Montag, 22. Januar 2018

Attachment Parenting oder "Weniger ist NICHT mehr"

Heute möchte ich den Blogbeitrag dem "Attachment Parenting" oder zu deutsch dem "Bedürfnisorientierten Erziehen" widmen.

Leider wird dieser Erziehungsstil gerne verschrien. Die Eltern würden ihr Kind damit verwöhnen und verziehen. Aber mal ganz von vorne:

 
Was heißt Attachment Parenting eigentlich?

Es geht in erster Linie darum, von Anfang an eine sichere und von Vertrauen geprägte Bindung und Beziehung zwischen Eltern und Kind zu schaffen. Vertrauen ist das A und O einer jeden Beziehung, so natürlich auch der Eltern- Kind-Beziehung. Hier ist es sogar besonders wichtig, weil das Kind von den Eltern abhängig ist. Es MUSS ihnen also blind vertrauen, da es auf deren Hilfe, Liebe und Fürsorge angewiesen ist. Aber hier geht es auch um das Vertrauen der Eltern in das Kind. Dass es sich bemerkbar macht, wenn es was braucht und signalisiert, wenn es etwas kann.

Die meisten Eltern erziehen instinktiv bedürfnisorientiert, solange ihnen dies nicht von irgendwelchen "klugen" und "weniger klugen" Ratgebern und selbsternannten Erziehungsexperten ausgeredet wird. 

Da kommen gerne "gut gemeinte Tipps" wie: 

"Warte zwischen den Stillmahlzeiten 3-4 Stunden ab, das Kind muss lernen, dass es nicht immer was gibt."

"Nimm das Kind bloß nicht mit ins Elternbett, es gewöhnt sich dran und du bekommst es nie mehr ins eigene Bett!"

"Du musst nicht immer springen, wenn das Kind mal einen Mucks macht. Lass es ruhig mal schreien, das stärkt die Lungen und es lernt, dass es auch mal abwarten muss. Es muss lernen sich selbst zu beruhigen!"

"Wenn du dein Kind täglich in den Schlaf begleitest, verwöhnst du es und es wird nie alleine einschlafen. Lass es schreien, dann lernt es das Ein- und Durchschlafen von ganz alleine."

"Wenn du dein Kind ständig trägst, will es natürlich nicht mehr alleine oder im Kinderwagen liegen."

"Stille das Kind doch endlich ab, es isst doch schon längst am Tisch mit!"

All diese Ratschläge raten vom bedürfnisorientierten Erziehen ab. Sie vermitteln dir, dass du deinem Kind nicht jedes Bedürfnis erfüllen darfst, sonst würdest du es verwöhnen.

Laut der Organisation Attachment Parenting International besteht das Attachment Parenting aus 8 Prinzipien der Erziehung.  

Diese heißen:

1. Vorbereitung (auf Schwangerschaft, Geburt und Elternsein)

2. Füttern

3. Reaktion 

4. Berührungen

5. Sicherer Schlaf

6. Bestimmtheit

7. Disziplinierung

8. Gleichgewicht
Im Folgenden möchte ich anhand von Beispielen aus unserem Alltag auf die einzelnen Prinzipien eingehen:

1. Vorbereitung:
Ich habe mich während der Schwangerschaft (und eigentlich auch schon weit vorher) ausgiebig mit dem Thema Schwangersein, Entbindung, Wochenbett usw. beschäftigt. Ein gemeinsamer Geburtsvorbereitungskurs hat uns geholfen, zu verstehen, was bei einer Geburt vor sich geht und auch theoretisch, wie wir uns verhalten müssen, wenn es los geht. Wer unsere Geburtsgeschichte kennt weiß auch, dass es bei uns dann etwas anders als "sonst" ablief. Trotzdem hat mich dieses Wissen sehr beruhigt und ich hatte das Gefühl bereit zu sein, als es (unerwartet früh) losging.

