Montag, 29. Januar 2018

Fundstücke des Monats - Januar 2018

Der erste Monat des Jahres 2018 ist schon verflogen und meine Bloggerkolleginnen waren auch jetzt schon wieder super fleißig. Daher habe ich wieder ein paar tolle Fundstücke des Monats Januar 2018 für euch:




Fundstück #1

Die liebe Sabrina von wunschkind-herzkind-nervkind beschreibt in ihrem Artikel Der perfekt gescheiterte Übernachtungsversuch vermeintlich "nur", dass der erste Übernachtungsversuch ihrer zweijährigen Tochter bei den Großeltern gescheitert ist. Dass dahinter aber noch viel mehr steckt und das Scheitern eigentlich als voller Erfolg zu sehen ist, davon schreibt sie auch. Von Vertrauen in das Kind und Akzeptanz und Respekt für die Entscheidungen und Bedürfnisse der Tochter. Schaut mal rein, es lohnt sich!


Fundstück #2


Das zweite ebenso interessante wie amüsante Fundstück habe ich auf Annes Blog meine-eltern-zeit gefunden. In ihrem Artikel Entspannt durch die Kleinkindzeit hat sie 7 coole und hilfreiche Tricks auf Lager, wie die manchmal doch sehr anstrengende und kräftezehrende Kleinkindzeit des Kindes einfacher zu händeln ist. Lest selbst vom "Schlaftest", "Monstersprays", positiven Formulierungen und vielen Tipps mehr. Ich musste mehrmals herzhaft schmunzeln und habe mich und meine Tochter in dem ein oder anderen Punkt selbst wieder finden können. Es ist beruhigend zu sehen, dass alle Mütter ihre Kämpfe haben und toll zu erfahren, wie andere damit umgehen. Ich konnte mir hier auch noch ein paar geniale Ideen holen. Danke dafür! Schaut mal vorbei!


Fundstück #3

Einen tollen und schnellen Mama-Styling-Tipp habe ich noch bei Silvia und ihrem Blog vivabini gefunden. Und zwar geht es schlicht und ergreifend um das Wundermittel Trockenshampoo. In ihrem Artikel erzählt sie von ihren Erfahrungen  damit und nennt es sogar ihren "Mama-Beauty-Retter". Der Vorteil des Produktes ist, dass es schnell genutzt und angewendet werden kann, ohne dass die Haare gewaschen bzw. nass gemacht werden müssen. Bei uns Mamas muss es eben manchmal schnell gehen, nicht immer ist Zeit für eine Stunde Beauty-Time im Bad. Schon gar nicht unter der Woche, wenn das Kind in die KiTa muss und man selbst in die Arbeit. Da ist das eine schnelle Alternative. Ich muss sagen, ich habe es - warum auch immer - noch nie ausprobiert, weil ich es auch einfach nicht auf dem Schirm hatte. Aber das werde ich auf jeden Fall ändern. Danke für den Erfahrungsbericht und die Tipps und Tricks dazu. Lest mal rein, vielleicht ist das auch eine Idee für euch!


So, ich hoffe, es war auch diesmal wieder etwas Interessantes und Hilfreiches für euch dabei. Ich freue mich schon auf den Februar und kann es kaum erwarten, wieder tolle Artikel, Ideen, Tipps und Ratschläge für euch zu finden!


  

Sonntag, 28. Januar 2018

Herz- und Schmerz-Momente KW4

So, die nächste Woche im Jahr 2018 ist vorbei und auch der Januar neigt sich tatsächlich schon wieder dem Ende zu. Wir hatten diese Woche einige tolle Herz-Momente, aber auch ein wenig Schmerz war mit dabei. Lest selbst in den aktuellen Herz- und Schmerz-Momenten:




💓 Meine Herz-Momente #1:

Seit einigen Tagen üben die Erzieher in der KiTa mit dem Äffchen, sich selbst anzuziehen. Einiges klappt schon ganz gut, z.B. in die Schuhe schlüpfen, Mütze aufsetzen, Schal anziehen etc. Nur die Jacke anziehen war noch ziemlich schwierig. Es gibt da einen tollen und einfachen Trick, wie auch schon die kleineren Kids das schnell alleine schaffen. Trotzdem wollte es bei dem Äffchen noch nicht ganz funktionieren. Am Freitag, als es der Maus etwas besser ging (siehe Schmerz-Momente), wollte sie auf einmal unbedingt ihre Jacke haben. Ich gab sie ihr und da hat es das erste Mal geklappt: Das Äffchen schaffte es, sich die Jacke GANZ ALLEINE anzuziehen. Sie war stolz wie Bolle und ich natürlich auch! Wahnsinn, wie groß mein Mädchen schon ist und was sie schon alles kann... Wir haben uns so sehr zusammen gefreut, ein richtiger Herz-Moment!



💓 Meine Herz-Momente #2:

Mein Äffchen ist ein ziemliches Mama-Kind. Obwohl, das stimmt so auch nicht, aber aus ihrer Sicht sind die Aufgaben zwischen Mama und Papa klar verteilt: Papa ist für das Spielen, Spaß machen und rumalbern zuständig. Auch tanzen fällt z.B in sein Aufgabengebiet. Die Mama, also ich, ist für Kuscheln, Trösten, Schlafen zuständig. Sind beide Elternteile im Haus, weicht das Äffchen nur ungern davon ab und lässt sich schlecht von Papa trösten und Mama ist dann auch out, wenn es ums Spielen geht. Ist nur ein Elternteil zu Hause, akzeptiert sie auch Trost und Einschlafbegleitung vom Papa und spielt und tanzt auch mit Mama. Aber gestern, also am Samstag, hat sie seit langem mal wieder freiwillig mit dem Papa gekuschelt. Sie hat sich richtig an ihn ran geschmiegt und als dann auch noch über uns jemand Lärm mit der Bohrmaschine machte (das Geräusch ist ihr unheimlich und sie sucht sich dann immer mich, damit ich sie "beschütze"), akzeptierte sie den Papa als "großen Beschützer" und drückte sich noch fester an ihn. Das hat erstens meinem Mann unheimlich gut gefallen, da er gern öfter mit ihr kuscheln würde. Und ich habe mich auch für sie beide gefreut! Das war also die Volldröhnung an Herz-Momenten für meinen Mann, weil er sie kuscheln, beschützen und während der Krankheit trösten durfte. Und für mich, weil ich sah, wie viel ihm das bedeutet hat.

 
😩 Mein Schmerz-Moment

Diese Woche gibt es einen großen Schmerz-Moment, der schon mehrere Tage anhält. Mein Äffchen ist seit Mittwoch Abend krank. Sie hat einen Infekt mit sehr hohem Fieber, starkem Husten und roten Augen. Am Mittwoch Nachmittag war noch alles okay, wir waren nur alle verwundert (also die Erzieher und ich), dass sie ausnahmsweise in der KiTa geschlafen hat. Kommt ja eher selten vor... Doch abends fühlte sie sich dann schon warm an und das Fieberthermometer zeigte über 39 °C an. Also sind wir am nächsten Tag zum Kinderarzt gefahren, die Lunge, Ohren und Hals waren aber frei, also "nur" ein fieser Infekt. Es ging dem Äffchen gar nicht gut und sie weinte, weil es ihr schlecht ging und Fieber und Husten sie quälten. Die Augentropfen sorgten dann noch für ein riesen Geschrei! Wie soll man so einem kleinen Kind auch begreiflich machen, dass diese dafür sorgen, dass das Auge wieder gesund wird? Heute ist der erste Tag, an dem es ihr besser geht und sie endlich (bisher) fieberfrei ist. Ich hoffe das bleibt so, es ist schließlich einfach nicht schön, sein Kind so leiden zu sehen. Da hilft nur gaaaanz viel kuscheln!


Was hatte eure Woche für euch parat?

