Montag, 26. Februar 2018

Fundstücke des Monats Februar 2018

Der Februar neigt sich schon wieder dem Ende zu und ich möchte euch auch in diesem Monat wieder tolle Fundstücke des Monats Februar 2018 präsentieren. Leider bin ich aufgrund von Dauerkrankheit (siehe Herz- und Schmerz-Momente KW8) in der Family (wir haben uns immer wieder abgewechselt und nun bin ich wieder an der Reihe) weniger zum Schmökern auf anderen Blogs gekommen. Normalerweise nehme ich mir dafür viel Zeit, weil ich immer wieder gespannt und neugierig bin, was sich die lieben Blogger-Kolleginnen wieder haben einfallen lassen. Ich lasse es mir trotzdem nicht nehmen, euch wenigstens zwei wunderbare Beiträge vorzustellen. Ich hoffe, dass es nächsten Monat wieder ein paar mehr sein werden.




Fundstück #1

Auf das erste Fundstück bin ich auf Lenas Blog miniundmami gestoßen. Sie hat mir mit ihrem Beitrag Kinder machen glücklich - und wunderschön direkt ins Herz getroffen. Wie oft kommt es vor, dass wir Mamas zu kritisch mit uns und unserem Körper sind? Der Babybauch will nicht gleich verschwinden? Die Augenringe verraten, dass die Nacht wenig schlafintensiv war? Die Zeit zum Duschen war zu knapp und es reichte nur für Katzenwäsche? Und die Kleidung ist voller Breiflecken und alles andere als ladylike? Aber ist wirklich ein makelloses Aussehen das, was uns glücklich und schön macht? Oder ist es nicht auch einfach manchmal das Lächeln auf unseren Lippen, weil unser Kind uns von Herzen umarmt hat? Oder der zufriedene Blick, weil wir auch gerne Mama sind? Ich zum Beispiel bin die Mama, die lange Zeit auf Schmuck verzichtete, weil das Äffchen an den Ketten zerrte und meine heißgeliebten langen Ohrringe einfach unpraktisch waren. Und die Mama, die auch momentan Augenringe bis zum Kinn hat, weil das Äffchen die letzten Zähne bekommt und wir alle drei gerade irgendwie dauerkrank sind. Und die Mama, die sich nun aus gegebenem Anlass eher praktisch kleidet und manchmal nicht mehr so chic fühlt. Aber ich bin AUCH die Mama, die dahinschmilzt, wenn das Äffchen staunend die Welt entdeckt. Und die Mama, deren Herz einen Sprung macht, wenn meine Tochter mich fröhlich umarmt und völlig zufrieden "Meine Mama" seufzt. Und eben die Mama, die sich trotz schlafloser Nächte und Pullis mit Ketchupflecken nichts Schöneres vorstellen könnte, als Mama zu sein. Lenas Beitrag hat mich unheimlich ergriffen und motiviert und zeigt auf wunderbare Art und Weise, dass wahre Schönheit von Zufriedenheit kommt und eben nicht von perfekt sitzendem Haar oder topgestylten Fingernägeln. Damit ganz viele Mamas ihn lesen und sich genauso angesprochen fühlen, wie ich es getan habe, teile ich diesen Text heute mit euch. Also schaut mal rein, es lohnt sich für alle Mamas, denen ein wenig Seelenbalsam gut tut! Ihr seid wunderschön, vergesst das nicht! 

Fundstück #2

Der zweite Beitrag kommt von Susann und ihrem Blog kleinermilchbart und ist für alle, die sich auch nach dem Fundstück Nummer 1 noch kritsch beäugen. Denn auch wenn man so wundervoll gesagt bekommt, dass man wunderschön ist, wie in Lenas Beitrag, möchte man doch ab und zu etwas für das Äußere tun und das ist ja auch gut so. Auch das kann Seelenbalsam sein. In Susanns Beautytipp des Monats - Kaffeepeeling stellt sie uns ein einfaches Rezept zur Herstellung eines effektiven und leicht nachzumachenden Kaffeepeelings vor. Gerade für mich, die mit Kaffee als Heißgetränk seit der Schwangerschaft nichts mehr anfangen kann (weil ich seither Herzrasen bekomme und gefühlt noch Tage und Nächte später Bäume ausreißen will) ist es schön, dass Kaffee auch noch anders hilfreich genutzt werden kann. Glücklicherweise ist immerhin mein Mann begeisterter Kaffeetrinker, sodass eigentlich immer welcher im Haus ist. Auch die anderen Zutaten sind wohl in den meisten Haushalten zu finden. Regelmäßig angewendet, lässt das Peeling Cellulite oder, wie Susann es nennt, Mamahaut deutlich besser werden. Schaut also unbedingt mal rein! Ich habe es aufgrund der ewigen familieninternen Krankheitswelle zwar noch nicht geschafft, es selbst auszuprobieren. Aber sobald mal wieder etwas Land in Sicht ist, möchte ich das schleunigst mal nachholen. Bis dahin begnüge ich mich mit Fundstück Nummer 1 ;)!


