Sonntag, 17. Dezember 2017

Herz- und Schmerz-Momente vom 11.-17.12.17

Wieder neigt sich eine Adventswoche dem Ende zu. Sie war sehr schön, richtig adventlich und irgendwie von vorweihnachtlicher Stimmung geprägt. Hier könnt ihr direkt nachlesen, was wir erlebt haben, bei den aktuellen Herz- und Schmerz-Momenten!


💓 Mein Herz-Moment:

Diese Woche wollte ich meinem Äffchen soo gerne ermöglichen, Plätzchen auszustechen und nach dem Backen zu verzieren. Ich habe das in meiner Kindheit selbst total geliebt und auch mit dem Kids in der KiTa habe ich es noch sehr gerne gemacht. Der einzige Unterschied: In der KiTa hatte ich immer tolle Kolleginnen, die das Backen liebten und auch konnten. Sie haben den Teig vorbereitet und auch auf die Plätzchen im Ofen aufgepasst. Und in meiner Kindheit war es natürlich meine liebe Mama, die die Oberaufsicht und Verantwortung hatte. Jetzt war ich plötzlich die Mama und hatte keine Ahnung von nix. Daher glühte das Telefon mehrmals, so habe ich mir das Rezept von meiner Mama geben lassen und sie hat mir gesagt, wie lange die Plätzchen bei wieviel Grad im Ofen bleiben sollen. Soweit so gut. Am Donnerstag bereitete ich den Teig am Vormittag vor, während das Äffchen in der KiTa war, damit wir nachmittags direkt ausstechen konnten. Ich stellte mir das sehr romantisch vor, dass das Äffchen mit genauso viel Freude wie ich früher bei der Sache wäre und wir einen tollen Back-Nachmittag haben würden. Das (vermeintliche) Ende vom Lied war, dass sie nach wenigen Minuten keine Lust mehr hatte (weil sie sich mit dem Ausstechen auch noch etwas schwer tat) und danach die Küche verwüstete, während ich schweißgebadet die weiteren Plätzchen ausstach. Das hat nicht ganz so viel Spaß gemacht, wie in meiner Kindheit früher...
Bis hierhin hört es sich wohl eher wie ein Schmerz-Moment an, fand ich doch, dass der Aufwand größer war, als die Ausbeute. Doch die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Am Samstag nahm ich mir ein Herz und beschloss, der Sache noch eine Chance zu geben. Ich wollte die Plätzchen mit dem Äffchen zusammen noch schön verzieren. Also bereitete ich den Schokoguss und die Streusel vor, befürchtete aber, dass es ähnlich ablaufen wird, wie am Donnerstag. Weit gefehlt. Diesmal war das Äffchen mit einem Riesenspaß dabei. Sie kam sehr gut zurecht mit dem Pinsel und strich die Plätzchen also ganz ohne meine Hilfe toll mit Schokolade ein. Die Küche sah zwar hinterher aus, wie nach einer Schokoschlacht, aber das war es Wert. Ich war so stolz auf das Äffchen und so froh, dass ich mich doch zum Verzieren durchringen konnte. Weil es so gut geklappt hat, durfte das Äffchen dann noch den Pinsel abschlecken und die daneben gefallenen Streusel naschen. So waren wir beide selig und hatten doch noch unseren Herz-Moment!

Das Ergebnis kann sich sehen lassen


😩 Mein Schmerz-Moment

In letzter Zeit habe immer ich das Äffchen abends ins Bett gebracht. Erstens, weil ihr Papa abends oft spät nach Hause kommt, aber in erster Linie, weil sie während der KiTa-Eingewöhnung doch wieder sehr mamafixiert war und ich ihr das Bedürfnis nach Nähe mit mir nicht verwehren wollte. Nun ist sie aber eingewöhnt und wir wollten es am Freitag mal wieder probieren, dass der Papa sie ins Bett bringen sollte. Vor der KiTa-Eingewöhnung klappte das nämlich immer super. Also machte ich die Maus bettfertig, kuschelte noch ausgiebig mit ihr, erklärte ihr, dass der Papa sie heute ins Bett bringen würde und ich noch ein bisschen "arbeiten" müsse (Bloggen ist ja auch irgendwie Arbeiten). Dann übergab ich das schimpfende Kind in Papas Arme. Was danach passierte, tat mir schon ziemlich leid. Sie weinte noch eine Weile und mein Mann musste mit ihr nochmal nachschauen, ob die Mama wirklich weg war. Dazu ist er nochmal in alle Zimmer gegangen, in denen ich nicht war. Das Arbeitszimmer, in dem ich mich befand, hat er einfach ausgelassen, noch merkt sie das nicht. Danach hat sie sich aber zum Glück schnell beruhigt und ist beim abendlichen Ritual dann auch schnell eingeschlafen. Trotzdem versetzt es dem Mutterherz einen Stich und man würde am Liebsten sofort zurückkommen zum Kind. Aber auch Mamas haben manchmal Grenzen und am Freitag Abend war ich selbst fix und fertig. Und ihr Papa ist ja schließlich kein Wildfremder für sie! Trotzdem ein Schmerz-Moment... 

Kommentare:

  1. Ich danke dir für deinen wundervollen Beitrag Liebes!
    http://carrieslifestyle.com

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  2. Oh Hilfe, die arme Maus. Kann mir vorstellen, wie schwer das für euch beide ist. Dein Mann hat sich bestimmt aber auch nicht so wohl in der Situation gefühlt... Ich hoffe, dass legt sich bald wieder! Ich wünsche Dir und Deiner Familie noch einen schönen dritten Advent!
    Liebe Grüße
    Jil

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  3. Ich finde es immer sehr interessant in das Mami-Leben reinzublicken! Vielen Dank dafür. Ich hoffe die kleine Maus lässt sich auch schon bald gerne vom Papi ins Bett bringen.

    Liebe Grüße
    Lisa

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  4. Oh das kenn ich! Bei mir ist es leider auch immer so, dass ich recht ungeduldig bin und dann klappt es natürlich noch weniger. Mein Tipp, keine Erwartungen haben, dann kann es schon mal nicht schlimmer sein. :)
    Wird alles besser mit der Zeit...
    LG
    Charnette

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  5. Die Plätzchen sehen ja wirklich schon richtig toll aus! Ich freue ich auch schon sehr, wenn ich mit meiner KLeinen endlich Plätzchen backen kann!!
    LG Ina

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  6. Wunderbar, dass es dann durchs verzieren doch noch ein Herzmoment für dich wurde.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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  7. Meine Freundin Silke Brandt hat eine tolle FB-Gruppe für Mamas - vllt. ja was für dich als Inspiration? https://www.facebook.com/groups/Lebensenrgie.Leichtigkeit.der.Mutter/

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