Samstag, 27. Januar 2018

Mamas LIFE - Mamas STYLE: Partnerlook für Groß und Klein

Heute ist wieder Zeit für meine Rubrik "Mamas LIFE - Mamas STYLE". Diesmal im Bereich FASHION. Aber es wäre kein Mamablog, wenn das Thema nicht auch irgendwas mit dem Kind zu tun hätte.

Ich verrate euch nun ein kleines Geheimnis: Ich mag es, wenn mein Äffchen und ich im Partnerlook rumlaufen. Nicht im normalen Alltagswahnsinn, aber zwischendurch bei schönen Unternehmungen, wie z.B. Essen gehen (mit oder ohne Freunden) oder Familienfeiern. Nein, das heißt nicht, dass ich das gleiche rosa Prinzessinnenkleid anhabe, wie meine Tochter oder sie ein Mini-Klon von mir ist. Aber unsere Outfits sind dann im besten Falle zumindest farblich und vom Stil her aufeinander abgestimmt. Ich mag es eben, wenn man gleich sieht, WIR BEIDE GEHÖREN ZUSAMMEN und diese Zusammengehörigkeit eben auch optisch sichtbar ist.

Damit ihr euch das ein bisschen besser vorstellen könnt, habe ich euch einfach mal 3 Beispiele rausgesucht und fotografiert.

PARTNEROUTFIT No. 1: Der lässige Bluejeans-Look

Das Kind:

Mein Äffchen trägt eine blaue Jeans-Leggings. Dazu ein mit Vögeln und Herzchen bedrucktes hellrosafarbenes Langarmshirt und ein Halstuch in der gleichen Farbe. Schuhe habe ich nicht dazugelegt, da die Auswahl bei uns noch nicht so groß ist. Bei größeren Kindern kann der Schuh auch abgestimmt werden.
Die Mama:

Auch ich trage bei diesem Partnerlook eine blaue Jeans (mit hohem Stretchanteil), hellrosafarbenes Oberteil und Dreiecks-Schal in hellrosa und grau. Schuhe können hier nach Belieben gewählt werden, aber da der Look ziemlich lässig rüberkommt, empfehle ich einen sportlichen Sneaker dazu.

Ich würde dann entweder eine lange Kette dazu tragen (wie hier ganz rechts im Bild) ODER Ohrringe und Armband. Alles zusammen wäre mit persönlich dann doch too much.






PARTNEROUTFIT No. 2: Der vertauschte Khaki-Look

Das Kind:

Bei diesem Look trägt das Äffchen eine khakifarbene Cargo-Hose und ein zartrosafarbenes Oberteil mit dezentem Aufdruck. Schuhe könnten natürlich in ähnlichen Farben gewählt werden, mein Kind hat aber bisher nur lilafarbene und rote Stiefel.







 

Die Mama:

Ich trage hier die gleichen Farben, nur andersherum, d.h. eine altrosafarbene Röhrenjeans und ein khakifarbenes bedrucktes Langarm-Shirt. Wenn man das mag, kann man wie ich einen Loopschal in der gleichen Farbe kombinieren. Als Schuh könnte beispielsweise eine Stiefelette in Khaki getragen werden.








Neben dem Loopschal kombiniere ich eine farblich passende Uhr und Ohrringe mit Steinen in der Farbe der Hose.







PARTNEROUTFIT No. 3: Der alltagstaugliche Chic-Look

Das Kind:

Hier trägt das Äffchen eine hellblaue Jeans-Leggings und einen dunkelblauen Pullover mit rosafarbener Ballerina. Der Rock der Ballerina ist aus Tüll. Hier könnten z.B. schöne Lackschühchen kombiniert werden.

Die Mama:

Auch ich trage eine hellbaue Jeans (ebenfalls mit hohem Stretchanteil - ich liebe es, weil es so bequem ist und gut sitzt!). Dazu kombiniere ich einen körperbetonten dunkelblauen Pullover mit hohem Kragen und raffinierten Schleifen an den Ärmeln. Bei dem hohen Kragen empfiehlt sich eine Statement-Kette, z.B. in Silber oder auch in blau und ein Silberring.






Ich kombiniere hierzu gerne mal einen etwas höheren Schuh, der Look darf ruhig chic daher kommen. Mit Schnürung sitzt der Schuh gut und ist meiner Meinung nach auch absolut "mamatauglich".






Diese drei Looks trage ich gerne mit dem Äffchen zusammen, da ist auch für jeden Anlass was dabei, außer vielleicht für eine Hochzeit. Aber weil wir in letzter Zeit auf keiner Hochzeit oder anderen Feierlichkeit eingeladen waren, habe ich hierfür (noch) keinen Partnerlook für uns.

Ich hoffe euch gefallen meine Inspirationen und vielleicht habt ihr ja auch mal Lust, einen Partnerlook mit eurer Tochter auszuprobieren. Die Jungs-Mamas unter euch müssten für einen Partnerlook Papa und Sohn stylen, aber das kann ja auch Spaß machen. Da können auch tolle Jeanslooks mit gleichfarbigen Karohemd oder Ähnliches. Da sind der Fantasie ja auch keine Grenzen gesetzt.


Wie stylt ihr euch und eure Kinder zum Weggehen?


Der nächste Beitrag in der Rubrik "Mamas LIFE - Mamas STYLE" kommt am Samstag, den 10.02.2018. 

Donnerstag, 25. Januar 2018

Erziehung könnte so einfach sein, ohne ...! - Teil 1

Kennt ihr den Gedanken, dass Erziehung ohne gewisse Dinge so viel einfacher wäre? Gibt es bei euch auch Sachen oder Menschen, die euch den Spaß an Erziehung schmälern oder den Umgang mit eurem Kind erschweren? Ich denke jedes Elternteil hatte diesen Gedanken schonmal. Z.B. bei ungefragten Erziehungratschlägen, der alles besserwissenden Tante, anderen Eltern, deren Kinder schon viel schneller und besser laufen, reden und schreiben können usw. 

Da jede Mutter (und jeder Vater) seine eigenen Erfahrungen zu diesem Thema machen, starte ich heute die mehrteilige und lustig-satirische Reihe "Erziehung könnte so einfach sein, ohne...". Heute lege ich mit meiner Geschichte los. Die Reihe wird dann immer Ende der nächsten Monate fortgeführt, bis Ende Dezember. Es wird also insgesamt 12 Teile geben. Die weiteren Beiträge der Reihe werden von tollen Gastautoren kommen, die alle auf lustige Weise und mit einem Augenzwinkern die ein oder andere Sache beschreiben, welche ihnen das Leben als Eltern erschweren und wie sie damit umgehen. Ich freue mich auf die Beiträge. Warum ich das mache? Ich möchte euch einfach zeigen: Ihr seid nicht allein, jeder hat seine Kämpfe auszutragen und seine Schwierigkeiten als Mama oder Papa. Ihr sollt auf humorvolle Weise aufgemuntert werden, wenn ihr mal genervt seid und vielleicht könnt ihr dann den ein oder anderen "Nervfaktor" mit einem kleinen Schmunzeln besser ertragen.


Hier kommt nun mein Beitrag: 

"Erziehung könnte so einfach sein, ohne ... Meinungsverschiedenheiten!" 

  
Wir sind uns nicht immer einig in allen Erziehungsfragen und -dingen. Wer ist wir? Mein Mann und ich! Natürlich bin ich mir auch mit anderen Leuten nicht immer einig (Großeltern, Mamafreundinnen etc.), aber damit kann ich - frei nach dem Motto "leben und leben lassen" - umgehen. Mein Mann hält aber nichts davon mich so "leben zu lassen" bzw. erziehen zu lassen, wie ich mir das immer so vorstelle. Der redet mir rein und das nicht zu knapp!

