpacken.

Auch die KiTa- oder Schultasche sollte schon abends gepackt werden, damit morgens keine Hektik ausbricht, wenn das Spielzeug für den Spielzeugtag noch nicht ausgesucht ist oder das Englischbuch unauffindbar ist.


Morgens

Um morgens Zeit und Geschirr zu sparen, gibt es bei uns unter der Woche ein schnelles Frühstück. Toastbrot oder einfach Müsli mit Milch oder Joghurt sind schnell gemacht und man braucht keine Vielzahl an Töpfen, Tellern, Tassen etc. Damit nachmittags nicht direkt das Chaos auf mich wartet, versuche ich das Geschirr GLEICH in die Spülmaschine zu räumen. Wieder eine Arbeit weniger am Nachmittag.


Tagsüber

Arbeitswege nutzen:
Oft kann ich Zeit sparen, wenn ich den Einkauf direkt auf dem Heimweg von der Arbeit erledige (bestenfalls BEVOR das Äffchen von der KiTa abgeholt werden muss). So muss ich nicht hinterher nochmal los. Manchmal mache ich es mir auch noch leichter und lasse den Wocheneinkauf nach Hause liefern. Das bieten inzwischen schon einige Supermarkt-Ketten an. Das Liefernlassen ist nicht übermäßig teuer, dafür, dass alles bis in die Wohnung gebracht wird. Und es spart wahnsinnig viel Zeit. Wenn ich zum Wocheneinkauf losgehen, brauche ich inklusive Einkaufszettel schreiben 1-2 Stunden. So brauche ich nur online alle benötigten Produkte bestellen (das dauert kaum länger als den Einkaufszettel zu schreiben) und fertig. Die Lieferzeit kann man so wählen, dass es passt. Sie liefern sogar zum Teil bis 22 Uhr aus, da müsste jeder ein passendes Zeitfenster für sich finden. Frische Einkäufe hole ich natürlich immer selbst.

Haushalt:
Das Äffchen ist momentan in einem Alter, in dem sie unheimlich gern mithilft und alles machen will, was ich auch tue. Staubsaugen, Wäsche waschen und Geschirrspüler ein- und ausräumen. Wie ich sie mit einbinde, habe ich in einem Gastbeitrag Haushalt mit Kind - geht das überhaupt? auf dem Blog linichri beschrieben.


Abends

Damit das Kinderzimmer nicht irgendwann total im Chaos versinkt, binde ich das Aufräumen ins gemeinsame abendliche Ritual mit dem Äffchen mit ein.

Was nun noch nicht geschafft ist, kann evtl. noch erledigt werden, wenn das Äffchen schläft, z.B. Bloggen ;)!


Aber irgendwann muss auch mal gut sein. Auch wir Mamas brauchen mal eine Pause. Also plant am Besten im Wochenplan auch direkt etwas Zeit für Euch mit ein. Für ein heißes Bad, einen Spaziergang oder ein paar Folgen Eurer Lieblingsserie. Denn wie sollen wir all das meistern, wenn wir nicht ab und zu unsere Kraftreserven auftanken und uns ausruhen können (Tu dir was Gutes).

So, Mädels, frohes Schaffen!


Wie händelt ihr den Arbeits-Familienalltag? Habt ihr auch noch ein paar hilfreiche Tipps auf Lager?   

Donnerstag, 8. Februar 2018

Das Ende einer Ära - Rückblick auf zwei Jahre Elternzeit

Wenn ich so darüber nachdenke, dass meine zwei Jahre Elternzeit heute enden, bin ich fassungslos. Ich kann einfach nicht verstehen, wo die Zeit geblieben ist? War es nicht erst gestern gewesen, als ich das winzigkleine Äffchen zum ersten Mal im Arm hielt? Als ich sie ansah und wusste, jetzt bin ich ihr gänzlich verfallen? Ist es nicht erst einen Wimpernschlag her, dass ich ihr versprach, immer für sie da zu sein, sie mit meinem Leben zu beschützen und nie mehr loszulassen? Ihr erstes Lächeln, die ersten Robb-Versuche, die ersten Schritte und Wörter. Ist es wirklich schon so lange her? Der erste Geburtstag, und auch der Zweite. Sind sie wirklich schon gewesen? Oder habe ich das nur geträumt?

Die Wahrheit ist: Auch wenn es mir so kurz vorkommt, die zwei Jahre sind um. Und ich möchte keine Sekunde davon missen. Auch wenn es nicht immer einfach war. Auch wenn mein Äffchen ein unheimlich forderndes Baby und Kind war und ist. Heute würde man sie wahrscheinlich als High-Need-Baby/-Kind bezeichnen. Davon hörte ich aber erst vor Kurzem zum ersten Mal. 

Aber nun mal von Vorne. Was ist während der Elternzeit alles passiert?

