Dienstag, 28. November 2017

Erster Magen-Darm-Virus beim Kind! Was tun?

Die letzten beiden Tage waren mein Äffchen und ich außer Gefecht gesetzt. Es hat uns mit dem Magen-Darm-Virus erwischt... Für uns Erwachsenen schon eine echt doofe und unangenehme Sache. Doch für ein Kleinkind ist es noch schimmer, weil es noch nicht so recht versteht, was passiert. Das arme Äffchen rief immer "Aua, aua" und zeigte auf ihren Hals. Da es der erste Magen-Darm-Infekt des Äffchens war (zum Glück blieben wir fast 2 Jahre davon verschont), war auch ich als Mutter zuerst ziemlich überfordert. Was muss ich jetzt eigentlich tun? Was soll ich dem Kind zu Trinken geben, und was zu essen? Schonkost oder keine Schonkost? Zum Arzt gehen oder nicht? Fragen über Fragen...

Damit zumindest Ihr bei dem ersten Magen-Darm-Virus Eures Kindes vorbereitet seid, fasse ich hier in diesem Artikel kurz und knapp meine 4 Tipps für Euch zusammen.


1. Arzt? Ja oder Nein?

Grundsätzlich gilt: Mit einem Baby oder Kleinkind solltest Du immer lieber einmal zuviel als einmal zu wenig zum Arzt gehen. Eine Magen-Darm-Erkrankung im Baby- oder Kleinkindalter ist insofern nicht ganz ungefährlich, weil bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr eine Dehydrierung drohen kann. Wenn Dein Kind aber trotzdem viel trinkt und davon auch immer wieder etwas drin behält, gibt es erstmal keinen Grund zur Panik. 
Wir haben das Problem so geregelt: Mein Mann hat gestern morgen (nachdem das Äffchen nachts mehrmals gespuckt hatte) beim Kinderarzt angerufen und erstmal nachgefragt. Dabei schilderten wir kurz, welche Symptome das Äffchen hat. D.h. wie oft sie sich übergeben hatte, wie ihr momentaner Zustand ist (der bis dahin zum Glück schon wieder ziemlich gut war), was sie seither gegessen und getrunken hat etc. Daraufhin wurde uns gesagt, dass es ausreichen würde sie weiterhin zu beobachten. Wenn sich ihr Zustand weiterhin verbessern würde und sie nicht mehr spucken sollte, wäre ein Arztbesuch vorerst nicht nötig. Bei einer gesundheitlichen Verschlechterung hätten wir aber umgehend einen Arzt aufsuchen sollen.


2. Trinken
Ganz wichtig ist es eine Dehydrierung zu verhindern. Deshalb sollte das Kind unbedingt ausreichend trinken! Babies sollten daher ruhig öfter als sonst gestillt werden oder die Flasche bekommen. Kleinkinder und Kinder sollten Wasser oder Fencheltee trinken (der beruhigt den Magen). Sollte dein Kind aber z.B. in dem Moment nur eine Saftschorle wollen, dann sollte dem Wunsch des Kindes in diesem Falle nachgegeben werden. Denn Hauptsache es trinkt. Was es trinkt ist dann erstmal zweitrangig. Wenn es dem Kind besser geht kann man dann ja erklären, dass das mit der Saftschorle eine Ausnahme war und es diese nur gibt, wenn man krank ist. 


3. Essen

Beim Essen scheiden sich die Geister. Die Einen raten strikt zur Schonkost mit Zwieback, blanken Nudeln und Suppe. Die Anderen sagen, essen was man möchte. Wir haben jetzt ein Mittelding daraus gemacht und dem Äffchen Laugengebäck angeboten und Nudelsuppe. Denn Salz und Zucker ist bei Magen-Darm nicht schlecht. Denn durch das Erbrechen scheidet das Kind mehr Salze und Mineralien aus als sonst. Es ist also wichtig, das Depot wieder aufzufüllen. Laugengebäck und Salzstangen bieten hier genug Salz. Eine Nudel- oder Hühnersuppe bringt Salz und zusätzliche Flüssigkeit. Zucker kann tatsächlich durch Banane (Fruchtzucker) zugeführt werden. Ich habe sogar von einer Familie gehört, bei der es Wackelpudding bei Magen-Darm-Infekten gibt. Macht eigentlich Sinn, denn dieser besteht fast nur aus Zucker und Wasser. Und den meisten Kindern schmeckt es (mich könnte man damit allerdings jagen...). Berücksichtige aber auch, dass das Kind bei solchen Erkrankungen appetitlos sein kann und evtl. nur sehr wenig essen möchte. Dies solltest du akzeptieren. Einfach immer wieder etwas anbieten. Das Kind holt sich dann schon, was es braucht.


4. Kuscheln, Trösten, Nähe, Dasein

Ganz wichtig ist es jetzt auch, sich viel Zeit für das Kind zu nehmen. Wenn es das einfordert ist ganz viel Kuscheln angesagt. Wir kennen das ja auch von uns. Wenn es uns nicht gut geht sind wir froh, wenn uns jemand in den Arm nimmt und umsorgt. Das tut der Seele gut und man fühlt sich gleich ein bisschen besser. Zeige auch Verständnis, wenn das Baby oder Kind weinerlich oder quengelig ist oder wenn du ihm nichts recht machen kannst. Es fühlt sich unwohl und kann dies noch nicht anders äußern.  


Das waren meine Tipps. Eigentlich auch nicht viel anders, als was wir Erwachsenen bei einer Magen-Darm-Erkrankung tun sollen. Außer dass Kinder eben schneller austrocknen und daher das Trinken noch wichtiger ist! Ich hoffe, dieser Artikel hilft euch im Fall der Fälle.

1 Kommentar:

  1. ohh je das klingt wirklich schrecklich! Magen-Darm-Virus ist ja schon für uns Erwachsene schwer zu verkraften, aber für die armen Kinder! solche Tipps-Beiträge sollte es mehr geben!


    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von www.liebewasist.com

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