Bin ich der Meinung, dass das Joghurt-Geschmiere am Esstisch wichtig für die Sinneswahrnehmung des Äffchens ist, hält er es nur für eine riesige Sauerei (und das trotz mehrerer Semester in Pädagogik... *kopfschüttelndes Erzieher-Ich*).

Bin ich überzeugt, dass das Äffchen motorisch schon sehr fit ist und durchaus freihändig auf dem Schaukelpferd stehen kann, schreit er voller Entsetzen, das sei viel zu gefährlich (als hätte er das als Kind nicht selbst auch ausprobiert...).

Gestaltet das Äffchen ein Kugelschreiber-Gemälde auf Papier am Esstisch (welcher in wenigen Wochen durch einen Neuen ersetzt wird), feiere ich ihr Kunstwerk ab, während mein Mann sich darüber empört, das Kind könne über das Papier hinausmalen und den (längst schon sichtlich ramponierten Tisch) ruinieren.

Vom Umgang mit Süßigkeiten (der Herr futtert zum Frühstück gerne Schokomüsli oder Schokocroissant, während das Äffchen seiner Meinung nach nichts abbekommen sollte - Männerlogik...), gar nicht erst zu reden.

Das ist manchmal wirklich zum Verzweifeln! Mein Mann betont gerne (und mehrmals täglich), dass mein Erziehungsstil "viel zu lasch" sei und ich mit meinem "Erzieher-Gehabe" alles glorifiziere, was das Kind tut. Auch wenn es aus seiner Sicht eine riesige Sauerei, Pitscherei oder gar Unart ist. Ich wiederum finde, dass er "viel zu streng" sei, dem Kind manchmal seine Freiräume nehme und dringend etwas lockerer werden sollte.

Soviel zur trauten Einigkeit zwischen Mama und Papa... Da kann man schon mal glauben, dass Erziehung ohne Meinungsverschiedenheiten so viel einfacher wäre.

Für euch sieht das jetzt vielleicht so aus, als wären wir grundverschieden in unseren Meinungen, Glaubenssätzen und Erziehungsstilen. Aber ist das wirklich so schlimm? Oder ist das nicht auch einfach ein stückweit normal? Jeder Mensch, ob Männlein oder Weiblein, hat ja gewisse Erfahrungen und Ansichten im Gepäck, wenn sie Eltern werden. Diese setzen sich zusammen aus Erfahrungen aus der Kindheit, Erziehungsvorbildern, Erziehung der Eltern, gesellschaftlichen Konventionen uvm. Sie können also bei Mama und Papa eines Kindes sehr unterschiedlich sein. Dem Einen wurde als Kind evtl. viel zugetraut, dem Anderen weniger. Der Eine wurde evtl. liberaler erzogen, der Andere strenger. Hier könnte man viele Beispiele aufzählen. In manchen Fällen prallen hier sehr verschiedene Prägungen und Haltungen aufeinander. Und als Eltern wird man dann gefordert, sich abzustimmen, falsche oder veraltete Ansichten abzulegen und sich und sein Handeln immer wieder zu hinterfragen und zu reflektieren. 

Dies hat zur Folge, dass wir uns viel austauschen, viel diskutieren, erklären und argumentieren, um auch für unsere Tochter auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Zum Glück sind wir uns aber in den wirklich wichtigen Dingen, wie Bedürfnisorientiertheit, Wertschätzung und Akzeptanz einig. Alles andere lässt sich ausdiskutieren...!


Seid ihr euch immer einig in allen Erziehungsfragen? Welche Meinungsverschiedenheiten gibt es bei euch?

Mittwoch, 24. Januar 2018

[Werbung] Littleli Kindergeschirr

Heute habe ich mal wieder einen echten Geheimtipp für euch. Es ist sowohl als Geburtstagseschenk für andere Kinder, als auch für das eigene Kind  geeignet. Die Rede ist von dem personalisierbaren Kindergeschirr von Littleli.


Ich finde es gar nicht so einfach, schönes Kindergeschirr für die Kids zu finden. Jedenfalls nicht, wenn es nicht so 0815-mäßig sein soll und es nicht jeder haben soll. Anfangs dachte ich auch "Das Kind soll gleich mit Porzellan umgehen lernen"... 3 Frühstücksteller, 2 Unterteller und 1 Teetasse später war ich dann doch anderer Meinung. Ich bin dann umgestiegen auf das Plastikgeschirr aus den beliebten Drogeriemärkten. Doch zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass auch diese alles andere als robust sind. Auch hier hat es das Äffchen geschafft, einen Teller und eine Schüssel zu zerstören, obwohl sie "nur" vom Tisch gefallen sind. Sie waren direkt zerbrochen. 

Nun bin ich auf das Kindergeschirr von Littleli gestoßen. Schon durch das personalisierbare Design hat es meine Aufmerksamkeit geweckt. Die Bestellung im Shop ist ganz einfach und erklärt sich echt von selbst. Ich konnte also zuerst wählen, ob ein Junge oder ein Mädchen abgebildet sein soll. Anschließend konnte ich die Hintergrundfarbe, die Hautfarbe, die Augenfarbe, den Gesichtsausdruck, die Frisur und die Haarfarbe wählen. Toll dabei ist, dass man direkt eine Vorschau angezeigt bekommt und immer sehen kann, wie das Endergebnis aussehen würde. Zu guter Letzt kann dann noch der Name (oder Spitzname) des Kindes angegeben und aufgedruckt werden. Bei uns war ja klar, dass es "Äffchen" wird. Es gibt auch verschieden große Sets, je nachdem, wie umfangreich man es haben möchte. In unserem Paket L ist nun ein Becher, ein Frühstücksteller, ein tiefer Teller und ein Brettchen enthalten.

Da das Geschirr erst nach den entsprechenden Kundenwüschen angefertigt werden muss, beträgt die Lieferzeit 10-14 Tage, welche auch eingehalten wurde. 

Das Äffchen ist begeistert und möchte nun am Liebsten nur noch davon essen. Also hat das Geschirr schon einige Waschgänge in der Spülmaschine hinter sich, sieht aber immer noch aus wie neu! Der Frühstücksteller hat auch schon einen "Absturz" vom Tisch überlebt. Allerdings ist das Geschirr nicht für die Mikrowelle geeignet.

Auch ich kann das Kindergeschirr daher nur empfehlen! Es ist vom Design her ansprechend, die Kinder erkennen sich selbst darauf, können (wenn sie alt genug sind) auch ihren Namen erkennen und bei Geschwisterkindern gibt es keinen Streit um die Teller, da sie ja mit Namen beschriftet sind.  

Ich selbst habe auch direkt noch ein Set als Geburtstagsgeschenk für das Kind von Freunden bestellt, weil ich es so süß finde. Außerdem kriegen die Kinder so viel Spielzeug geschenkt, da kann etwas Nützliches manchmal auch nicht schaden!

Also ich bin ein großer Fan, vielleicht habt ihr auch Lust es auszuprobieren.

 
Wie gefällt es euch? 

Montag, 22. Januar 2018

Attachment Parenting oder "Weniger ist NICHT mehr"

Heute möchte ich den Blogbeitrag dem "Attachment Parenting" oder zu deutsch dem "Bedürfnisorientierten Erziehen" widmen.

Leider wird dieser Erziehungsstil gerne verschrien. Die Eltern würden ihr Kind damit verwöhnen und verziehen. Aber mal ganz von vorne:

 
Was heißt Attachment Parenting eigentlich?

Es geht in erster Linie darum, von Anfang an eine sichere und von Vertrauen geprägte Bindung und Beziehung zwischen Eltern und Kind zu schaffen. Vertrauen ist das A und O einer jeden Beziehung, so natürlich auch der Eltern- Kind-Beziehung. Hier ist es sogar besonders wichtig, weil das Kind von den Eltern abhängig ist. Es MUSS ihnen also blind vertrauen, da es auf deren Hilfe, Liebe und Fürsorge angewiesen ist. Aber hier geht es auch um das Vertrauen der Eltern in das Kind. Dass es sich bemerkbar macht, wenn es was braucht und signalisiert, wenn es etwas kann.