Natürlich ging es mit der Geburt unserer Tochter los. Welche zu früh und viel zu schnell von Statten ging. Plötzlich waren wir Eltern eines Frühchens und ich schlitterte unverhofft schnell in die neue Rolle als Mutter. Das Äffchen purzelte einfach in unser Leben und so rasant, wie die Blitzgeburt war, genauso turbulent ging es direkt weiter. Nach den ersten Strapazen, Unsicherheiten und Ängsten, die das Äffchen glücklicherweise noch überwiegend verschlief, beruhigte ich mich zwar langsam wieder. 

Aber dann ging es bei ihr los mit der Unruhe: 

Drei-Monats-Koliken (die mindestens 6 Monate andauerten) 

Abendliches Schreien

Viel, viel Tragen (ohne Tragetuch ging nix)

Schlafen auf und über uns, kein Ablegen möglich!

Körperkontakt, Nähe und wieder Körperkontakt 

Stillen, Stillen und Stillen (habe ich eigentlich in den ersten Monaten auch noch was anderes gemacht? Wegen der Stilldemenz kann ich mich nicht mehr erinnern...)


Es ging richtig rund. Ratlosigkeit und Unsicherheit waren am Anfang meine ständigen Begleiter.

Doch je mehr ich mich darauf einließ und die Situation annahm und begriff, dass ich nicht ständig etwas ändern muss, desto besser wurde es. Ich merkte, dass ich die (hohen) Bedürfnisse des Äffchens als Teil von ihr annehmen musste. Sie brauchte eben (mehr) Nähe, (mehr) Körperkontakt, (mehr) Brust. Ihre Antennen waren nunmal IMMER auf vollem Empfang, zu jeder Tages- und Nachtzeit (ist im Übrigen immer noch so). Ihr fiel und fällt es schwer abzuschalten und sich selbst zu regulieren. Sie braucht(e) eben Einschlafbegleitung abends und nachts auch wieder. Und sie braucht eben insgesamt wenig Schlaf. Natürlich war das ein Prozess und alles andere als einfach. Ich dachte immer, ich müsste sämtliche Situationen verändern, damit es IHR damit besser ginge. Dabei merkte ich erst spät, dass es ihr super ging und ich die Situationen ändern wollte, damit ICH mein Gewissen oder meine Sorgen hätte beruhigen können. Nach gut zwei Jahren bin ich aber nun so weit, das alles sehr gelassen zu sehen, besonders die Sache mit dem Schlaf. Wie ich damit umgehe und meine Tipps für mehr Gelassenheit, könnt ihr hier nachlesen.

Doch natürlich habe ich auch diese Zeit besonders genossen. Das viele Kuscheln, dieses duftende Baby! Ich war trotzdem von Anfang an glückselig!

Auch bei uns spielte sich nach und nach alles super ein und wir wurden ein tolles Team. Mein Mann war um Äffchens Geburt gesundheitlich bedingt mehrere Monate zu Hause. So hatten wir Glück im Unglück und auch die beiden hatten anfangs viel Zeit zum Kennenlernen und um eine feste Bindung zu knüpfen. 

Das Äffchen wurde immer neugieriger, wacher und fing an die Umwelt wahrzunehmen. Wir begannen, mehr zu unternehmen, überall war die Kleine dabei! 


Sie fing an den ersten Brei buchstäblich zu verschlingen, was sie allerdings nicht davon abhielt noch weiter mit Begeisterung zu stillen, bis sie 13 Monate alt war. Wir hatten eine wundervolle Stillbeziehung und ich hätte es ihr auch noch länger gegönnt, aber sie hat entschieden, wann Schluss ist. Was will man mehr?

Auch wenn ich vorhin von High-Need-Baby gesprochen habe, so hat sie sich doch auch sehr oft und lange selbst beschäftigt. Was war ich stolz, als das Äffchen dann anfing zu robben und kurze Zeit später auch schon zu sitzen, zu krabbeln und sich hochzuziehen. Dann war natürlich nichts mehr sicher. Sie hat schon von Anfang an einen enormen Entdeckerdrang. Und was gibt es Schöneres, als Regale auszuräumen und Chaos zu verursachen?



Liebe und Stolz sind auch zwei Gefühle, die seit der Geburt des Äffchens und somit im Verlauf der Elternzeit eine ganz neue Dimension erreicht haben. Ich kannte ja die Liebe zu meinem Mann und dachte, ich könnte nie jemanden genauso oder gar mehr lieben. Mehr Lieben ist sowieso falsch ausgedrückt. Die Mutterliebe ist einfach eine ganz ANDERE Liebe. Sie kommt von ganz innen, aus tiefstem Herzen und erwärmt jede einzelne Pore, jede einzelne Haarspitze und den kleinsten Zeh täglich mehrmals. Und jedes Mal überrollt und übermannt sie mich aufs Neue. Plötzlich war mir nichts anderes mehr wichtig, als meine kleine Familie. Es gilt sie zu behüten und zu bewahren, ihr Wohlbefinden ist das höchste Gut. Unglaublich, wie sich die Prioritäten ab der Geburt und während der Elternzeit verschoben haben. War vorher vielleicht wichtig, viel wegzugehen, rauszugehen, "etwas zu erleben", zu reisen etc., so ist jetzt Zeit mit der Familie das Kostbarste! Zusammensein, sich genießen, kuscheln, miteinander lachen, füreinander da sein. Das heißt natürlich nicht, dass wir uns jetzt zu Hause verbarrikadieren und es nicht auch mal genießen, etwas zu unternehmen. Aber eben dann auch mit dem Äffchen, denn sie gehört dazu. Und wenn es sich mal ohne Äffchen ergibt, dann genießen wir auch das mal in vollen Zügen. Um dann hinterher aber auch wieder ganz für sie und uns da zu sein. 