Das war es auch schon. Ich hoffe es war etwas für euch dabei, das euch in irgendeiner Form bewegt, genutzt oder gefallen hat. Für März erhoffe ich mir viel Zeit, um auf anderen Blogs zu lesen und tolle Fundstücke zu finden. Bis dahin wünsche ich euch selbst viel Spaß beim Lesen!


Habt ihr auch einen tollen Artikel entdeckt? Dann lasst es mich und alle anderen Mamas wissen!

  

Sonntag, 25. Februar 2018

Herz- und Schmerz-Momente KW8

Wieder ist eine Woche ins Land gegangen. Eine arbeitsreiche, intensive, anstrengende, aber auch schöne und bunte Woche haben wir erlebt. Wieso und warum, das könnt ihr jetzt hier in den aktuellen Herz- und Schmerz-Momenten nachlesen:




💓 Meine Herz-Momente #1, #2 und #3:

Drei tolle Herz-Momente in einem haben sich am Freitag Nachmittag ereignet. Ehrlich gesagt war ich ziemlich geschafft von der Arbeitswoche. Ich wollte nur noch das Äffchen aus der KiTa abholen und dann nichts mehr sehen oder hören. Doch der Haushalt macht sich bekanntlich nicht von alleine und außerdem hatte ich mit einer lieben Freundin aus Süddeutschland ausgemacht, dass wir nachmittags endlich mal wieder telefonieren wollten. Da sie sich melden wollte, nutzte ich die Zeit vorher um etwas aufzuräumen und siehe da: Endlich habe ich meine Entrümpelungs-Challenge richtig angefangen und die Garderobe komplett aufgeräumt, gesäubert und Nutzloses gnadenlos ausgemistet. Das tat gut! 3 Paar Schuhe, mehrere ausgediente Mützen und Schals und der halbe Inhalt der Wickeltasche wurden schonungslos entsorgt. Außerdem habe ich ein paar Jacken in die Wäsche geworfen, damit nicht sämtliche Jacken sommers wie winters dort an den völlig überfüllten Haken hängen. Und zu guter Letzt habe ich die Mützen und Schals, die fast täglich in Gebrauch sind, ordentlich oben auf die Ablage gelegt. Ich bin stolz und verbuche dies absolut als Herz-Moment. 
Doch kaum war ich fertig, gesellten sich die Herz-Momente #2 und #3 dazu. Meine Freundin rief an und wir telefonierten ca. 1 Stunde und sprachen endlich mal wieder über Gott und die Welt. Das war so schön! Seit wir beide Mütter sind müssen wir unsere Telefonanrufe gut timen und seit wir beide wieder arbeiten ist es noch schwieriger geworden. Trotzdem klappt es immer wieder und es ist mir auch wichtig, da wir uns wegen der großen Entfernung nicht oft sehen können. Danke für das schöne Gespräch! Und die Krönung der Sache war: Das Äffchen hat während des ganzen Telefonats völlig alleine und selbständig in ihrem Zimmer gespielt, total vertieft mit ihren Babies und Puppen und es fühlte sich fast an, wie eine kleine Auszeit. Als würde ich nicht mit meiner Freundin telefonieren, sondern mit ihr zusammen (ganz alleine) im Cafe sitzen und mal wieder ganz entspannt quatschen. So ein schöner Nachmittag und entspannter Abschluss einer anstrengenden Woche.