Die meisten Eltern erziehen instinktiv bedürfnisorientiert, solange ihnen dies nicht von irgendwelchen "klugen" und "weniger klugen" Ratgebern und selbsternannten Erziehungsexperten ausgeredet wird. 

Da kommen gerne "gut gemeinte Tipps" wie: 

"Warte zwischen den Stillmahlzeiten 3-4 Stunden ab, das Kind muss lernen, dass es nicht immer was gibt."

"Nimm das Kind bloß nicht mit ins Elternbett, es gewöhnt sich dran und du bekommst es nie mehr ins eigene Bett!"

"Du musst nicht immer springen, wenn das Kind mal einen Mucks macht. Lass es ruhig mal schreien, das stärkt die Lungen und es lernt, dass es auch mal abwarten muss. Es muss lernen sich selbst zu beruhigen!"

"Wenn du dein Kind täglich in den Schlaf begleitest, verwöhnst du es und es wird nie alleine einschlafen. Lass es schreien, dann lernt es das Ein- und Durchschlafen von ganz alleine."

"Wenn du dein Kind ständig trägst, will es natürlich nicht mehr alleine oder im Kinderwagen liegen."

"Stille das Kind doch endlich ab, es isst doch schon längst am Tisch mit!"

All diese Ratschläge raten vom bedürfnisorientierten Erziehen ab. Sie vermitteln dir, dass du deinem Kind nicht jedes Bedürfnis erfüllen darfst, sonst verwöhnst du es.

Laut der Organisation Attachment Parenting International besteht das Attachment Parenting aus 8 Prinzipien der Erziehung.  

Diese heißen:

1. Vorbereitung (auf Schwangerschaft, Geburt und Elternsein)

2. Füttern

3. Reaktion 

4. Berührungen

5. Sicherer Schlaf

6. Bestimmtheit

7. Disziplinierung

8. Gleichgewicht
Im Folgenden möchte ich anhand von Beispielen aus unserem Alltag auf die einzelnen Prinzipien eingehen:

1. Vorbereitung:
Ich habe mich während der Schwangerschaft (und eigentlich auch schon weit vorher) ausgiebig mit dem Thema Schwangersein, Entbindung, Wochenbett usw. beschäftigt. Ein gemeinsamer Geburtsvorbereitungskurs hat uns geholfen, zu verstehen, was bei einer Geburt vor sich geht und auch theoretisch, wie wir uns verhalten müssen, wenn es los geht. Wer unsere Geburtsgeschichte kennt weiß auch, dass es bei uns dann etwas anders als "sonst" ablief. Trotzdem hat mich dieses Wissen sehr beruhigt und ich hatte das Gefühl bereit zu sein, als es (unerwartet früh) losging.

2. Füttern:
Das Füttern (egal ob mit der Flasche oder der Brust) ist nicht nur Nahrungsaufnahme für das Kind. Es ist viel mehr! Es gibt dem Kind Geborgenheit, Körperkontakt, befriedigt das Urvertrauen und schafft ganz viel Nähe zu Mama und Papa. Ich habe das Äffchen jederzeit gestillt, also "Stillen nach Bedarf" und nicht nach Uhrzeit. Denn das hätte meinem Kind nicht nur suggeriert, dass ICH bestimme, wann es Nahrung gibt, sondern auch, dass ICH bestimme, wann es Geborgenheit und Nähe erfahren darf. D.h. ich habe nie auf solche Sätze wie
"Stille das Kind doch endlich ab, es isst doch schon längst am Tisch mit!" oder "Warte zwischen den Stillmahlzeiten 3-4 Stunden ab, das Kind muss lernen, dass es nicht immer was gibt." gehört, sondern nur auf mein Kind und seine Bedürfnisse. Und siehe da, sie hat mir selbst gezeigt, als sie nicht mehr wollte.

3. Reaktion 
Hier geht es darum eben genau nicht darauf zu hoffen, dass das Kind sich selbst beruhigt, wie in dem Satz "Du musst nicht immer springen, wenn das Kind mal einen Mucks macht. Lass es ruhig mal schreien, das stärkt die Lungen und es lernt, dass es auch mal abwarten muss. Es muss lernen sich selbst zu beruhigen!". Sondern es ist wichtig, dem Kind zu jeder Zeit zu zeigen, dass es nicht alleine ist und es in jedem Gefühl/Bedürfnis (Angst, Hunger, Nähebedürfnis, Müdigkeit, Unwohlsein, Bauchschmerzen) zu begleiten, tags wie nachts. Denn nur so kann es das Vertrauen stärken und sich sicher und geborgen fühlen. Ich habe immer sofort reagiert, wenn das Äffchen etwas brauchte (mache ich übrigens auch jetzt noch), es musste nie lange "rufen" bzw. weinen oder schreien, hatte die Gewissheit, dass jemand kommt. Kinder schreien IMMER, weil sie etwas brauchen und nicht, weil sie uns ärgern, nerven oder gar tyrannisieren wollen!!!

4. Berührung
"Wenn du dein Kind ständig trägst, will es natürlich nicht mehr alleine oder im Kinderwagen liegen." Auch wenn das Kind nicht ständig getragen wird, kann es sein, dass es nicht alleine sein will oder den Kinderwagen nicht mag. Babys und Kinder haben ein großes Bedürfnis nach Nähe. Ist ja klar, schließlich waren sie im Bauch der Mutter monatelang immer nah. Sie haben sie gespürt, ihren Herzschlag gehört, sie reden gehört. Es war immer warm, sie mussten nie Hunger leiden, für alles war gesorgt. Selbstverständlich möchten sie nach der Geburt diesem Zustand weiterhin so nah wie möglich kommen. Sie sind es nicht gewohnt alleine zu liegen. Sie wurden immer herumgetragen und geschunkelt, als sie noch im Bauch waren. Das heißt aber natürlich auch nicht, dass es nie abgelegt werden darf oder dass ein Kinderwagen schlecht ist. Das Kind wird schon zeigen, was es braucht. Ich habe das Äffchen in ihren ersten 4 Lebensmonaten fast ausschließlich im Tragetuch gehabt. Ob zu Hause während der Hausarbeit, unterwegs, bei Freunden... Sie hat sich dort unglaublich wohl gefühlt, sich immer sofort beruhigt und selig geschlafen. Anschließend sind wir auf eine Tragehilfe umgestiegen, weil es uns allen angenehmer war. Auch jetzt noch ist das Äffchen sehr kuschelbedürftig und fühlt sich auf meinem Arm und Schoß sehr wohl (wenn sie nicht gerade als Kamikaze-Crash-Kid  unterwegs ist). Trotzdem hatten und haben wir auch einen Kinderwagen, der aber nach wie vor nicht sehr beliebt ist.