Und schwupp, feierten wir schon den ihren ersten Geburtstag. Dieser war für mich geprägt von Erinnerungen an die Geburt und die Zeit davor und danach. Wir hatten ja Einiges erlebt. Ich hatte mir den ersten Geburtstag total spektakulär vorgestellt, die ersten Geschenke usw. Wie das eben immer so ist, hat sich das Äffchen vorwiegend für das Geschenkpapier interessiert und die Geschenke erstmal weniger beachtet. In weiser Voraussicht haben wir ihr auch nur wenige kleine Geschenke gemacht, um Überforderung möglichst zu vermeiden. Weihnachten folgte auch zugleich und wir hatten ein schönes Fest im Kreise der Familie. Der Gedanke, dass es das erste Weihnachten war, an dem ein neues Familienmitglied mit dabei war, hat mich sehr berührt. Eine neue Generation ist dazu gekommen. So hatten wir vom Äffchen bis zu ihrem Uropa alle unter einem Weihnachtsbaum versammelt. Ihr erstes Lebensjahr klang dann mit einem gemütlichen Kurzurlaub im Harz aus. 

Doch auch das zweite Jahr verging wie im Fluge. Sie lernte dann bald zu laufen.
Und war seither nur noch auf Achse! So schnell konnte ich nicht schauen, war sie schon wieder von A nach B gesaust. Sie liebte es, sich endlich wie die Großen fortbewegen zu können und ließ keine Gelegenheit aus. Sie wurde noch mutiger und fing an überall reinzukrabbeln oder draufzuklettern (so entstand dann auch letztlich der Spitzname "Äffchen").


Die Suche nach einer KiTa ging los, denn damit kann man ja nicht früh genug anfangen. Auch hier hatten wir bald eine wunderbar kleine, sehr familiäre und herzliche KiTa gefunden.

Unsere Ausflüge weiteten sich aus, so waren wir beispielsweise im Tropenaquarium und im Miniaturwunderland.



Auch unser erster Familien- Urlaub am Gardasee war wunderschön und erholsam. 

Ganz besonders viel Spaß hat es dann gemacht, mit dem Äffchen draußen die Welt zu erkunden, als sie laufen konnte und nicht mehr nur ausschließlich im Kinderwagen saß. Und das in den unterschiedlichen Jahreszeiten. Alles nochmal durch Kinderaugen zu sehen. Im Frühling an Frühlingsblumen schnuppern und die ersten Sonnenstrahlen zu spüren. Im Sommer die ersten Sandkuchen backen, den Hund (aus sicherer Entfernung) beobachten und verschiedene Spielplätze unsicher machen. Und im Herbst durch tiefe Pfützen springen, richtig nass werden und Kastanien sammeln und damit basteln. Das und vieles mehr gemeinsam zu erleben ließ und lässt auch mich nochmal Kind sein. Kleinigkeiten, die wir Erwachsenen ausblenden und nicht mehr wahrnehmen, werden hochinteressant. Das Eichhörnchen im Baum, das Schneckenhaus auf dem Weg, die unterschiedlich geformten Blätter, die vom Baum fallen. Jeder Stein und Stock ist ein Schatz, der nicht mehr hergegeben werden darf. Jeder Bus, der vorbeifährt ist ein Highlight und jedes "Tatütata" sowieso. Natürlich konnte ich das auch in meinem Beruf mehr ausleben, als andere, aber mit dem eigenen Kind ist es natürlich doch nochmal was anderes. 
Ich liebte es auch so in den Tag hinein zu leben. Wenig Termine haben, aufstehen, wenn das Äffchen ausgeschlafen hat, frühstücken wann es und was uns gepasst hat. Rauszugehen, das Wetter auszunützen. Sich treiben lassen und ganz das Kind bestimmen lassen können, tat gut und hat auch mich sehr entspannt sein lassen. Wir hatten selten Eile, ich musste das Äffchen (so gut wie) nie antreiben, wir hatten so wahnsinnig viel Zeit für alles. Wir konnten eben auch eine Stunde vom Spielplatz nach Hause brauchen und jedes Gänseblümchen bewundern, jedem Hund nachsehen und durch jede Pfütze hundertmal hindurchplatschen. Nichts drängte uns. Wenn das Äffchen sich unwohl fühlte, machten wir einen gemütlichen Tag zu Hause, kuschelten uns ein und verbummelten den Tag und auch die Nacht. Wenn die Nacht anstrengend war, konnten wir es am Tag langsam angehen, erstmal in Gang kommen, vielleicht erst nachmittags einkaufen, statt vormittags wie geplant. Wir bestimmten das Leben komplett selbst. Oder besser gesagt das Äffchen bestimmte unser Leben. Aber nichts sonst. Abends konnte das Äffchen länger aufbleiben, bis der Papa von der Arbeit kam und noch ein Stündchen mit ihm spielen. Egal wann der Mittagsschlaf stattfand, wir konnten alle anderen Aktivitäten drumherum basteln. Das war wirklich schön!