2. Füttern:
Das Füttern (egal ob mit der Flasche oder der Brust) ist nicht nur Nahrungsaufnahme für das Kind. Es ist viel mehr! Es gibt dem Kind Geborgenheit, Körperkontakt, befriedigt das Urvertrauen und schafft ganz viel Nähe zu Mama und Papa. Ich habe das Äffchen jederzeit gestillt, also "Stillen nach Bedarf" und nicht nach Uhrzeit. Denn das hätte meinem Kind nicht nur suggeriert, dass ICH bestimme, wann es Nahrung gibt, sondern auch, dass ICH bestimme, wann es Geborgenheit und Nähe erfahren darf. D.h. ich habe nie auf solche Sätze wie
"Stille das Kind doch endlich ab, es isst doch schon längst am Tisch mit!" oder "Warte zwischen den Stillmahlzeiten 3-4 Stunden ab, das Kind muss lernen, dass es nicht immer was gibt." gehört, sondern nur auf mein Kind und seine Bedürfnisse. Und siehe da, sie hat mir selbst gezeigt, als sie nicht mehr wollte.

3. Reaktion 
Hier geht es darum eben genau nicht darauf zu hoffen, dass das Kind sich selbst beruhigt, wie in dem Satz "Du musst nicht immer springen, wenn das Kind mal einen Mucks macht. Lass es ruhig mal schreien, das stärkt die Lungen und es lernt, dass es auch mal abwarten muss. Es muss lernen sich selbst zu beruhigen!". Sondern es ist wichtig, dem Kind zu jeder Zeit zu zeigen, dass es nicht alleine ist und es in jedem Gefühl/Bedürfnis (Angst, Hunger, Nähebedürfnis, Müdigkeit, Unwohlsein, Bauchschmerzen) zu begleiten, tags wie nachts. Denn nur so kann es das Vertrauen stärken und sich sicher und geborgen fühlen. Ich habe immer sofort reagiert, wenn das Äffchen etwas brauchte (mache ich übrigens auch jetzt noch), es musste nie lange "rufen" bzw. weinen oder schreien, hatte die Gewissheit, dass jemand kommt. Kinder schreien IMMER, weil sie etwas brauchen und nicht, weil sie uns ärgern, nerven oder gar tyrannisieren wollen!!!

4. Berührung
"Wenn du dein Kind ständig trägst, will es natürlich nicht mehr alleine oder im Kinderwagen liegen." Auch wenn das Kind nicht ständig getragen wird, kann es sein, dass es nicht alleine sein will oder den Kinderwagen nicht mag. Babys und Kinder haben ein großes Bedürfnis nach Nähe. Ist ja klar, schließlich waren sie im Bauch der Mutter monatelang immer nah. Sie haben sie gespürt, ihren Herzschlag gehört, sie reden gehört. Es war immer warm, sie mussten nie Hunger leiden, für alles war gesorgt. Selbstverständlich möchten sie nach der Geburt diesem Zustand weiterhin so nah wie möglich kommen. Sie sind es nicht gewohnt alleine zu liegen. Sie wurden immer herumgetragen und geschunkelt, als sie noch im Bauch waren. Das heißt aber natürlich auch nicht, dass es nie abgelegt werden darf oder dass ein Kinderwagen schlecht ist. Das Kind wird schon zeigen, was es braucht. Ich habe das Äffchen in ihren ersten 4 Lebensmonaten fast ausschließlich im Tragetuch gehabt. Ob zu Hause während der Hausarbeit, unterwegs, bei Freunden... Sie hat sich dort unglaublich wohl gefühlt, sich immer sofort beruhigt und selig geschlafen. Anschließend sind wir auf eine Tragehilfe umgestiegen, weil es uns allen angenehmer war. Auch jetzt noch ist das Äffchen sehr kuschelbedürftig und fühlt sich auf meinem Arm und Schoß sehr wohl (wenn sie nicht gerade als Kamikaze-Crash-Kid  unterwegs ist). Trotzdem hatten und haben wir auch einen Kinderwagen, der aber nach wie vor nicht sehr beliebt ist.