5. Sicherer Schlaf
Das Kind soll einen sicheren Schlaf haben, sprich, sich im Schlaf sicher fühlen. Wie bei den vorherigen Punkten schon angesprochen, fühlt es sich am wohlsten, wenn es in der Nähe der Eltern sein kann, Körperkontakt hat usw. Es braucht die Gewissheit, dass die Eltern nicht weit sind. Am Einfachsten hierfür ist meiner Meinung nach das Familienbett, auch wenn dieser Satz dagegenspricht: "Nimm das Kind bloß nicht mit ins Elternbett, es gewöhnt sich dran und du bekommst es nie mehr ins eigene Bett!". Hier können Eltern und Kind zusammen schlafen, das Kind kann (wenn gestillt wird) jederzeit an Mamas Brust, oder eben auch anderweitig kuscheln. Wenn es aufwacht, hat es die Gewissheit, dass es nicht alleine ist und, by the way, die Eltern können die größtmögliche Portion Schlaf für sich rausholen ohne ständig aufstehen zu müssen. Denn auch das ist "bedürfnisorientiert". Es geht ja nicht nur um die Bedürfnisse des Kindes, sondern auch der Eltern. Aber natürlich sind auch alle anderen Schlafformen okay, solange sich alle damit wohlfühlen. Kinder sind da unterschiedlich und Kinderschlaf oft ein Buch mit 7 Siegeln. Also ausprobieren und auf das Kind hören. Es wird Bescheid geben, was es braucht und wie es sich am Wohlsten fühlt. Und dass es zum Einschlafen Begleitung braucht und Nähe sucht ist völlig normal. Nicht normal (wenn man davon überhaupt sprechen kann) ist eher dass sich ein Kind von Anfang an selbst beruhigen kann ("Wenn du dein Kind täglich in den Schlaf begleitest, verwöhnst du es und es wird nie alleine einschlafen. Lass es schreien, dann lernt es das Ein- und Durchschlafen von ganz alleine."). Wir für unseren Teil praktizieren das Co-Sleeping seit Beginn an, weil unser Äffchen schon immer nur auf, über oder neben uns geschlafen hat und es sich für uns gut anfühlt.

6. Bestimmtheit
Es geht nicht darum, dem Kind komplett die Führung zu überlassen. Wir sind immer noch die Eltern und wissen auch manchmal, was besser ist bzw. was eben sein muss. Z.B. Zähne putzen oder ähnliches. D.h. Attachment Parenting schließt Bestimmtheit nicht aus, denn das wäre manchmal ja auch groß fahrlässig. Es ist aber wichtig, dem Kind zu erklären, warum z.B. Zähne putzen wichtig ist. Oder dass der Kinderarztbesuch eben sein muss usw. Das Äffchen ist auch keine besonders begeisterte Zähneputzerin. Trotzdem tun wir es jeden Abend. Eine Freundin hat mir ein sehr hilfreiches Zahnputzlied geschickt, damit klappt es etwas besser (manchmal). Aber ohne Zähneputzen geht es nicht weiter im Programm.

7. Disziplinierung
Hier geht es darum, dass die Kinder nicht bestraft werden sollen. Dass keine Drohungen oder Verbote ausgesprochen werden, sondern die Kommunikation im Vordergrund steht. Die Eltern erklären ihrem Kind, warum es das Essen nicht herumschmeißen soll. Das Kind wird für sein Trotzverhalten (z.B. in der Autonomiephase) nicht bestraft, sondern hindurch begleitet etc. Das ist natürlich nicht immer einfach. Aber es ist inzwischen ja bewiesen, dass Kinder nicht "trotzen", um ihre Eltern zu ärgern oder gar ihre Grenzen auszutesten.  Vielmehr kommt es beim Kind zum Wutanfall, wenn es überfordert ist und von seinen eigenen Gefühlen überrollt wird. Daher ist es wichtig, das Kind zu begleiten, zu kommunizieren, die Gefühle für das Kind zu verbalisieren (damit es später auch in der Lage ist, dies selbst zu tun) und das gemeinsam durchzustehen. Das Kind dafür zu schimpfen ist nicht hilfreich, man gibt ihm das Gefühl, dass seine Emotionen nicht okay sind. Wenn das Äffchen also unbedingt Naschen möchte, sie aber keine Gummibärchen bekommt (weil es keine mehr gibt oder ich finde, dass sie jetzt keine Süßigkeiten kriegen soll) kann es sein, dass sie von ihren Gefühlen überrollt wird. Sie möchte UNBEDINGT Gummibärchen haben, ist enttäuscht, dass sie keine bekommt, fühlt sich ungeliebt (weil ein Nein, in dem Alter persönlich genommen wird). Ist doch klar, dass sie dann austickt und nicht mehr weiß, wie sie damit umgehen soll. Dann verbalisiere ich diese (eben genannten) Gefühle für sie, zeige Verständnis, bleibe aber bestimmt, bis sie sich beruhigt hat. Ich nehme sie also Ernst und zeige ihr, deine Gefühle sind okay, du darfst sie äußern.

8. Gleichgewicht
Es soll aber auch ein Gleichgewicht bestehen zwischen den Bedürfnissen des Kindes und denen der Eltern. Natürlich kann das Baby und Kleinkind seine Bedürfnisse noch nicht hinten anstellen und sie sollten möglichst sofort befriedigt werden. Unabhängig davon können sich die Eltern aber gegenseitig Freiräume schaffen, sich entlasten und die Bedürfnisse des Partners beachten oder sich um ihre eigenen Bedürfnisse kümmern. Denn nur, wer auch sich nicht vergisst, kann wieder gestärkt und voll und ganz für das Kind da sein. Wie ich mir meine Auszeiten hole könnt ihr hier nachlesen.

Ich habe mich eigentlich erst einige Zeit nach Äffchens Geburt mit dem Attachment Parenting auseinandergesetzt und dann mit Erstaunen festgestellt, dass ich das eigentlich von Anfang an so praktiziert habe, ganz intuitiv, aus dem Mutterinstinkt heraus. Deshalb möchte ich euch Mut machen: Hört auf euer Kind, gebt ihm eine Stimme, nehmt seine Bedürfnisse ernst und lasst euren Mutterinstinkt euch leiten! Jeder, der sagt, du MUSST irgendwas ändern, obwohl es sich für dein Kind und dich gut anfühlt, der hat UNRECHT! Legt euch ein dickes Fell zu gegenüber ungefragten Ratschlägen und ruht in euch selbst! Ihr macht das gut und jeder, der was anderes behauptet, soll es erstmal besser hinkriegen! Ihr seid die Experten für die Erziehung eures Kindes, sonst niemand!

So, das musste mal gesagt werden!


Wie handhabt ihr die unterschiedlichen Punkte?


Sonntag, 21. Januar 2018

Herz- und Schmerz-Momente KW3

Es ist mal wieder Sonntag, Zeit für die aktuellen Herz- und Schmerz-Momente. Unglaublich, dass schon die dritte Woche in diesem Jahr vorüber ist. Meiner Meinung nach rast die Zeit schon wieder genauso wie im letzten Jahr... Wir haben wieder viel erlebt, schaut selbst:



💓 Meine Herz-Momente #1, #2 und #3:

Warum ich die Herz-Momente heute alle in einen Text packe? Weil mehr oder weniger alle zusammengehören bzw. am selben Tag stattfanden, nämlich gestern. Schon lange hatten wir uns vorgenommen, mal wieder zu dritt als Familie ins Hallenbad zu gehen. Immer kam uns etwas dazwischen oder etwas anderes erschien uns "wichtiger". Aber gestern haben wir unser Vorhaben endlich in die Tat umgesetzt und einen Familienausflug ins Hallenbad gemacht. Wir wissen ja, dass das Äffchen das Planschen (inzwischen) liebt. Da war es nicht verwunderlich, dass sie, kaum im Kinderbecken angekommen, direkt in ihrem Element war. Sie hatte ihren Minion-Ball dabei und ging mit ihm direkt auf Entdeckungstour. Innerhalb kürzester Zeit war nicht nur sie patschnass, sondern auch ich. Der Papa hat sich zwischendurch mal ins Schwimmerbecken verabschiedet, um ein paar Bahnen zu schwimmen und somit etwas für seinen Rücken zu tun. Es hat so viel Spaß gemacht, ihr beim Planschen zuzusehen und auch, dass sie völlig angstfrei war. Ihre Augen strahlten und ihre Miene und ihr Juchzen verriet: Vergnügen pur! Das war schon der erste Herz-Moment des Tages!

