Sonntag, 19. November 2017

Herz- und Schmerz-Momente vom 13.-19.11.17

Eine schöne und aufregende Woche liegt hinter uns, wir haben viel erlebt und was uns besonders bewegt hat, das erzähle ich euch jetzt hier bei den 


💓 Mein Herz-Moment

Am Mittwoch entstand aus dem Nichts ein wunderschöner, ganz einfacher Herz-Moment. Manchmal braucht es nicht viel dafür, in diesem Fall reichte eine Packung Seifenblasen völlig aus. Das Äffchen entdeckte diese zufällig, als ich den Wohnzimmerschrank öffnete, um ein Buch rauszunehmen. Ganz oben, im obersten Regal stehen (fast vergessen) die Seifenblasen. Ich hatte gar nicht mehr an sie gedacht. Doch als der Schrank sich öffnete, machte das Äffchen auf einmal ganz aufgeregt "Fff, Fff" und zeigte wild gestikulierend auf die Seifenblasen. Das letzte Mal, als ich für sie Seifenblasen machte, war mindestens ein halbes Jahr her. Dieses Mal war sie zum ersten Mal total begeistert und konzentriert dabei. Sie verfolgte ganz gebannt jede Seifenblase. Irgendwann begann sie, die Seifenblasen fangen zu wollen und staunte nicht schlecht, als diese dabei plötzlich zerplatzten und verschwunden waren. Immer wieder versuchte sie eine Seifenblase zu erhaschen, in der Hoffnung, dass es diesmal klappen würde. Nach einiger Zeit merkte sie dann wohl, dass das eben nicht funktioniert und dass sie dafür sorgen kann, dass die Seifenblasen platzen. Sie fing an zu grinsen und ging auf die Jagd. Es war so schön mit anzusehen und ich habe für eine kurze Weile die Welt wieder durch Kinderaugen, genauer gesagt durch Äffchens Augen gesehen. Ein unbezahlbarer Herz-Moment.





😩 Mein Schmerz-Moment

Am Dienstag war mein Herz eineinhalb Stunden sehr schwer. Das Äffchen hatte zum ersten Mal beim Abschied in der KiTa geweint. Darauf war ich gar nicht gefasst, da sie bis dahin sehr gefasst Tschüss gesagt hatte und direkt weiterspielte. Doch diesmal schrie sie auf, klammerte sich fest und ich musste sie in die Arme des Erziehers übergeben. Dann bin ich schnell abgehauen. Ich war etwas überfordert mit der Situation, deshalb habe ich einfach ganz schnell meine Sachen gepackt und bin fluchtartig aus der KiTa gestürmt. Um mich abzulenken und weil ich mich nicht zu weit von der KiTa entfernen wollte (falls ich angerufen werde), ging ich ins Cafe nebenan. Aber das mit der Ablenkung funktionierte nicht wirklich, meine Gedanken hingen trotzdem die ganze Zeit beim weinenden Äffchen. Ja, auch wenn ich hier im Beitrag Do's und Dont's für Eltern in der KiTa-Eingewöhnung ausdrücklich empfohlen habe, sich dies nicht so zu Herzen zu nehmen, weil die Kinder meistens nur kurz weinen und den Rest der Zeit selig spielen. Daran erinnerte mich dann auch eine liebe Freundin und regelmäßige Blogleserin, der ich in meiner Verzweiflung eine Nachricht schrieb. Da musste ich schon sehr schmunzeln und ich vergaß für einen kurzen Moment meine Sorge. Und es war natürlich auch genau so: Als ich das Äffchen abholte konnte ich durch das Bullauge in der Gruppentür schon sehen, dass sie völlig vergnügt spielte und von Trennungsschmerz schon lange keine Spur mehr war. Als sie mich dann entdeckte, strahlte sie mich an und sobald wir zu Hause waren, rief sie schon wieder "KiTa, KiTa, KiTa". Besonders traumatisch kann diese Trennung als nicht gewesen sein, jedenfalls nicht für das Äffchen... Am nächsten Tag weinte sie wieder kurz beim Abschied. Diesmal war ich schlauer, ging noch auf Toilette und als ich zurückkam, konnte ich durch das Bullauge schon sehen, dass sie sich längst beruhigt hatte. Da konnte ich dann auch beruhigt ins Cafe gehen. Trotzdem sind solche Momente nie schön und daher eindeutig ein Schmerz-Moment für mich (mehr als für das Kind vermutlich).


Ich wünsche euch nun eine schöne nächste Novemberwoche und bin gespannt, was diese für uns wieder bereithält. Ihr werdet es erfahren, nächsten Sonntag bei der nächsten Ausgabe der Herz- und Schmerz-Momente.

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