💓 Meine Herz-Momente #4:

Am Samstag ging es ebenfalls entspannt weiter. Nachdem ich mittags völlig berauscht und mit zwei vollen Taschen vom Kinder-Secondhand-Flohmarkt zurückkam und wir alle drei ein gemeinsames Mittagsschläfchen gemacht hatten, brachen wir auf zu einem gemeinsamen Spaziergang und anschließendem Cafe-Besuch. Das hört sich vielleicht erstmal banal an, aber für uns ist das schon ein Highlight der letzten Wochen gewesen. Denn weil ständig einer von uns krank war, konnten wir die Wochenenden seit 4 Wochen kaum mehr gemeinsam für uns nutzen. Mindestens einer lag immer flach und konnte nicht mit rausgehen. So musste mein Mann zum Beispiel letztes Wochenende auf den Ausflug ins Tropenaquarium verzichten. Ich berichtete darüber in den letzten Herz- und Schmerz-Momenten. Also haben wir es gestern um so mehr genossen, endlich wieder ein bisschen Qualitiy-Time zusammen zu haben. Einfach mal gemeinsam Kuchen essen und quatschen - so schön! Und das Äffchen war so mit ihrem Stückchen Schokokuchen beschäftigt, dass wir wirklich eine ganze Weile in Ruhe dort sitzen konnten. Super Familien-Herz-Moment!


😩 Mein Schmerz-Moment
 
Leider verfolgt uns nach wie vor die Krankheitswelle. Kaum ist der Eine wieder halbwegs fit, fängt der Nächste wieder von vorne an. Mein Mann ist seit Mittwoch wieder fit, aber seit Freitag hustet das Äffchen wieder und auch ich huste seit gestern wieder rum, kämpfe mit Kopf- und Halsschmerzen. Hört das denn gar nicht mehr auf? Ich mache jetzt echt drei Kreuze, wenn endlich der Frühling kommt und die Grippe- und Erkältungszeit ein Ende hat. Hoffentlich erwischt es uns nicht mehr so doll, wie in den letzten Wochen. Mit ein bisschen Husten könnte ich ja noch leben...


Wie war eure Woche? Seid ihr wenigstens gesund? Was habt ihr erlebt?

Samstag, 24. Februar 2018

Mamas LIFE - Mamas STYLE: DIY Lippenpflege

Ja, es ist wieder soweit! Heute gibt es wieder einen Beitrag für die Rubrik "Mamas LIFE - Mamas STYLE". Diesmal aus dem Bereich Beauty. 

Wir stecken immer noch in der kalten Jahreszeit fest und in den nächsten Tagen soll es ja auch nochmal richtig eisig werden. Da wird die Heizung in der Wohnung nochmal richtig hoch aufgedreht. Dann ist es mir zwar angenehm warm, aber dafür trocknet die Heizungsluft meine Lippen aus. Sie werden spröde und rissig, sehen alles andere als sinnlich aus. Es muss also eine Lippenpflege her. Ich habe schon einige Lippenpflegestifte, Bienenwachs-Tiegelchen und vieles mehr ausprobiert. Doch auch gemerkt, dass diese Produkte ziemlich teuer sind und (bei meinem Verbrauch) auch ganz schön ins Geld gehen. Außerdem gibt es sie dann oft nicht in den Farben, die mir evtl. gefallen würden und Lippenpflege mit Pfirsichgeschmack finde ich ehrlich gesagt eher eklig und schmecken sehr künstlich. Wenn ich Pfirsich (oder Kirsche etc.) schmecken möchte, dann esse ich einfach einen. Also: Meine Lippenpflege soll die Lippen geschmeidig machen, Feuchtigkeit bringen, neutral schmecken und eine frische Farbe auf die Lippen zaubern. Und das möglichst für kleines Geld. 

Nachdem ich in der Drogerie nie so ganz glücklich mit dem (übergroßen) Angebot war, habe ich mich dazu entschieden, es einfach mal selbst zu versuchen. Warum die Lippenpflege nicht einfach selbst machen?

Ich habe herausgefunden, dass ich dafür eigentlich nur 2 Zutaten bzw. Materialien brauche. Die dritte Zutat ist nicht zwingend erforderlich:

1. Melkfett
Das Melkfett sorgt für ordentlich Feuchtigkeit, Geschmeidigkeit und Glanz. Falls ihr euch fragt, wo ihr Melkfett herbekommt: Das gibt es in jedem Drogeriemarkt in größeren Tiegeln zu kaufen. Meins ist mit Ringelblumenextrakt und enthält 250g. Damit kann man echt viele Tiegelchen füllen. Es kostet ungefähr soviel, wie 1-2 fertige Lippenpflegestifte zusammen.

2. Honig oder Olivenöl
Der Honig oder das Öl pflegen die Lippen und lassen feine Risse besser heilen. Mindestens eins davon hat man sowieso im Haus, sodass hierfür kein extra Geld ausgegeben werden muss.