Aber es ging noch weiter, sogar im Schwimmbad noch. Weil wir es dem Äffchen versprochen hatten und dieses Versprechen natürlich auch einlösen wollten, bekam sie nach dem Planschen beim "Schwimmbad-Imbiss" eine Portion Pommes mit Ketchup. Wir setzten uns also mit Blick in Richtung Schwimmbecken, damit das Äffchen was zu gucken hatte. Es war ein wahrer Genuss und eine wahre Freude, ihr beim Pommes-Naschen zuzusehen. Jede einzelne Pommes hat sie genüsslich in den Ketchup getaucht und herzhaft abgebissen. Immer das Schwimmbecken im Blick, um ja nichts zu verpassen. Sie war selig und wir somit auch, hatten wir ihr doch einen schönen Nachmittag beschert und eine Freude mit dem Ausflug bereitet. Dem völlig fröhlichen Kind beim Essen zuzusehen, war definitiv Herz-Moment Nummer 2.

Nach dem das Äffchen die Pommes aufgefuttert hatte, ging mein Mann duschen und das Äffchen und ich zogen uns in der Zeit schonmal an. Weil das Äffchen das Duschen im Schwimmbad hasst, wollte ich zu Hause mit ihr nochmal kurz in die Wanne hüpfen, um von uns beiden das Chlorwasser abzuspülen. Alles klappte gut und wir waren im Nu fertig und zu Hause. Ich ließ uns Badewasser ein und stieg zuerst in die Wanne. Das Äffchen machte große Augen, denn das war tatsächlich das erste Mal in ihrem Leben, dass wir zusammen in der Badewanne badeten. Sie freute sich unglaublich, mit mir zusammen in der großen Wanne zu sitzen und zu planschen. Und ich erst. Warum um alles in der Welt hatte ich das vorher nie gemacht? Ich wollte nie mit ihr baden, weil Kinder nicht so heiß baden sollen und ich es ja besonders heiß liebe. Deshalb habe ich mich zwei Jahre lang dieser schönen Erfahrung beraubt. Aber besser spät als nie. Wir haben nochmal ausgiebig gepitschert, uns gewaschen und uns hinterher trocken gekuschelt. Ein wunderschöner Moment und daher der dritte Herz-Moment!


 
😩 Mein Schmerz-Moment


Diese Woche ist eigentlich wieder ziemlich ruhig und ohne größere Schmerz-Momente verlaufen. Der Schmerz-Moment vom letzten Mal hält nur einfach weiterhin an. Das Schlafen ist weiterhin sehr unruhig und für uns alle etwas nervenaufreibend. Das Äffchen hat momentan wieder sehr viel zu verarbeiten, die Sprachentwicklung ist jetzt in vollem Gange, jeden Tag sprudeln die neuen Wörter nur so aus ihr heraus. Ist ja klar, dass das nicht spurlos an ihr vorüber geht... Da müssen wir alle jetzt eben mal wieder durch. Es werden auch wieder bessere (Schlaf-)Zeiten kommen.


Was habt ihr diese Woche Tolles (oder weniger Tolles) erlebt?

Donnerstag, 18. Januar 2018

Tu dir was Gutes - Blogparade

Die liebe Natalia von simplylovelychaos hat zur Blogparade Tu dir was Gutes - gemeinsam gegen den Stress aufgerufen. Ich finde das Thema für uns Mütter (und natürlich auch Väter und Eltern im Allgemeinen) ganz wichtig. Denn wir sind rund um die Uhr Mama. Wir sind also IMMER Fulltime-Mamis! Auch wenn wir arbeiten gehen hören wir ja nicht während der Arbeitszeit auf, Mutter zu sein. Wir denken trotzdem JEDE freie Minute an unser Kind, sind IMMER in Sorge, ob es ihm gut geht usw. 24 Stunden an 7 Tagen die Woche. Das ist eben so bei uns Müttern. Und das ist ja auch gut so! Das zeichnet uns schließlich auch aus. Es zeigt wie stark wir sind und dass wir stolz sein können, so taff zu sein! 

Es zeigt aber auch, dass wir Auszeiten und Entschleunigung brauchen, um wieder neue (Super-)Kräfte tanken zu können. Um wieder loslegen und ganz für unser Kind und unsere Mutterrolle da sein zu können. Leider wird genau diese Mutterrolle und alles, was sie ausmacht, in unserer Zeit kaum bis gar nicht wertgeschätzt. Wir bekommen ein Jahr der Elternzeit (wenig) bezahlt. Wenn wir länger zu Hause bleiben wollen - bei unserem Kind wohlgemerkt und nicht, um uns einen schönen Lenz zu machen - können wir schauen wo wir bleiben. Denn der Fulltime-Mami-Job ist ab dann unbezahlt. 

Wie sollen wir uns selbst lieben, auf die Schulter klopfen und stolz auf unsere Kraft, Stärke, Geduld, Durchhaltevermögen, Einfallsreichtum, Gelassenheit, Kreativität, Überwindung, Multitasking sein, wenn keiner es sieht und würdigt?

Indem wir Mütter und Eltern uns gegenseitig unterstützen, pushen, gratulieren, feiern und wertschätzen! 

Wir haben schon genug mit den Vorurteilen, guten Ratschlägen und dem Unverständnis vieler Menschen zu kämpfen! Da müssen wir uns doch das Leben nicht noch gegenseitig schwer machen. Kinder vergleichen, uns gegenseitig in Schubladen stecken und ein Richtig-oder-Falsch-Denken hilft nicht weiter, sondern zieht noch mehr runter! Also lasst uns alle mithelfen, dass wir Mütter Wertschätzung und Verständnis von uns Müttern bekommen!

Das alleine reicht aber noch nicht, um Kraft zu tanken und gepusht zu werden. 

Wir müssen uns wieder mehr lieben lernen, denn nur wen man liebt, tut man auch gern und bedingungslos etwas Gutes. Und wir müssen lernen unsere Grenzen zu achten und nicht ständig (selbstlos) zu überschreiten.

Ich neige zum Beispiel dazu, erstmal alles abzuhandeln, was "wichtig" ist, mich um alles und jeden zu kümmern und wenn dann noch Zeit ist (was eher selten der Fall ist), dann tue ich etwas für mich. Das ist aber oft zu spät. Oft merke ich dann, wie gerädert ich abends bin und gereizt.

Es gilt also RECHTZEITIG auf die Bremse zu treten und Zeit für sich einzufordern und zu nutzen, mit Dingen, die du liebst. Denn DU bist auch wichtig!!!!


Meine "Das tut mir gut - Tipps":

1. Sonne tanken


In Norddeutschland ist die Sonne zwar leider oft Mangelware, aber um so mehr genieße ich es, wenn sie sich doch mal blicken lässt. Ein kleiner Spaziergang, immer der Sonne nach, bewirkt Wunder. Am Besten alleine, um entspannen und abschalten zu können. Aber wenn sich diese Gelegenheit nicht bietet, kann auch ein Spaziergang oder Besuch auf dem Spielplatz mit Kind eine gute Alternative sein. Hauptsache Sonne tanken, da hat man sofort bessere Laune und fühlt sich insgesamt wohler.


2. Kaffee/Tee/heiße Schokolade trinken

Früher fand ich es immer fast ein bisschen befremdlich, wenn ich Menschen alleine im Cafe gesehen habe. Sie taten mir leid, weil sie scheinbar Niemanden hatten, der ihnen Gesellschaft leistete. Heute weiß ich, dass es vermutlich nicht immer Einsamkeit war, die sie alleine ins Cafe gehen ließ. Sondern sicherlich auch manchmal das Bedürfnis nach Ruhe und nach Zeit für sich selbst. So ein leckeres Heißgetränk im Cafe nebenan, vor oder nach dem Einkaufen, kostet nicht viel Zeit und Aufwand. Es ist nicht, wie zum Sport gehen, Tasche packen müssen, hinfahren, Sporteln, duschen und zurück. Sondern es lässt sich wunderbar in den Tag integrieren und gibt trotzdem Kraft und ein wenig Entschleunigung. Wer sich "besonders" verwöhnen möchte, kann sich ja noch ein Stück Kuchen dazu bestellen ;).