Ihr seht, ich habe die Elternzeit wirklich in vollen Zügen genossen und versucht, jede Minute, jede Sekunde voll auszukosten.

Doch ich merkte auch ab Herbst, dass das Äffchen immer mehr Lust und Drang verspürte unter Leute zu kommen, mit anderen Kindern zu spielen. Natürlich haben auch wir uns regelmäßig mit Freunden und deren Kindern getroffen. Aber das ist ja nicht das Gleiche, wie täglich in der KiTa miteinander zu spielen. Deshalb war es dann im Nachhinein betrachtet super, dass das Äffchen ab November ein KiTa-Kind wurde. Die KiTa-Eingewöhnung  verlief super und auf einmal hatte ich viel Zeit... für mich. Das kannte ich so auch nicht mehr und ich lernte die Stunden am Vormittag lieben und schätzen, in denen das Äffchen in der KiTa war. Auch wenn das selbstbestimmte Leben nun ein stückweit endete, denn in der KiTa muss man natürlich zu einer bestimmten Zeit sein, wenn die Nacht fies war, musste (oder wollte) man trotzdem morgens rechtzeitig aufstehen usw. Aber trotzdem habe ich so auch wieder ein Stück Freiheit gewonnen. Dem Bloggen nachgehen, mal Shoppen gehen, ganz alleine Putzen usw. Auch das tat gut. Natürlich konnte ich das nur so entspannt tun, weil ich wusste, dass das Äffchen unheimlich gerne in die KiTa geht und es für sie kein Problem ist, dort zu sein. 

Tja, und schon war ihr zweiter Geburtstag und wieder Weihnachten. Wir haben ordentlich gefeiert, den ersten Kinder-Äffchen-Geburtstag veranstaltet und Weihnachten zum ersten Mal mehr zelebriert, das Christkind kam und die Geschenke lagen wie von Zauberhand unter dem Baum. Ich freue mich auf nächstes Jahr, wenn das Äffchen das noch besser verstehen kann.

Und nun sitze ich hier, denke an die wundervolle Zeit zurück mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Weinend, weil es vorbei ist und lachend, weil eine neue Ära beginnt - das Leben als berufstätige Fulltime-Mami... 




 

Mittwoch, 7. Februar 2018

Entrümpelung liegt auf Eis und ich liege flach

Letzten Donnerstag habe ich euch voller Tatendrang und hochmotiviert meine Entrümpelungs-Challenge angekündigt und vorgestellt. 

Und eigentlich wollte ich euch morgen ganz stolz in einem toll hergerichteten und mit Fotos gespickten Blogpost meine Entrümpelungs-Erfolge präsentieren und mich ein wenig selbst für meine Disziplin und meinen Tatendrang beweihräuchern... 

Leider wird daraus nichts, denn jetzt, wo Kind und Mann wieder quicklebendig und kerngesund sind, hat es doch auch mich noch erwischt. Zwar zum Glück (bisher noch) nicht mit Lungen- oder Stirnhöhlenentzündung. Aber mit einer richtig dicken Erkältung. So einen Schnupfen hatte ich schon lange nicht mehr - Hatschi! Ich weiß nicht, was mich mehr nervt. Dass ich ständig niesen muss (bei mir bleibt es ja nicht bei einem Mal, unter 4-5 Mal Niesen geht da nix) oder dass die Nase inzwischen dermaßen wund ist vom vielen Schnäuzen, dass ich sie mit Wollfett eingeschmiert habe, das eigentlich für wunde Brustwarzen beim Stillen gedacht ist... Naja, Hauptsache es hilft.

Jedenfalls bekam ich beim Entrümpeln genau eine Mülltüte voll. Ich habe nun doch in der Abstellkammer angefangen, statt im Gäste-/Arbeits-/Gerümpelzimmer, wie ursprünglich geplant. Es sieht trotzdem noch fast aus wie vorher, daher wäre ein Vorher-Nachher-Vergleich vermutlich eher ein Suchbild für euch, als ein aussagekräftiges Beweisfoto für meinen Fleiß. 