5. Sicherer Schlaf
Das Kind soll einen sicheren Schlaf haben, sprich, sich im Schlaf sicher fühlen. Wie bei den vorherigen Punkten schon angesprochen, fühlt es sich am wohlsten, wenn es in der Nähe der Eltern sein kann, Körperkontakt hat usw. Es braucht die Gewissheit, dass die Eltern nicht weit sind. Am Einfachsten hierfür ist meiner Meinung nach das Familienbett, auch wenn dieser Satz dagegenspricht: "Nimm das Kind bloß nicht mit ins Elternbett, es gewöhnt sich dran und du bekommst es nie mehr ins eigene Bett!". Hier können Eltern und Kind zusammen schlafen, das Kind kann (wenn gestillt wird) jederzeit an Mamas Brust, oder eben auch anderweitig kuscheln. Wenn es aufwacht, hat es die Gewissheit, dass es nicht alleine ist und, by the way, die Eltern können die größtmögliche Portion Schlaf für sich rausholen ohne ständig aufstehen zu müssen. Denn auch das ist "bedürfnisorientiert". Es geht ja nicht nur um die Bedürfnisse des Kindes, sondern auch der Eltern. Aber natürlich sind auch alle anderen Schlafformen okay, solange sich alle damit wohlfühlen. Kinder sind da unterschiedlich und Kinderschlaf oft ein Buch mit 7 Siegeln. Also ausprobieren und auf das Kind hören. Es wird Bescheid geben, was es braucht und wie es sich am Wohlsten fühlt. Und dass es zum Einschlafen Begleitung braucht und Nähe sucht ist völlig normal. Nicht normal (wenn man davon überhaupt sprechen kann) ist eher dass sich ein Kind von Anfang an selbst beruhigen kann ("Wenn du dein Kind täglich in den Schlaf begleitest, verwöhnst du es und es wird nie alleine einschlafen. Lass es schreien, dann lernt es das Ein- und Durchschlafen von ganz alleine."). Wir für unseren Teil praktizieren das Co-Sleeping seit Beginn an, weil unser Äffchen schon immer nur auf, über oder neben uns geschlafen hat und es sich für uns gut anfühlt.

6. Bestimmtheit
Es geht nicht darum, dem Kind komplett die Führung zu überlassen. Wir sind immer noch die Eltern und wissen auch manchmal, was besser ist bzw. was eben sein muss. Z.B. Zähne putzen oder ähnliches. D.h. Attachment Parenting schließt Bestimmtheit nicht aus, denn das wäre manchmal ja auch groß fahrlässig. Es ist aber wichtig, dem Kind zu erklären, warum z.B. Zähne putzen wichtig ist. Oder dass der Kinderarztbesuch eben sein muss usw. Das Äffchen ist auch keine besonders begeisterte Zähneputzerin. Trotzdem tun wir es jeden Abend. Eine Freundin hat mir ein sehr hilfreiches Zahnputzlied geschickt, damit klappt es etwas besser (manchmal). Aber ohne Zähneputzen geht es nicht weiter im Programm.