 3. Baden


Für mich gibt es nichts Entspannenderes als ein richtig heißes Bad mit Schaum oder anderen pflegenden Zusätzen, z.B. Milch und Honig und einem guten Buch (das ist übrigens auch der einzige Ort, wo ich zur Zeit in Ruhe und entspannt lesen kann). Wenn möglich schicke ich meinen Mann in der Zeit mit dem Äffchen auf den Spielplatz, damit ich die Wohnung für mich habe und mal eine halbe Stunde bis Stunde nichts anderes sehe oder höre. Danach fühle ich mich durch die tollen und wohlduftenden Badezusätze nicht nur entspannt, sondern auch schön.


4. Heimaturlaub bei Äffchens Großeltern


Da Äffchens Großeltern in Süddeutschland leben, machen wir aus einem Besuch bei ihnen immer direkt einen längeren Heimaturlaub. Wir ziehen quasi bei meinen Eltern oder Schwiegereltern ein und müssen uns eine Woche (oder länger) um nichts mehr kümmern. Das Essen wird uns gemacht, Wäsche müssen wir in der Zeit nicht waschen (und wenn doch, dann nehmen uns das die Omas ab) und es ist immer jemand da, der auch mit auf das Kind schaut oder uns als Paar auch mal zu einer kleinen zweisamen Aktivität verhilft. Das tut gut und fühlt sich wirklich wie Urlaub an. Nur halt nicht in der Karibik...


5. Einem Hobby nachgehen


In der Zeit vor dem Mamasein hatte sicherlich jede Mutter mindestens ein Hobby, z.B. Nähen, Tanzen, Fahrradfahren, Lesen oder was auch immer. Als Mama hat man oft kaum mehr Zeit dafür bzw. nimmt sich auch selten Zeit dafür. Dabei ist es so wichtig, zwischendurch Dinge zu tun, die richtig Spaß machen. Also ran an die Nähmaschine, rauf auf das Fahrrad oder rein die Inline-Skates. Ich zum Beispiel habe endlich wieder angefangen im Chor zu singen. Einmal die Woche gehe ich nun abends zur Chorprobe, trällere eine Stunde und komme dann meist ganz beschwingt nach Hause. Da sie abends stattfindet, kann mein Mann in der Zeit auf das Äffchen aufpassen (oder das Äffchen auf ihn...). Klar, ich muss die Chorprobe auch öfters mal ausfallen lassen, weil das Äffchen kränkelt oder mein Mann doch mal länger arbeiten muss. Aber ich versuche so oft es geht hinzugehen. Ach ja, und alle heilige Zeit komme ich auch mal zum Häkeln.



Wie ich sonst noch so entspanne könnt ihr auch gerne nochmal in meinem Post 
Raus aus dem Affentheater oder meine Top-Entspannungstipps nachlesen!




Was tut ihr für euch? Was ist euer Seelenbalsam? Euer Geheimtipp?

 

Mittwoch, 17. Januar 2018

Gefülltes Fladenbrot

Neulich musste es mal wieder schnell gehen bei uns in der Küche. Deshalb habe ich seit Langem mal wieder ein "Gefülltes Fladenbrot" gemacht. Es geht ganz einfach, schmeckt lecker und ist schnell ohne viel Aufwand gemacht. Es gibt natürlich viele kreative Variationsmöglichkeiten, ich stelle euch heute eine davon vor:

Zutaten für 2 Erwachsene (und ein Kleinkind):

1 Fladenbrot

5 Scheiben geräucherter Schinken

2 mittelgroße Tomaten

1 Mozzarella

3 Peperoni aus dem Glas (für Kinder lieber weglassen, oder nur eine Hälfte des Fladenbrotes damit belegen oder Paprika nehmen)

1 Hand voll Oliven (kann auch weggelassen werden, je nach Geschmack)

1 Putenbrust (in Streifen geschnitten)

2 EL Rapsöl (oder ein anderes)

Salz, Pfeffer

nach Belieben Paprika-Pulver, Knoblauch


Und so geht die Zubereitung

Zuerst wird die Putenbrust in Streifen geschnitten und mit dem Öl und den Gewürzen mariniert. Während der weiteren Zubereitung durchziehen lassen.

Nun wird das Fladenbrot quer aufgeschnitten.

Mit geräuchtertem Schinken belegen und anschließend kleingeschnittene Tomatenwürfeln, Mozzarellawürfel,Peperoni (oder Paprika) und Oliven darüberstreuen.

Ofen schonmal vorheizen auf 180-200°C und Ober-Unterhitze.

Die Putenstreifen kurz in der Pfanne anbraten und ebenfalls auf dem Fladenbrot verteilen.

Fladenbrot zuklappen und alles für ca. 10 Minuten in  den Ofen, warten bis der Käse zerlaufen ist und herausnehmen, bevor das Fladenbrot oben zu kross ist.

Und schon kann geschlemmt werden.

Wie gesagt, es sind euch da alle Möglichkeiten offen, im Prinzip wie bei der Pizza! Einfach drauflegen, was euch schmeckt, in den Ofen und aufessen!

Lasst es euch schmecken!


Montag, 15. Januar 2018

Die Sache mit dem Töpfchen - 4 "Töpfchen-Tipps"

Wie ich schon im Blogpost Der Wal muss mit auf's Töpfchen erwähnte, ist das Töpfchen momentan der große Renner. Zur Zeit wird es mehrmals täglich besucht, ohne Wal-Buch geht nichts und bisher landet auch nur sehr sporadisch etwas im Töpfchen. 

  
Wie fing das eigentlich an mit dem Töpfchen?

Schon weit vor Weihnachten hat das Äffchen immer wieder mal selbst auf die Windel geklopft und "Kacki" gerufen, was auch meistens der Wahrheit entsprach. D.h. sie fing ab dem Zeitpunkt an zu spüren, wenn sich in der Windel etwas tat. Das war dann für mich der Punkt, an dem ich dachte, jetzt sollte mal ein Töpfchen her. Kaum hatte ich dieses aber besorgt, hörte das Äffchen schlagartig wieder auf, ihre Windelaktionen zu kommentieren, sodass das Töpfchen erstmal bis vor 2 Wochen als Dekoartikel in unserem Gäste-WC stand. Erst jetzt ist es plötzlich wieder interessant. Das Töpfchen und was da so in der Windel passiert... Naja, und vor einer guten Woche hatten wir dann ja das erste Erfolgserlebnis. Seither passiert das aber eher selten.

Wie geht es jetzt weiter?

Nun stellte ich mir die Frage, die sich bestimmt schon ganz viele Eltern vor mir stellten: Wie soll ich jetzt diesbezüglich weiter verfahren? Soll ich am Ball bleiben, die Töpfchenbesuche initiieren, sie immer wieder daran erinnern, sie an das Töpfchen "gewöhnen"? Oder soll ich abwarten, das nicht forcieren? Aber schläft es dann nicht vielleicht wieder ein? Verpasse ich dann nicht den richtigen Zeitpunkt? Nach einigem Hin- und Herüberlegen und so manchem Gespräch mit Eltern gleichaltriger oder älterer Kinder bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen:

Meine 4 Töpfchen-Tipps:

1. Kein Druck 

Das Kind wird nicht schneller erfolgreich aufs Töpfchen gehen, je öfter ich mit ihr "übe". Es kann eben erst langfristig auf's Klo gehen, wenn es wirklich spürt, dass es muss. Da bisher noch sehr sporadisch etwas im Töpfchen landet, ist davon auszugehen, dass es jetzt erst losgeht mit dem Spüren. Damit sie aber weiterhin "gern" auf das Töpfchen geht ist es jetzt wichtig, KEINEN Druck aufzubauen, indem ich sie ständig überrede auf das Töpfchen zu gehen und ihr dann womöglich noch zu signalisieren "Mama ist enttäuscht", wenn eben wiedermal nichts passiert. Das Äffchen gibt das Tempo an und das ist gut so!