3. Lippenstifte
Um etwas Farbe ins Spiel zu bringen, könnt ihr alte Lippenstiftreste dazu nehmen. Ich habe schon öfter nach dem Kauf gemerkt, dass mir die Farbe doch nicht so gut gefällt oder steht. Durch das Melkfett wird aber die Farbe etwas pastelliger und sieht dann oft nochmal anders und weniger knallig aus. So könnt ihr mit den vermeintlichen Fehlkäufen doch noch etwas sinnvolles anfangen.

Ansonsten werden noch ein Teelöffel, ein Messer und kleine Tiegelchen benötigt.


Das war's schon! Und so geht es:

1-2 TL Melkfett in ein Schüsselchen geben, ein paar Tropfen Honig oder Olivenöl dazu geben und alles gut vermischen. Wenn ihr es lieber bunt mögt, könnt ihr im Anschluss noch einige Krümel vom Lieblingslippenstift (ich schneide dazu mit einem scharfen Messer einfach ein paar Scheiben vom Lippenstift ab) dazugeben. Je intensiver die Farbe sein soll, desto mehr Lippenstiftreste dazugeben. Ich mag es lieber dezenter, daher nehme ich nur wenig Farbe dazu. Wobei die Farbe durch das Melkfett ziemlich geschluckt wird und man dann von Haus aus etwas mehr nehmen muss. Nun alles in 1-2 Tiegelchen verteilen und schon ist der Lippenbalsam fertig.

Ich habe gleich mal drei unterschiedlich gefärbte Tiegelchen fertig gemacht.


So sieht das Ergebnis dann aus. Übrigens ist das auch eine süße Idee als kleines Mitbringsel für die beste Freundin oder für Mama.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Habt ihr auch schonmal Lippenpflege (oder andere Beautyprodukte) selbst gemacht? Wenn ja, wie?

Der nächste "Mamas LIFE - Mamas STYLE"-Beitrag kommt am 10.03.2018.

Donnerstag, 22. Februar 2018

Erziehung könnte so einfach sein, ohne...! - Teil 2

Juhu, heute geht meine Beitragsreihe "Erziehung könnte so einfach sein, ohne...!" in die zweite Runde. Vielen Dank, liebe Anna und Janina für euren wirklich erfrischenden Beitrag. Sie erzählen von ihren Erlebnissen mit selbsternannten Erziehungsexperten. Aber lest selbst...


Hallöchen,



Wir, das sind Anna und Janina vom kreativen Familienblog rabenkindundlausebengel freuen uns an der Reihe "Erziehung wäre so einfach, ohne...!" der lieben Britta teilhaben zu dürfen. Wir haben uns entschieden unseren Beitrag unter das Thema "Erziehung wäre so einfach, ohne ungefragten Rat" zu stellen.

Denn das kennt doch mit Sicherheit jeder, oder?!
Ob Familie, Freunde oder Fremde - jeder weiß am besten, wie man ein Kind zu erziehen hat.
(Kinderlose Menschen natürlich erst recht - ist klar...)
Natürlich sind wir nicht das Non plus Ultra -  auch nicht die Erziehungsexperten schlechthin und auch wir beide haben oft unterschiedliche Ansichten was Erziehung angeht - und das ist auch gut so! 
Auch durch einander haben wir gelernt, dass jeder anders ist, jeder anders erzieht und das mit Recht, denn jeder Charakter, Vorerfahrungen, äußere Gegebenheiten sind anders. Auch bei Kindern. Und wir alle - als Experten unserer Kinder - wissen nunmal am besten, in was für einer Phase der kleine Satansbraten gerade steckt, wie die letzten Stunden, Tage, Wochen verlaufen sind - was es braucht und mag. In diesem Sinne appellieren wir an alle: Leben und Leben lassen!

Jede von uns hat da ihre ganz eigenen Erfahrungen gemacht, wir fangen mal mit Annas Erlebnissen an:

Gerne erinnere ich mich an den Tag: Wir saßen in großer Gruppe mit Bekannten zusammen, der kleine Rabe schlief in seinem Zimmer, das Babyfon stand auf dem Tisch - leuchtete kurz - und ein Gesprächsthema war geboren. „Also früher sind wir ja ohne diesen Überwachungsquatsch ausgekommen“ - kam es da aus irgendeinem Mund. „Ihr müsst nicht so übervorsichtig sein, das Kind kommt auch ein paar Stunden ohne euch aus“ - meinte jemand anderes. „Naja solange man den Kindern nicht per Kamera nachspioniert…“ - ging es weiter. Ich tippte mir gedanklich an die Nase - Ups… Babyfon mit Kamerafunktion konnte ich also von der nächsten Wunschliste streichen. Mein Mann und ich hätten es interessant gefunden zu sehen, was der kleine Rabe so treibt, wenn er seine Geräusche von sich gibt. Aber gut, als stillende NSA-Mitarbeiterin wollte ich dann doch nicht gelten. Wo sollte das dann noch hinführen? Kameraüberwachung im Kinderzimmer, der GPS-Chip unter der Haut im Grundschulalter und bis das Rabenkind auf die Weiterführende Schule geht sind private Überwachungssatelliten bestimmt schon erschwinglich geworden - ob ich da frühzeitig investieren sollte? Die Idee könnte ich mal Elon Musk oder der NASA vorstellen… Als ich mich gedanklich wieder in die Unterhaltung einklinkte, war die Gruppe ohne mein Zutun schon beim Thema Helikoptereltern angekommen - wenn ich schon einer Unterhaltung nicht folgen kann, wie soll ich denn dann mein Kind überwachen? Naja vielleicht kommt das Rabenkind ja auch ohne NSA-Mutter aus.



Das nächste Beispiel ist ein alter Klassiker - so oder so ähnlich bestimmt den meisten schonmal passiert. Die Bühne: Supermarktkasse. Die Akteure: schreiendes Kind, genervtes Elternteil und (am wichtigsten) vollkommen Unbekannter in der Reihe hinter einem. Wer hätte es gedacht: Kinder werden irgendwann richtig clever. So merken sie ab einem gewissen Alter, wann sich „eine Szene machen“ mit größter Wahrscheinlichkeit lohnt - nämlich an der Supermarktkasse. Der Einkauf mit Kind nähert sich dem Ende, man hat schon 1000 mal „Nein die Schokolade kommt nicht mit“ gesagt und sehnt sich danach Zuhause endlich das versteckte Stück Schokolade aus dem Kühlschrank zu essen - Sorry Rabenkind. Und dann geht natürlich das große Geschrei los - letzte Chance, vielleicht doch noch was leckeres zu bekommen. Die Nerven liegen also blank, alle Umstehenden bemühen sich nicht genervt oder mitleidig auf dein am Boden liegendes Kind zu gucken - und du bleibst (meist) standhaft. Da kommt dann das „Jetzt kaufen Sie dem Kleinen doch die Schokolade“ genau richtig. Danke, du erzieherisch erfahrender Mittdreißiger, der sich um zwei Uhr Nachmittags an einem Mittwoch zwei Flaschen Bier und ein Fertiggericht kauft - ich weiß deinen fundierten Rat wirklich zu schätzen. Mental ohrfeigend und real ignorierend wird dann schnell gezahlt, damit aus Fantasie nicht doch noch Wirklichkeit wird. Die Schokolade Zuhause habe ich mir dann wirklich verdient - für den kleinen Raben gab es Haferkekse, guter Kompromiss.

Genau so scheine ich ein anderes Temperaturempfinden zu haben als "die Leute".
(Und das obwohl ich so eine Frierhippe bin)
Wie oft habe ich zu hören bekommen "Mein Gott, warum hat das arme Kind denn keine Mütze auf?" Oder auch gerne direkt an den kleinen Raben gerichtet "Na du kleiner Mann, oh dir ist bestimmt ganz kalt, oder? Sag mal der Mama, sie soll dir eine Jacke anziehen!"
Was kann man da anderen tun als die Augen verdrehen? Und wenn man sich dann beeinflussen lässt, die Mütze aufsetzt und weitergeht, kommt mit Sicherheit an der nächsten Straßenecke die nächste umsichtige Rentnerin, die es kaum glauben kann, dass das arme Kind eine Mütze auf hat. "Das ist doch viel zu warm!" Also richtig angezogen ist das Kind grundsätzlich einfach nicht. Da machtse nix :-D

Auch Janina wurde natürlich nicht von den allseits aufmerksamen und jederzeit presenten Besserwissern verschont:

„Nun lass ihn doch mal ein Stück Schokolade essen!“

„Ein Gummibärchen schadet ihm ja wohl nicht!“

„Wir haben früher auch direkt alles gegessen und uns hat es auch nicht geschadet!“