7. Disziplinierung
Hier geht es darum, dass die Kinder nicht bestraft werden sollen. Dass keine Drohungen oder Verbote ausgesprochen werden, sondern die Kommunikation im Vordergrund steht. Die Eltern erklären ihrem Kind, warum es das Essen nicht herumschmeißen soll. Das Kind wird für sein Trotzverhalten (z.B. in der Autonomiephase) nicht bestraft, sondern hindurch begleitet etc. Das ist natürlich nicht immer einfach. Aber es ist inzwischen ja bewiesen, dass Kinder nicht "trotzen", um ihre Eltern zu ärgern oder gar ihre Grenzen auszutesten.  Vielmehr kommt es beim Kind zum Wutanfall, wenn es überfordert ist und von seinen eigenen Gefühlen überrollt wird. Daher ist es wichtig, das Kind zu begleiten, zu kommunizieren, die Gefühle für das Kind zu verbalisieren (damit es später auch in der Lage ist, dies selbst zu tun) und das gemeinsam durchzustehen. Das Kind dafür zu schimpfen ist nicht hilfreich, man gibt ihm das Gefühl, dass seine Emotionen nicht okay sind. Wenn das Äffchen also unbedingt Naschen möchte, sie aber keine Gummibärchen bekommt (weil es keine mehr gibt oder ich finde, dass sie jetzt keine Süßigkeiten kriegen soll) kann es sein, dass sie von ihren Gefühlen überrollt wird. Sie möchte UNBEDINGT Gummibärchen haben, ist enttäuscht, dass sie keine bekommt, fühlt sich ungeliebt (weil ein Nein, in dem Alter persönlich genommen wird). Ist doch klar, dass sie dann austickt und nicht mehr weiß, wie sie damit umgehen soll. Dann verbalisiere ich diese (eben genannten) Gefühle für sie, zeige Verständnis, bleibe aber bestimmt, bis sie sich beruhigt hat. Ich nehme sie also Ernst und zeige ihr, deine Gefühle sind okay, du darfst sie äußern.

8. Gleichgewicht
Es soll aber auch ein Gleichgewicht bestehen zwischen den Bedürfnissen des Kindes und denen der Eltern. Natürlich kann das Baby und Kleinkind seine Bedürfnisse noch nicht hinten anstellen und sie sollten möglichst sofort befriedigt werden. Unabhängig davon können sich die Eltern aber gegenseitig Freiräume schaffen, sich entlasten und die Bedürfnisse des Partners beachten oder sich um ihre eigenen Bedürfnisse kümmern. Denn nur, wer auch sich nicht vergisst, kann wieder gestärkt und voll und ganz für das Kind da sein. Wie ich mir meine Auszeiten hole könnt ihr hier nachlesen.

Ich habe mich eigentlich erst einige Zeit nach Äffchens Geburt mit dem Attachment Parenting auseinandergesetzt und dann mit Erstaunen festgestellt, dass ich das eigentlich von Anfang an so praktiziert habe, ganz intuitiv, aus dem Mutterinstinkt heraus. Deshalb möchte ich euch Mut machen: Hört auf euer Kind, gebt ihm eine Stimme, nehmt seine Bedürfnisse ernst und lasst euren Mutterinstinkt euch leiten! Jeder, der sagt, du MUSST irgendwas ändern, obwohl es sich für dein Kind und dich gut anfühlt, der hat UNRECHT! Legt euch ein dickes Fell zu gegenüber ungefragten Ratschlägen und ruht in euch selbst! Ihr macht das gut und jeder, der was anderes behauptet, soll es erstmal besser hinkriegen! Ihr seid die Experten für die Erziehung eures Kindes, sonst niemand!

So, das musste mal gesagt werden!


Wie handhabt ihr die unterschiedlichen Punkte?


Kommentare:

  1. Ein sehr ausführlicher und informativer Beitrag.
    Vielen Lieben Dank hierfür. Wünsche Dir noch eine tolle Woche.

    Liebste Grüße
    Caroline | www.carolinekynast.com

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  2. ein super informativer Beitrag liebe Britta!
    den würde ich gerne auch an viel werdende Mamis weitergeben - ich denke "bedürfnisorientiert" trifft es einfach am besten! man tut doch als Mama am besten, was fürs Kind gut ist und nicht, was einem nach Regel XY geraten wird :)

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von www.liebewasist.com

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    1. Ich freue mich sehr, wenn du den Artikel weiterleitest! Ja, aber leider lassen wir Mamas uns oft von doofen Tipps verunsichern, anstatt auf unser Gefühl zu hören...

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  3. Hey Britta!
    Kindererziehung ist ein schwieriges Thema, ich denke da gibt es keinen ideale Lösung... das muss jeder mit sich ausmachen und auf das Baby/Kind und sich selber abstimmen.