Der Angeber- und Selbstlob-Blogpost zum Thema Entrümpelung muss also noch ein bisschen warten. Ich habe mich lieber geschont, damit ich am Freitag (halbwegs) gesund in die Arbeitswelt zurückkehren kann. Ja, ich kann es auch nicht glauben und will es noch nicht wirklich wahr haben, dass meine zwei Jahre Elternzeit schon rum sind. Meine Gedanken dazu und mein Rückblick auf diese wundervollen zwei Jahre gehen dann morgen aus gegebenem Anlass statt des Entrümpelungs-Posts online. Da gibt es dann auch wieder viele Fotos zu bestaunen (im Gegensatz zu heute). Vorsicht Spoiler-Alarm: Ich wurde etwas rührselig... Aber lest morgen gerne selbst rein :).

Ich hoffe, euch dann am darauffolgenden Donnerstag, also, den 15.02. mehr Erfolge zeigen kann und dann evtl. auch den Grund für meine Challenge verraten kann. Es bleibt also weiterhin geheimnisvoll!

Montag, 5. Februar 2018

4 ultimative Tricks zum Runterfahren vor dem Einschlafen

Momentan habe ich oft folgendes Problem: Abends, wenn ich (endlich) wunderbar bis zur Nasenspitze eingekuschelt im Bett liege und auf schöne Träume warte... könnte ich Bäume ausreißen. Ich kann dann nicht richtig abschalten, obwohl ich kurz vorher noch hundemüde war und dachte, ich würde im Bett sofort einschlafen können. Dann fällt mir plötzlich ein, dass ich nicht vergessen darf, auf den Einkaufszettel unbedingt noch Eier mit draufzuschreiben. Gehe im Kopf den Ablauf des nächsten Tages mit Terminen und Absprachen durch. Überlege fieberhaft, wo ich den Autoschlüssel hingelegt habe. Und summe nebenbei gedanklich den Ohrwurm von Kalli aus dem Sandmännchen. Da ist Party in meinem Kopf! Ich denke, ich bin nicht die einzige Mama, der es so geht. Wir haben so viel zu managen und zu regeln und müssen meist noch für den Rest der Familie mitdenken.

Doch was können wir tun, um abends entspannt und ohne Kopfparty einzuschlafen? Hier kommen meine 4 ultimativen Tricks:


1. Gedanken-Tagebuch

 

Es ist hilfreich, alle wichtigen Gedanken schon gedacht zu haben, BEVOR du ins Bett gehst. Damit das mit den fehlenden Eiern und dem verlegten Autoschlüssel nicht passiert. Drum empfehle ich, vor dem Schlafengehen 5-10 Minuten (am Besten du stellst dir einen Wecker) alles aufzuschreiben, was dir gerade noch so durch den Kopf geht. Das kann eine komische Bemerkung vom Nachbarn sein, die dich noch umtreibt. Oder eine Strategie für das morgige Bankgespräch. Oder ganz banal, was du morgen anziehen sollst. Schreibe was dir einfällt. Wenn der Wecker klingelt, lege den Stift beiseite und lese dir das Geschriebene NICHT nochmal durch! Hake es ab und gehe schlafen.


2.  Lesen oder Hörspiel-hören (ggf. mit Kopfhörer) 


Ja, Ablenkung von der Kopfparty kann auch eine Strategie sein. Suche dir also ein schönes Buch oder Hörspiel aus. Wichtig: Es sollte nicht zu spannend sein und keine allzu schwere Kost. Ein Thriller kann nämlich den gegenteiligen Effekt haben und dich wieder eher aufwühlen. Also etwas angenehm Leichtes, nicht zu Komplexes. Das bringt dich weg vom Gedankenkarussell, lullt dich ein und macht im besten Falle sogar gleich auch ein bisschen schläfrig. Wenn du merkst, die Augen werden schwer und fallen zu, dann lege das Buch weg und schließe sie. Keine weiteren Aktionen mehr! Beim Hörbuch kannst du es auch einfach weiterlaufen lassen. Falls du darüber einschläfst, endet irgendwann das Kapitel oder es geht von selbst aus. Vielleicht kannst du sogar einen Timer einstellen.


3. Netflix (oder anderes Streamen)


Ja, auch wenn Studien beweisen, dass blaues Licht vor dem Zu-Bett-gehen nicht förderlich für das Einschlafen ist, können 1-2 Folgen der Lieblingsserie doch helfen zu entspannen. Denn was uns gefällt, beruhigt uns ja auch und holt uns runter. Also, ab vor die Glotze! Aber auch hier gilt: Je spannender oder gruseliger die Serie, desto weniger hilfreich ist sie für deine Entspannung. Daher am Besten etwas Lustiges oder Schnulziges (ja, auch das darf manchmal sein). Einziger Nachteil: Man muss (sofern man seine Flimmerkiste nicht im Schlafzimmer stehen hat) nach dem Fernsehen nochmal aufstehen und ins Schlafzimmer umziehen. Deshalb empfehle ich, um die erlangte Entspannung aufrecht zu erhalten, vorher schon in den Schlafanzug zu schlüpfen und ggf. sogar schon Zähne zu putzen (außer vor dem Fernseher wird noch genascht oder geknabbert). Dann einfach Fernseher ausschalten, ins Bett legen und Augen zumachen. So hast du hinterher kaum Gelegenheit, nochmal ins Grübeln zu geraten.