Na, wer kennts? Sobald die Kleinen auf der Welt sind, sollen sie nach der Meinung von manchen Personen am besten direkt Kakaopulver in die Milch bekommen und Nutella auf den Schnuller.
(Vielleicht direkt nochmal in Rum tunken oder die Ätherbäuschchen raus holen – dann ist wenigstens Ruhe.)
Wir haben es so gehalten, dass es für unsere Rabauken im ersten Lebensjahr überhaupt keinen industriellen Zucker gab. Ja, wirklich gar keinen. Kein Körnchen. Wir haben uns damit am wohlsten gefühlt und wussten, dass sie schon noch früh genug mit allem möglichen Süßkram in Kontakt kommen würden.
(Und oh mein Gott – das sind sie mittlerweile – zur Genüge und oft auch selbst verschuldet. Im Amt? Beim Arzt? Zwei Minuten Ruhe? Was gibt es besseres als Schokolade? :D #rabenmamadeluxe)
Dieses jedoch durchzusetzen, war nicht immer leicht, da es ja jeder scheinbar besser wusste. Doch nicht nur auf Zucker haben unsere Babys verzichten müssen, auch Salz gab es für uns in diesem Alter noch nicht, ebenso wie Honig oder Nüsse.
Gott, die Armen! Durften die überhaupt noch was essen? Manchmal wurden wir dafür hingestellt, wie die extremsten Frutarier oder Freeganer (googelt es, die gibt es wirklich! :-D ).
Für uns war es überhaupt keine Einschränkung, es gibt ja noch so viele andere, gesündere Nahrungsmittel. Aber wenn dann die Oma, die hinter einem an der Kasse steht, dem 9 Monate alten Baby einen Schoko-Weihnachtsmann auspackt und ihm selig lächelnd in die Patschehände drückt, gehört schon etwas dazu, standhaft zu bleiben.
(und freundlich – denn am liebsten würde man ihr ihre Schokolade um die Ohren hauen!)
Und da braucht man ja auch nicht hoffen, in irgendeiner Form auf Verständnis zu stoßen. Da ist eher vom Kopfschütteln über Augenverdrehen bis hin zu blöden Kommentaren alles dabei. Wisst ihr, was Janina irgendwann einfach gemacht hat? Mit einem ganz einfachen Satz war direkt Ruhe. „Nein Danke, er ist leider allergisch!“ :-D Der Lausebengel war dann einfach mal gegen alles allergisch, was sie ihm noch nicht geben wollte und da gaben sich die „Leute“ auch viel einfacher mit zufrieden. Also merkt euch diesen Supertipp, falls ihr auch in diese Situationen geratet in denen euren Mäusen ungefragt Gummibärchen in den zahnlosen Mund geschoben werden.


Wir wünschen euch starke Nerven und ein gutes Durchhaltevermögen!
Oder manchmal auch einfach genug Schwung beim Ausholen :-D

Eure Anna und Janina



 

Mittwoch, 21. Februar 2018

Ausflugsziel Tropenaquarium Hamburg

In den letzten Herz- und Schmerz-Momenten habe ich euch schon ganz kurz von unserem Besuch mit Oma und Opa im Hamburger Tropenaquarium erzählt. Weil es so ein toller Ausflug war und wir alle, egal ob Groß oder Klein, so begeistert von dem Aquarium sind, möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, dieses mal etwas ausführlicher vorzustellen.

Das Tropenaquarium gehört zu Hagenbeck's Tierpark in Hamburg und wurde im Mai 2007 zum 100-jährigen Geburtstag des Tierparks eröffnet. Es beherbergt Säugetiere, wie z.B. Kattas und Fledermäuse, aber auch Echsen, Kröten, Schlangen, Spinnen, Krokodile, Vögel und natürlich jede Menge Süß- und Salzwasserfische in riesigen Aquarien.    

Es ist ein Erlebnis für die kleinen und auch für die großen "Kinder". Deshalb nehme ich euch nun einfach mal auf einen Rundgang durch das Tropenaquarium mit. Hereinspaziert!

Direkt nach dem Eingang stehst du im Reich der Kattas. Das sind Primaten aus der Gruppe der Lemuren und leben in Madagaskar. Sie dürfen sich in diesem Eingangsbereich frei bewegen und so kommt es oft vor, dass du sie ganz nah vor dir sitzen siehst. Nicht dieses Mal, sondern beim Mal zuvor, hatten die Kattas gerade Junge bekommen. Das war toll, weil man auch die Kleinen recht nah sehen konnte. Sie haben sich an die Mamas geklammert oder geschlafen und waren natürlich gleich die erste Attraktion.

