Donnerstag, 14. Dezember 2017

KiTa-Eingewöhnung Abschlussbericht - Teil 2: Die Stabilisierungs- und Trennungsphase

Weiter geht es mit meinem Abschlussbericht zur KiTa-Eingewöhnung meines Äffchens. Wer Teil 1 verpasst hat, kann hier nochmal nachlesen.

In der Stabilisierungs- und Trennungsphase geht es ja in erster Linie darum, die positiven Erfahrungen aus der Grundphase zu nutzen und das Vertrauen zum Erzieher zu festigen. 

 
Tag 4 (06.11.):
Der vierte Tag war ein Montag. Damit das Kind nach dem Wochenende und der zweitägigen KiTa-Pause nicht direkt mit Veränderungen überfordert wird, wird der Montag in der Eingewöhnung nochmal genauso gestaltet, wie der Freitag. D.h. die Trennungsdauer wird z.B. erst dienstags erhöht und die Bring- und Abholzeit bleibt auch gleich. Wir kamen also wieder um 9:30 Uhr nach dem Morgenkreis an. Das Äffchen war an dem Tag noch etwas anhänglich, sodass wir erst nach einiger Zeit die erste Trennung versuchten. Diesmal wollte sie mich aber nicht gehen lassen.  Ich bin froh, dass der Erzieher A. sehr einfühlsam ist und uns auch nicht dazu drängte. Später, kurz bevor wir gehen wollten, ergab sich dann nämlich doch von ganz allein noch eine kurze Trennung ohne Tränen und Klammern. Um 10:30 Uhr endete auch dieser KiTa-Tag für uns.

Ab jetzt unterteile ich meinen Bericht nicht mehr in die einzelnen Tage, sondern in Wochen ein.

2. Woche:
Vom 5. Tag an durften wir um 9 Uhr zum Morgenkreis kommen. Ich blieb während des Morgenkreises noch mit dabei, damit das Äffchen erst einmal ankommen konnte. Sehr bald führten wir ein, dass ich mich nach dem Morgenkreis verabschiedete. Ich gab dem Äffchen also wieder ein Küsschen, erklärte ihr, dass ich jetzt mal auf die Toilette müsse und übergab sie, wenn nötig, in A.'s Arme. Anschließend blieb ich die ersten Tage ca. 30 Minuten weg, gegen Ende der Woche sogar schon 45-60 Minuten. Es hat erstaunlich gut geklappt. Sie hat nicht geweint und nach kurzem Kuscheln auf A.'s Schoß ging sie spielen. Wenn ich sie wieder abholte, war sie fröhlich und strahlte mich an und versuchte mir auf ihre Weise von ihrem Erleben zu berichten. A. erzählte auch immer sehr ausführlich, wie es gelaufen ist, sodass ich mich gut informiert und betreut fühlte.

3. Woche: 
In dieser Woche wollten wir eigentlich entgegen der üblichen Handhabe gleich montags damit starten, dass ich das Äffchen schon VOR dem Morgenkreis verabschiede und diesem nicht mehr beiwohne. Doch montags war sie dann nach dem Wochenende doch sehr anhänglich und so verschoben wir das (zum Glück) ganz flexibel auf den nächsten Tag. Trotzdem klappte die Trennung dann an dem Tag sehr gut. Als ich sie abholte, war sie allerdings traurig oder weinerlich. An dem Tag war die Gruppe zum ersten Mal draußen und der Übergang von drinnen nach draußen ohne Mama bekam ihr wohl doch noch nicht so gut. Trotzdem rief sie schon am Nachmittag wieder "KiTa, KiTa", sodass ich weiterhin zuversichtlich war, dass alles gut klappen wird. Am nächsten Morgen gab ich sie dann tatsächlich vor dem Morgenkreis ab. Diesmal klammerte sie sich an mich und weinte ein kleines Bisschen. Trotzdem vereinbarten wir, dass ich erst um 11 Uhr wiederkommen solle, sofern ich nicht früher einen Anruf von A. bekäme. Etwas durch den Wind verließ ich die KiTa fluchtartig und versuchte mich in einem nahegelegenen Cafe abzulenken. Diese zwei Stunden waren ziemlich lang, aber ein Anruf kam nicht. Als ich sie dann um 11 Uhr endlich abholen durfte, konnte ich durch das "Bullauge" beobachten, dass sie fröhlich spielte, lachte und strahlte. Da war ich dann wieder sehr beruhigt. A. berichtete auch, dass sie nur ganz kurz geweint hatte und nach 2 Minuten schon wieder auf Achse ging. Das gleiche Spiel hatten wir am nächsten Tag nochmal. Diesmal war ich schlauer. Ich wartete kurz vor der Gruppentüre ab und als ich das Äffchen nicht mehr hörte, riskierte ich wieder einen Blick durch das "Bullauge". So konnte ich mich mit eigenen Augen davon überzeugen, dass der Spuk nach kürzester Zeit vorbei war und das Kind wirklich schnell spielen ging. Diesmal konnte ich meinen Kaffee sehr viel entspannter trinken. Den Rest der Woche klappte es morgens auch ohne Weinen.