 
4. Entspannungsbad


Meine absolute Geheimwaffe ist, ein Entspannungsbad vor dem Schlafengehen zu nehmen. Hierfür gibt es sogar entspannende und beruhigende Badeöle und -zusätze, die das noch unterstützen. Je heißer das Wasser, desto besser (finde ich!). Etwas Entspannungsmusik, Augen zu und genießen! Wer keine Badewanne hat, kann es auch mit einer langen heißen Dusche probieren. Anschließend ist der Kreislauf runtergefahren, die Muskeln sind entspannt. Dann schlüpfe einfach schnelll in den Schlafanzug, rein ins kuschelige Bett und Gute Nacht.


Na? War eine gute hilfreiche für dich dabei? Oder hast du vielleicht selbst noch Tipps für meine Leser und mich? Dann lass sie uns wissen!

Sonntag, 4. Februar 2018

Herz- und Schmerz-Momente KW5

Wie ihr seht und vielleicht genauso erstaunt darüber seid wie ich, es ist schon wieder Februar und die 5. Woche des Jahres neigt sich dem Ende. Für uns war die Woche sehr ruhig, wir haben wenig tun können, waren noch ans Haus gebunden. Trotzdem haben wir auch schöne Momente erlebt. Ihr könnt alles in Ruhe hier in den aktuellen Herz- und Schmerz-Momenten nachlesen:




Diesmal beginne ich zum besseren Verständnis mit den Schmerz-Momenten.

😩 Mein Schmerz-Moment

Bei den letzten Herz- und Schmerz-Momenten berichtete ich ja schon davon, dass das Äffchen krank war und dachte am Sonntag, es würde langsam bergauf gehen. Tja, leider weit gefehlt. Äffchens Fieber sank einfach nicht. Tagsüber war es erträglich, zwischen 38 und 39 °C, aber abends stieg es immer auf über 39 manchmal bis 40°C an. Leider wurden wir am Dienstag beim Kinderarzt nicht angenommen, weil dienstags nur Sprechstunde für U-Untersuchungen und Herzpatienten ist (unser Kinderarzt ist gleichzeitig Kinder-Kardiologe)... Ich hatte also die Wahl, abends zum ärztlichen Bereitschaftsdienst zu gehen oder bis Mittwoch Morgen zu warten. Eigentlich war ich fest entschlossen dienstagabends zu gehen. Aber da war das Äffchen dann schon wieder so schlapp, dass ich ihr das nicht antun wollte. Also haben wir uns am Mittwoch ganz bald zu dritt zum Kinderarzt aufgemacht. Warum mein Mann nicht in der Arbeit war? Dazu komme ich gleich noch... Um bei unserem Kinderarzt sicher dranzukommen, muss man sich um 7:45 Uhr in die Schlange vor der Tür stellen, welche sich um 8 Uhr öffnet. Je weiter hinten in der Schlange man ist, desto größer die Gefahr, dass man wegen Überfüllung wieder weggeschickt wird (!!!). Also habe ich mich (bei strömendem Regen) in die Schlange gestellt. Vier kranke Kinder vor mir. Mein Mann blieb mit dem Äffchen im Auto, bis die Praxis öffnete. Anschließend wartete ich mit ihr im Wartezimmer, bis wir dran waren und mein Mann im Auto. Als wir aufgerufen wurden, kam mein Mann mit ins Behandlungszimmer. Es stellte sich heraus, dass das Äffchen eine schwere Bronchitis in Richtung Lungenentzündung entwickelt hatte und Antibiotika nehmen müsse. Das Kind so leiden zu sehen und sich hilflos zu fühlen ist eindeutig unter Schmerz-Moment zu verbuchen. Aber als wäre das nicht genug, hat es meinen Mann diese Woche auch komplett erwischt und er lag total flach. Daher war er nicht in der Arbeit und konnte uns zum Kinderarzt begleiten. Zum Glück wirkte das Antibiotika beim Äffchen schnell. Schon am nächsten Tag war sie fieberfrei. Seither geht es stetig aufwärts, nur der Husten wird uns noch eine Weile begleiten. So kann das Äffchen morgen wieder in die KiTa und mein Mann in die Arbeit gehen. Und ich genieße die letzten Tage Ruhe bevor es am Freitag mit der Arbeit wieder losgeht.


💓 Meine Herz-Momente #1:

Mein absoluter Herz-Moment war am Donnerstag, als das Äffchen nach über einer Woche hohen Fiebers endlich wieder fieberfrei war. Endlich zu sehen, dass es dem Kind besser geht und wie sich ihre Laune und ihr Gesundheitszustand stetig verbessern, tut einfach gut und ist ein richtig toller Herz-Moment. Gerade, weil es sie diesmal wirklich richtig fies erwischt hatte.