Nach den Kattas geht dann der Rundgang durch das Tropenaquarium richtig los. Zu Beginn kommt man an mehreren "Gehegen" für verschiedenste Echsen vorbei. Wobei Gehege hier nicht das richtige Wort ist. Für mein Empfinden sind es in die Landschaft eingebaute "Bereiche", die durch Glasscheiben voneinander getrennt sind, in denen die Echsen aber viel Raum haben und auch tolle Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Die Echsen teilen sich den Platz mit den Wasserschildkröten, die für das Äffchen natürlich interesssanter waren, da sie sich mehr bewegten. 

Im Anschluss geht es weiter zu den Nilkrokodilen und ihrem riesigen Becken. Es leben dort (soweit wir das beobachten konnten) zwei Krokodile. Manchmal liegen sie einfach faul herum, aber mit etwas Glück kann man sie beim Schwimmen beobachten. Ihre schuppige Oberfläche und die großen scharfen Zähne sind beeindruckend und lassen den ein oder anderen Kindermund offen stehen. Einmal täglich kann auch die Fütterung der Krokodile beobachtet werden. 

Das haben wir leider noch nicht miterlebt, vielleicht sollten wir unseren nächsten Besuch mit den Fütterungszeiten abstimmen. Dann sind die Tiere sicherlich sehr aktiv und zeigen sich nochmal von einer ganz anderen Seite. Das Krokodilbecken fasst ca. 400.000 Liter, sodass die Tiere viel Platz zum Schwimmen haben. 
Nach den Krokodilen geht es unter die Erde zu den Terrarien der Schlangen, Kröten und zu den Fledermäusen. Besonders beeindruckend finde ich den Bereich der Spinnen. Es ist eine Art Tropfsteinhöhle. Die natürliche Abgrenzung ist ein Wasserlauf und an jeder Seite der Spinnenhöhle ein schmales Wasserrinnsal, sodass diese ihre Höhle nicht verlassen können. Es ist schon ein etwas mulmiges Gefühl, den Spinnen so nah zu kommen. Das Highlight: Ein Scheinwerfer, den du selbst bedienen und mithilfe des Lichts die Spinnen suchen kannst. Nichts für Damen mit Spinnenphobie...

Danach geht es endlich zu den riesigen Aquarien mit unzähligen unterschiedlichen Fischen. Für mich auf jeden Fall auch das absolute Highlight des Tropenaquariums. Es gibt Süß- und Meerwasserbecken in verschiedenen Größen. Von Quallen über Doktorfische (bekannt aus Findet Nemo) über Rochen bis hin zu den Haien ist alles vertreten. Das große Becken, genannt "Haiatoll" ist 8 Meter tief und unheimlich beeindruckend. Um länger verweilen zu können, ist der Raum mit dem Becken wie ein Kino mit Sitzgelegenheiten ausgestattet. Die Leinwand ist dann die riesige Scheibe. Es gibt immer wieder was neues zu entdecken und wir staunen jedes Mal um die Wette!
 
Zum Abschluss geht es dann durch eine lange Treppe (oder auch mit dem Aufzug) zurück an die Oberfläche. Am Ende des Rundganges ist ein Bistro, wo man zum Ausklang noch einen kleinen Snack zu sich nehmen oder einfach noch einen Kaffee trinken kann, bevor die kleine Reise in die Tier- und Unterwasserwelt endet.


Wir können das Tropenaquarium also nur empfehlen. Wenn ihr mal einen Städtetrip nach Hamburg macht, sollte das gerade bei Familien mit Kindern unbedingt ein Programmpunkt sein. Und das Tolle ist: Dieser Ausflug ist wetterunabhängig. Wenn das Wetter in Hamburg dann (wider Erwarten) doch schön sein sollte (normalerweise ist hier ja überwiegend "Schietwetter"), kann hinterher noch Hagenbeck's Tierpark unsicher gemacht werden. 

Ward ihr schon mal im Tropenaquarium? Wie hat es euch gefallen?




Montag, 19. Februar 2018

Ein Hoch auf Oma und Opa

Sie sind wie Eltern für das Kind, nur noch viel geduldiger. 

Sie verwöhnen das Kind nach Strich und Faden, ohne dafür schief angeschaut zu werden.

Sie nehmen mehrmals im Jahr weite Strecken auf sich, um sich vom Kind um den Finger wickeln zu lassen.

Sie Lieben das Kind, obwohl es nicht ihr Eigenes ist.

Sie fühlen sich 20 Jahre jünger im Beisein des Kindes (hinterher aber manchmal 20 Jahre älter).

Die Lieben Großeltern. 