    Liebe Grüße,
    Pauline von https://yourcompanionsite.wordpress.com

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  4. So handhaben wir es schon seit 18 Jahren, damals wussten wir gar nicht das es ein Namen hat. Hier schläft nun schon Nr.4 im Elternbett , keine Angst die ziehen alle irgendwann aus ;-).
    Einfach wieder mehr auf den Bauch hören und dann klappt das auch.

    Lg aus Norwegen
    Ina

    www.mitkindimrucksack.de

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    1. Ja, es ist wichtig, sich den Mutterinstinkt nicht abtrainieren zu lassen! Ich mache mir auch keine Sorgen, dass wir das Äffchen ewig im Elternbett haben. Wahrscheinlich vermisse ich sie sogar, wenn sie im eigenen Bett schläft...

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  5. Ich habe den Beitrag jetzt wirklich interessiert gelesen und das obwohl ich noch nicht Mutter bin. Allerdings stimme ich dir bei allem zu. Ich würde es genauso machen. Man kennt doch sein Kind und sollte auch spüren was das Kind braucht wenn es mal unruhig ist. Nähe und Geborgenheit ist so wichtig. Für die Mama und Papa als auch für das Kind selbst.

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    1. Da hast du Recht! Von Nöhe haben schließlich alle was 😉

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  6. Finde gerade solche Beiträge immer sehr interessant. Musste mir auch einiges anhören weil Mini bei uns im Bett geschlafen hat. Finde es schrecklich wenn andere Eltern, Mütter oder Bekannte versuchen dich in irgendeinder Form zu belehren. Jede Mutter und jeder Vater weiß am Besten was für sein Kind ist.
    Danke für den tollen Beitrag.
    Liebe Grüße
    Melanie von Mamawelten :)

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    1. Ja, das finde ich auch immer bemerkenswert, dass alle Anderen angeblich amBesten wissen wie MEIN Kind zu erziehen ist 🙈!

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  7. Ich habe lediglich eine Tochter die heute 15 ist und als sie klein war einfach intuitiv gehandelt. Ich habe mich als Mutter nie verrückt gemacht und möglichst den Austausch mit anderen Müttern vermieden. Und ich denke, meine Tochter ist sehr gut gelungen, auch wenn ich sie häufig getragen habe, immer dann gefüttert wenn sie Hunger hatte, immer dann getröstet wenn sie meines Trostes bedurfte.
    Babys bereits erziehen zu wollen halte ich persönlich für fahrlässig, besonders wenn es um Grundbedürfnisse geht.

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    1. Da hast du vollkommen Recht! Und deine Tochter ist nicht so toll, obwohl du sie getragen, gefüttert und getröstet hast, sondern WEIL du es getan hast!

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  8. Ich denke, ich habe bei beiden Kindern ein gesundes Mittelmaß gefunden und sie sind uns gut "geraten". Ihnen hat an nichts gefehlt, weder an Liebe, Nähe, Schmusen, aber auch nie an das-kannst-du-auch-selber-lernen-und-machen, Lob, Ansporn und Hilfe, wenn notwendig. Jetzt kommt die schwierige Zeit der Pubertät, da ist es oft schwerer als bei einem Kleinkind....
    VG Martina

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    1. Oh ja, für die Pubertät der Kinder braucht man auch nochmal viel Kraft!

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  9. Ein ganz wichtiger Beitrag! Ich werde auch einen mit meiner Meinung rausbringen. Also ich habe das schon immer so gemacht, ganz intuitiv, da hatte das einfach noch keinen Namen.

    LG, Bea

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  10. Sehr schön geschrieben und gut dargestellt. Ich finde es wichtig, dass jeder seinen Erziehungsstil findet und sich nicht zu sehr von Modellen abhängig macht.

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    1. Das stimmt, wobei das Bedürfnisorientierte Erziehen aus meiner Sicht gar kein Modell ist, sondern einfach dem einen Namen gibt, was intuitiv sowieso passiert oder passieren sollte.

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