💓 Meine Herz-Momente #2:

Der zweite Herz-Moment zog sich eigentlich durch die ganze Woche, fand seinen Höhepunkt aber am Freitag. Diese Woche war ja auch mein Männe zu Hause, auch wegen Krankheit. Das Äffchen war immer sehr an seinem Wohl interessiert und traurig, weil der Papa nachts im Wohnzimmer schlief (um uns nicht zu stören mit der Husterei oder andersrum). Als es ihr wieder besser ging, aber dem Papa noch nicht, fing sie an, ihn zu bemuttern. Wenn er im Bett lag, spielte sie im Schlafzimmer in seiner Nähe. Sie drückte und umarmte ihn öfters, so wie wir es eben mit ihr machen. Und am Freitag machten die beiden gemeinsam Mittagsschlaf. Als das Äffchen aufwachte und sah, dass der Papa noch nicht aufstehen wollte und noch im Halbschlaf war, schlich sie sich raus und schloss die Tür hinter sich, damit der Papa weiter schlafen konnte. Zu sehen, wie fürsorglich sie sein kann (immerhin ist sie erst 2 Jahre alt) war so ein wahnsinnig schöner Herz-Moment für meinen Mann und mich.

 

Wie sah eure Woche aus?

Samstag, 3. Februar 2018

3 einfache DIY-Faschingskostüme für Kleinkinder

Bald steht er wieder an, der Fasching, Karneval oder die Fasnacht. Auch wenn ich alles andere als eine Spaßbremse bin, ist die fünfte Jahreszeit überhaupt nicht mein Fall... Ich finde einfach, dass man das ganze Jahr über viel Spaß haben kann und das vor Allem ohne Verkleidung!

Nun komme ich aber zum Einen als Erzieherin (ab Freitag, also pünktlich zum Fasching, geht das Berufsleben für mich ja wieder los) und zum Anderen als Mutter nicht um diverse Faschingsfeiern, Kostüme, Konfetti und Partymusik herum. 

Weil ich eh kein Fan davon bin, habe ich bisher immer kaum bis gar kein Geld für meine Kostüme ausgegeben. Sondern immer geschaut, was ich aus meinem Kleiderschrank zaubern kann. So war ich im einen Jahr eine Katze, hatte eine schwarze Leggings, ein schwarzes Oberteil und einen schwarzen Haarreif mit selbstgebastelten Katzenohren an. Ansonsten habe ich mir ein schwarzes Näschen und ein paar Schnurrhaare mit Kajal gemalt, that's it! Im anderen Jahr ging ich als Geisha und sammelte hierfür sämtliche Urlaubssouvenirs unserer Asien-Reise zusammen. Ein Seidentuch mit Geisha drauf, einen kunstvollen Fächer und ein passendes Kleid aus dem Kleiderschrank. Und einmal ging ich zur Faschings-Mottofeier "Zauberwald" schlicht und ergreifend als Baum. Dazu trug ich eine braune Hose, grünes Oberteil und ins (damals noch lange) Haar drapierte ich ein lustiges Deko-Vogelnest. Fertig.

Nun brauche ich dieses Jahr aber nicht nur ein Kostüm für mich (bin diesmal noch ratlos und ohne Idee), sondern auch für das Äffchen. Sie darf auch am Rosenmontag verkleidet in die KiTa kommen. Natürlich möchte ich auch für ihr Kostüm nicht unnötig die Geldbörse zücken. Noch ist sie nicht vom Elsa-Eisprinzessinnen-Wahn angesteckt und ich nutze das noch aus, solange es geht! 

Im Folgenden zeige ich euch daher drei einfache DIY-Kleinkinderkostüme, die mit einfachen Mitteln und wenigen Handgriffen fertig sind:

1. Das Bärchen 

Hierfür nehme ich ganz einfach einen Nicki-Schlafanzug von H&M (hab ich vor wenigen Wochen erst gekauft, vielleicht habt ihr noch Glück). Der Vorteil ist, selbst wenn ihr ihn "extra" für Fasching kauft, könnt ihr ihn später noch als Schlafanzug verwenden. Da er ziemlich warm ist und damit das Kind nicht schwitzt, empfehle ich, darunter nur einen Kurzarmbody anzuziehen. Das Kostüm ist absolut unisex und gleichermaßen geeignet für Mädchen und Jungs. Mehr braucht man fast nicht für das Bärchen-Kostüm, aber ihr könnt eurem Kind evtl. mit Faschings-Gesichtsfarbe (oder Kajal) noch eine Bärchen-Nase aufmalen. Ich werde dem Äffchen dazu noch die Haare so frisieren, dass sie aussehen wie zwei Bären-Öhrchen. Das muss aber nicht sein, da die Ohren ja auch schon am Schlafanzug dran sind. Die Frisur sieht dann so aus:


Der Minion:

Auch für den Minion musste ich nichts kaufen und konnte alles aus dem Kleiderschrank nehmen. Hierfür habe ich einen "Minion"-Badeponcho genommen. Darunter einen weißen oder (wenn möglich sogar gelben) Body und eine Jeans oder Jeans-Leggings. Damit der Poncho etwas fixiert wird, könnte man noch eine Art Kordel als Gürtel umbinden. Ganz kreative Bastler könnten dann noch eine typische Minion-Brille basteln, z.B. mit einem breiten schwarzen Gummiband und Klorollen-Teilen... Da könnt ihr euch austoben. Auch dieses Kostüm ist sowohl etwas für Jungs, als auch für Mädels.