4. Woche:
Montag lief wie die anderen Tage auch ohne Weinen von 9-11 Uhr. Ab Dienstag durfte das Äffchen tatsächlich schon bis 12 Uhr bleiben und noch in der KiTa Mittag essen. Das hieß auch, ich durfte mich weiter von der KiTa wegbewegen als ins benachbarte Cafe zu gehen und fuhr zum ersten Mal nach Hause, um die Zeit für mich zu nutzen. Diese Woche kann ich es kurz machen: Es gab weder Probleme beim Abgeben, noch beim Mittagessen. Sie war zwar dann um 12 Uhr hundemüde und schlief zu Hause dann sofort ein, aber das war ok.

5. Woche: 
In dieser Woche sollte das Äffchen ab Dienstag eigentlich die volle Buchungszeit bis 14:30 Uhr bleiben und somit auch den Mittagsschlaf in der KiTa halten. Leider erkrankte sie dann in der Nach von Sonntag auf Montag an Magen-Darm und blieb somit Montag und Dienstag zu Hause. Zum Glück ging es ihr schnell wieder gut, sodass sie am Mittwoch schon wieder in die KiTa gehen konnte. An diesem Tag war A. wegen Fortbildung nicht im Haus, sodass die Erzieherin M. das Äffchen entgegen nahm, was auch ohne Probleme klappte. Wir vereinbarten, dass wir es trotz der Krankheitspause gleich bis 14:30 Uhr probieren würden, außer M. fällt schon sehr früh auf, dass es noch zu früh ist, dann hätte sie mich angerufen und ich hätte sie doch nochmal um 12 Uhr abgeholt. Es kam kein Anruf und um 12 Uhr hatte ich richtig Herzklopfen, wusste ich doch, dass eine neue Situation auf mein Äffchen zukommt. Doch was soll ich sagen: Es klappte einwandfrei, sie schlief sogar eine Dreiviertelstunde neben M. Auch den Rest der Woche hat es geklappt. Hiermit war die Trennungs- und Stabilisierungsphase abgeschlossen. 

Fazit zur Stabilisierungs- und Trennungsphase:
Diese Phase endete, da das Äffchen nun schon ein paar Tage die volle Buchungszeit in der KiTa verbrachte und volles Vertrauen zu beiden (!!!) Bezugsperonen aufgebaut hatte. Das zeigte sie, indem sie sich schnell von A. oder M. beruhigen ließ, mit Appetit zu Mittag aß und sich in der Schlafenszeit soweit entspannen konnte, dass sie sogar einschlief. Ich sage immer, wer in der KiTa isst und schläft, der fühlt sich in der Regel auch sehr wohl da. Dass das der Fall war konnte ich ja sowieso an ihrem Strahlen und ihrem morgendlichen freudigen "KiTa"- Gerufe sehen. 


Nun sollte in der 6. Woche die Schlussphase folgen. Wie wir diese erlebten, könnt ihr in einer Woche, am Donnerstag, den 21.12. nachlesen. 

Kommentare:

  1. Ich find den Bericht wirklich interessant. Hab zwar keine Kinder aber werde bestimmt auf deinem Blog zurückgreifen, wenn es mal soweit ist :D

    Lots of Love, Dilan from  DILANERGUL

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  2. Hallöchen,
    ich finde so eine Eingewöhnungsphase für die Kinder echt super :) Bei uns gab es das zwar nicht, aber ich kam dort trotzdem gut zurecht!

    Liebst Linni
    www.linnisleben.de

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    1. Bei uns früher auch nicht... Aber inzwischen weiß man es zum Glück besser!

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  3. Hey,

    ein spannendes Thema und toll formuliert. Eine Eingewöhnungsphase ist für Kind und Mutter wichtig und sollte definitiv stattfinden.

    Lg

    Steffi

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  4. Sehr schön, dass ihr diese Eingewöhnungsphase habt!
    Danke für diesen Artikel :)

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  5. ein super schöner Bericht! auch wenn ich wieder nur vom Hörensagen selber was dazubeisteuern kann ... mein erster Neffe, wollte gar nicht mehr aus der Kita raus, der zweite hatte aber auch etwas länger Probleme mir der Eingewöhnung :)

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von www.liebewasist.com

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  6. Oh wie toll! Ein wirklich interessanter Bericht für alle Jungmütter und toll dass du deinem Kind so eine Phase "gönnst" und versuchst das es möglichst leicht ist 💗

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  7. Eingewöhnungsphase im Kindergarten, ach das ist bei uns schon sooo lange her. War aber eine sehr spannende und aufregende Zeit. Meine Kinder sind zum Glück immer gerne in den Kindergarten gegangen und hatten auch mit der Eingewöhnung keine großen Probleme.

    Alles Liebe

    Freya
    von www.dieplaudertasche.com

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  8. Das ist ein richtig hilfreicher Bericht mit vielen tollen Tipps!

    Liebe Grüße Christian

    https://www.beatsanddogs.com

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