2. Angenehme Atmosphäre schaffen

Wie gesagt, es ist wichtig, dass das Äffchen gern auf das Töpfchen geht und keine Abneigung entwickelt. Deshalb schaffe ich eine angenehme "Klo-Atmosphäre". Dafür sind drei Punkte zu beachten:

- Das Töpfchen sollte an einem warmen Ort stehen (wer packt den Popo schon 
  gern in der Kälte aus?)

- Das Töpfchen sollte ein ansprechendes Design haben. Das heißt nicht, dass ein
  unglaublich teures, buntes, aufwendiges Töpfchen gekauft werden muss. 
  Man kann auch ein ganz normales einfarbiges Töpfchen mit lustigen Stickern 
  bekleben und schon ist es interessant und bunt.

- Wenn das Kind nicht gern auf das Töpfchen geht, ist vielleicht ein Klo-Sitz eine
  gute Alternative. Einfach das nehmen, womit sich das Kind am wohlsten fühlt.
3. Ein Ritual daraus machen

Es kann auch hilfreich sein, den Töpfchenbesuch in ein Ritual mit einzubauen. Z.B. morgens und abends nach dem Aufstehen und vor dem Schlafen gehen. Genau wie das Zähneputzen, Anziehen etc. Dabei ist es wichtig, sozusagen ein Ritual aus dem Ritual zu machen. Also nicht einfach Hose runter, draufsetzen, abwarten und fertig. Sondern eben vielleicht ein schönes Buch mitnehmen und gemeinsam anschauen oder Mama singt jedes Mal ein lustiges Klo-Lied oder was euch eben einfällt. Bei uns ist ja das Wal-Buch nicht mehr wegzudenken. 


4. Erfolgserlebnisse feiern

Wenn das Äffchen dann erfolgreich war am Töpfchen, egal ob mit einem großen oder kleinen Geschäft, feiere ich eine kleine Party! Lobe sie also, sage, wie toll sie das schon kann etc. Wenn das Töpfchen leer bleibt, sage ich ihr, dass das völlig ok ist.


Noch ein paar Worte zum Thema Toilettentraining:

Ich persönlich halte gar nichts davon, ein sogenanntes Toilettentraining mit dem Kind zu veranstalten. Das setzt das Kind nur unter Druck, es fühlt sich schlecht, wenn es nichts ins Töpfchen macht und noch schlechter, wenn etwas in die Hose geht. Die Kinder haben dann schnell das Gefühl zu versagen. Und das ist das Letzte, was wir unseren Kindern bei diesem Thema (und natürlich auch generell) vermitteln sollten. Also, ganz entspannt angehen und dem Kind Zeit geben. Das ist mir wichtig!



Wie habt ihr das mit dem Töpfchen gehandhabt?


Sonntag, 14. Januar 2018

Herz- und Schmerz-Momente KW 2

Das neue Jahr ist inzwischen schon wieder zwei Wochen alt. Der Alltag ist wieder eingekehrt, das Äffchen ist wieder in der KiTa und der Liebste in der Arbeit. Was wir erlebt haben, was mein Mutterherz höher schlagen ließ und was es traurig machte, könnt ihr hier bei den aktuellen Herz- und Schmerz-Momenten nachlesen!



💓 Mein Herz-Moment #1:

Mein ultimativer Herz-Moment fand diese Woche am Freitag Nachmittag statt. Freitags ist das Äffchen ja bis zu meinem Wiedereinstieg in die Arbeit noch bei mir zu Hause und hat kita-frei. Wir waren also vormittags unterwegs, haben biometrische Passbilder für sie machen lassen, da wir evtl. dieses Jahr mit ihr ins Ausland wollen. Den Nachmittag haben wir dann eben ruhig angehen lassen, viel gespielt, gebaut, Bücher angeschaut und so weiter. Auf einmal setzte sich das Äffchen auf das Sofa und begann, sich mit den Händen auf die Oberschenkel zu klopfen und zu "singen". Ich verstand kein Wort, aber es war eindeutig, dass es ein Lied sein sollte. Das war ja schon der erste super süße Moment, denn dass sie wirklich singt, kam bisher eigentlich noch nicht vor. Aber es geht noch weiter. Da ich ihr "Lied" nicht kannte, sie mir aber zeigte, ich solle mitmachen, klopfte ich mir also auch auf die Oberschenkel. Da freute sich das Äffchen. Als sie nur noch klopfte und nicht mehr sang, stimmte ich das Lied "A ram sam sam" an. Bestimmt kennen es die ein oder anderen unter euch, das Lied ist in KiTa's oft der Dauerbrenner und gerade zur Faschingszeit sehr beliebt. Es besteht eigentlich nur aus Fantasiewörtern und wird mit Gesten und eben Schenkel-Klopfen begleitet. Das Äffchen strahlte über das ganze Gesicht und machte mir sämtliche Gesten nach. Es war ein Bild für Götter und es machte riesig Spaß, mit ihr zu singen. Natürlich sollte ich das Lied dann in Dauerschleife singen und am Ende rief sie immer wieder ganz begeistert "Einmal" (Nochmal). Das war wirklich ein Herz-Moment!


💓 Mein Herz-Moment #2:

Den zweiten Herz-Moment erlebte ich am Donnerstag in der KiTa. Als ich das Äffchen abholte, freute sie sich und flitzte nochmal schnell in ihre Gruppe, um ihren ErzieherInnen A., M. und L. Tschüss zu sagen. A. verabschiedete sich überschwänglich von dem Äffchen und rief mir dann zu "Es ist schön, das Äffchen in unserer Gruppe zu haben". Welches Mutterherz schlägt da nicht höher? Und als wäre das nicht schon genug, kam es noch besser. Bevor wir die KiTa verließen, hatte ich noch ein kurzes Gespräch mit der Leitung. Am Ende des Gesprächs sagte sie zu mir: "Das Äffchen ist wirklich so ein neugieriges und aufgewecktes Kind. Sie ist an allem interessiert und möchte alles entdecken und mitmachen. Da kannst du wirklich stolz sein! Alles richtig gemacht!" Ihr könnt euch vorstellen, dass ich den Rest des Tages sehr beschwingt war! Auch wenn ich grundsätzlich mit mir als Mama überwiegend zufrieden bin, bleibt ja letztlich doch immer wieder mal etwas Unsicherheit, ob man immer auf dem richtigen Weg ist etc. Da tun solche Aussagen als Bestätigung manchmal schon wirklich richtig gut! Und dann gleich zwei an einem Tag... Absolute Herz-Momente!

 
😩 Mein Schmerz-Moment

Was in der letzten Woche noch ein Herz-Moment war, nämlich das Durchschlafen, entwickelte sich leider diese Woche wieder eher in Richtung Schmerz-Momente. Das Durchschlafen blieb nicht nur eine Ausnahme, das gesamte Schlafverhalten wurde leider wieder unruhiger. Das Äffchen wacht öfter auf, jammert, will trinken, will kuscheln etc. Möglicherweise machen sich nun doch die letzten Backenzähne auf den Weg, auch wenn ich bisher nichts sehen konnte. Naja, ich freue mich, dass es jetzt ein Weile wieder besser lief und hoffe, dass bald wieder eine gute Phase folgt. Bis dahin übe ich mich in Gelassenheit, wie in meinem Artikel zum Thema Kinderschlaf beschrieben.


So, auf in eine neue Woche. Es stehen einige wichtige Termine an, ich bin gespannt, welche Herz- und Schmerz-Momente uns beschert werden. Nächsten Sonntag werdet ihr es erfahren. Bis dahin: Habt eine gute und schöne Zeit!


Was waren eure Herz- und Schmerz-Momente der Woche?