Die Prinzessin:

Um die Prinzessin kommen (viele) Mädchenmamas (und evtl. auch ein paar Jungsmamis) kaum herum. Doch auch hier muss nicht unbedingt ein pompöses Kostüm her. Viele Mädels haben sowieso mindestens ein schickes Kleidchen im Schrank. Evtl. mit Tüll oder etwas Glitzer. Ich habe hier ein lilafarbenes Kleid mit Tüllröckchen aus dem Kleiderschrank genommen, einen farblich passenden Body und eine passende Strumpfhose oder Leggings drunter (unsere Strumpfhose ist spurlos verschwunden, wahrscheinlich in der KiTa bei unseren Wechselsachen gelandet) und die Krone ist von Hipp zum zweiten Geburtstag. Natürlich kann hierfür auch eine Krone gekauft oder anderweitig gebastelt werden. Wenn man mag, kann man das Kind dann im Gesicht noch mit etwas Glitzer schminken. Und fertig ist das Prinzessinnen-Kostüm!

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen DIY-Ideen inspirieren und eure Kinder bekommen ein tolles Kostüm.


Als was gehen eure Kinder dieses Jahr zum Fasching?



 

Donnerstag, 1. Februar 2018

Entrümpeln leicht gemacht?

Geht es euch auch so wie mir? Manchmal packt mich der Rappel und ich mchte mal wieder richtig großzügig entrümpeln. Wie im Lied Leichtes Gepäck von Silbermond stapeln sich auch bei uns so viele Sachen, die man inrgendwann mal "unbedingt" haben musste und seither unbenutzt in der Ecke versauern. Ein "Kabinett der Sinnlosigkeiten". Im Kleiderschrank türmen sich zwischen wenigen Lieblingsteilen auch Fehlkäufe oder mehr als ausgediente Kleidungsstücke. Und viel zu selten mistet man all das aus, obwohl man "99 Prozent nicht braucht".


Fakt ist: Wir leben in einer 4-Zimmer-Wohnung. Man könnte meinen: Toll, sooo viel Platz. Aber wer viel Platz hat, der braucht auch viel Platz (so meine Wahrnehmung). Das vierte Zimmer war eigentich immer als Arbeits-/Gästezimmer geplant. Eine romantische Vorstellung. Klar, es stehen auch zwei Schreibtische, zwei Schreibtischstühle und eine Schlafcouch darin. Aber das ist leider längst nicht alles. Dazu gesellen sich noch ein Wäschetrockner, ein Kleiderständer (der unter seinem Gewicht droht, bald zusammenzukrachen), ein Staubsauger, ein Ehebett in Einzelteilen, ein halb aufgebauter Badschrank, ein Bobbycar, Sandspielsachen und vier riesige Regale gefüllt mit Büchern, Spielen und einer Million anderer Dinge. Das Zimmer ist also mehr Gerümpelkammer als irgendwas Anderes.


Manchmal braucht man dann mal einen Anreiz oder einen Anlass, um endlich mal loszulegen. Welcher das diesmal bei uns ist, das erfahrt ihr höchstwahrscheinlich in einem späteren Post, jetzt verrate ich den Grund jedenfalls noch nicht...

Doch wo fängt man an? Wie geht man vor? Mit System oder wild drauf los? Mit System ist im Privaten eigentlich nicht gerade meine Stärke (wohingegen ich im Job interessanterweise höchst strukturiert bin). Ich mache oft einfach drauf los, bin eben eher der "Macher", wie mein Mann so schön sagt. Aber hier empfiehlt es sich wohl doch, einen Plan zu haben.

Deshalb habe ich mir folgendes Ziel gesteckt: Jede Woche arbeite ich mich durch einen Teil des Arbeits-/Gäste-/Gerümpelzimmers. Eine Woche ist z.B. der eine Schreibtisch dran, die andere Woche der andere Schreibtisch, dann nacheinander die Regale etc. Damit ich auch dranbleibe und ein bisschen Druck habe (das brauche ich manchmal), werde ich euch jede Woche donnerstags dann von meinem Entrümpelungserfolg (oder -misserfolg) berichten. Wie es lief, was ich alles ausgemistet habe und ob es auf dem Müll, Spermüll oder in den Ebaykleinanzeigen gelandet ist.  

Ich hoffe ihr habt Lust, mich bei meiner selbstauferlegten Challenge zu begleiten und evtl. hat ja dann der ein oder andere von euch Lust, sich der Challenge anzuschließen. Dann berichtet mir gerne darüber in den Kommentaren.