Keine Sorge, Äffchens Großeltern sehen in natura deutlich moderner aus :)

Sind sie nicht großartig? Wir hatten ja erst letzte Woche Besuch von den einen Großeltern und kurz vor Weihnachten von der anderen Oma (der andere Opa muss als einziger noch arbeiten und ist daher leider nicht ganz so flexibel). Und jedes Mal haben wir eine tolle Zeit und unvergessliche Augenblicke für das Äffchen. Es ist unglaublich, wie sehr sie die Omas und Opas schon ins Herz geschlossen hat, obwohl sie sie aufgrund der weiten Entfernung (beide Großelternpaare wohnen in Süddeutschland) nicht so häufig sieht.

Als sie Oma und Opa am Dienstag (Anreisetag),am Fenster wartend, draußen entdeckte, konnte sie sich vor Freude nicht halten! Sie schrie abwechselnd „Oma“, „Opa“, „Oma“, „Opa“ und lachte dazwischen von Herzen. Ein Bild für Götter. Und als die andere Oma vor Weihnachten abreiste, war das Äffchen furchtbar traurig. 

Deshalb möchte ich heute mal ein Loblied auf die Großeltern singen! 

Sie sind so liebevoll mit dem Äffchen, haben unendlich viel Geduld. Kein Weg ist ihnen zu weit und kein Aufwand zu groß! Und sie sind bis über beide Ohren in ihr Enkelkind verknallt. Es ist so schön zu sehen, wie beide Seiten die gemeinsame Zeit genießen! Und kaum ist sie vorüber, wird schon wieder geplant, wann der nächste Besuch stattfinden soll. Wenn länger als 8 Wochen dazwischen liegen, wird die Oma schon wehmütig. 

Alle Großeltern sind auch allgemein wichtig für die Kinder und deren Entwicklung. Denn sie sind nicht Mama und Papa. Sie sind anders als die Eltern (auch wenn einige Verhaltensweisen evtl. ähnlich sind). Dadurch lernen die Kinder, dass die Menschen unterschiedlich sind und auch mit den gleichen Situationen verschieden umgehen.

Die Großeltern haben einen anderen Blick auf das Kind, viel Lebenserfahrungen und können mit viel Gelassenheit auf das Enkelkind eingehen. Sie haben das Privileg, das Enkelkind zu verwöhnen, alles nach dem Kind zu richten und bleiben dabei entspannt, weil sie das Kind ja auch wieder abgeben können, wenn es zu viel wird. Sie müssen kaum schimpfen und sind immer die Größten für die Enkelkinder. Auch wenn es mir manchmal lieber wäre, wenn die Großeltern näher bei uns oder wir bei Ihnen wohnen würden, hat es auch etwas Gutes. Dadurch, dass das Äffchen seltener von den Großeltern betreut wird, verschwimmt die Großelternrolle weniger mit der Elternrolle. Dies beobachte ich öfter bei befreundeten Familien, deren Kinder beispielsweise 3x pro Woche den gesamten Nachmittag bei Oma und Opa verbringen. Das Besondere geht hierbei ein wenig verloren. Die Großeltern werden zu „Miterziehern“ und das Privileg der „nachsichtigen Verwöhner“ (hier eindeutig positiv gemeint) tritt in den Hintergrund.

Und wer erinnert sich nicht gern an die eigene Kindheit zurück? Ich habe die Zeit bei Opa und Oma geliebt! Ich durfte in den Ferien oft mehrere Tage bei ihnen verbringen. Mir wurde täglich ein anderes Leibgericht gekocht. Wir machten tolle Ausflüge in den Wald, durften Fernsehen (wir hatten lange keinen Fernseher) uvm. Alles, was zu Hause eben nicht immer erlaubt war. Ich wusste aber ganz genau, das ist eben nur bei den Großeltern so und habe das zu Hause nicht eingefordert.

Dafür hat das nahe Wohnen natürlich andere Vorteile, die auch sehr hilfreich sein können. In diesem Fall profitieren nicht nur die Kinder regelmäßig von Omas und Opas Nähe, sondern oft auch die Eltern. Die Großeltern können "mal schnell" einen Nachmittag einspringen, wenn die Eltern einen wichtigen Termin wahrnehmen müssen oder wenn die Eltern krankheitsbedingt flachliegen und Unterstützung brauchen.

Alles hat eben seine Vor- und Nachteile. Außer Großeltern, die haben eigentlich nur Vorteile :).

Danke liebe Omas und Opas vom Äffchen und alle anderen Großeltern für eure Hilfe, Unterstützung, bedingungslose Liebe, Nachsicht, Güte. Für eure Geschenke, Gedanken und (vielleicht sogar) Gebete.

Wir lieben Euch!