Montag, 30. Oktober 2017

Zeitumstellung und andere Feinde des kindlichen Schlafs


Am Wochenende war es wieder soweit: Die von den meisten Eltern gefürchtete und ungeliebte Zeitumstellung stand an. 

Früher, als ich noch kinderlos und mein eigener Herr (bzw. Frau) über meinen Schlaf war, kam mir die Zeitumstellung im Oktober gerade recht. Wer freut sich schließlich nicht über eine geschenkte Stunde Schlaf?

Auch als Mama eines Babys (zur Oktober-Zeitumstellung letztes Jahr circa 10 Monate alt) tangierte mich die Zeitumstellung wenig. Mein Kind ging sowieso eher spät schlafen und wachte somit morgens auch später auf. Da war es mir egal, ob sie dann ein paar Tage „schon“ um 8:00 Uhr, statt um 9:00 Uhr fit war.

Aber dieses Jahr hatte ich die volle Dröhnung: Das Äffchen schlief abends spät ein UND wachte morgens früher als sonst auf - Jackpot!!! Nicht nur, dass man dann selbst ziemlich müde und gerädert ist, das Kind ist über das eigene Schlafdefizit auch nicht begeistert und tut dies auch lautstark kund.

Ich bin ehrlich: Die Zeitumstellung ist zwar fies, aber bei uns trotzdem nicht der größte Feind des kindlichen (und elterlichen) Schlafs. Da gibt es weitaus tückischere Schlaf-Feinde, die nicht nur einmal im Jahr für Unruhe sorgen…

Zähne zum Beispiel. Nun hatten wir zwar insofern Glück, dass sich Äffchens erster Zahn viel Zeit ließ und erst durchbrach, als sie schon 10 1/2 Monate alt war. Bis dahin hatten wir (bis auf das Einschießen der Zähne in den Kiefer) Ruhe. Aber dann ging es natürlich Schlag auf Schlag. Seither kommt gefühlt ein Zahn nach dem anderen. Kurze Zahnungspausen von wenigen Wochen sind bei uns Luxus. Und trotzdem fehlen noch 4-6 Zähne (weiß man nie so genau, weil das Kind sich nicht in die Karten... äh... in den Mund schauen lässt)! Beim Äffchen heißt Zahnen oft erhöhte Temperatur, Schmerzen beim Essen, allgemeine Unausgeglichenheit und natürlich: Äußerst unruhiger Schlaf.

Auch Impfungen sind bei uns ein echter Schlaf-Feind! Und da ist es mit einmal im Jahr leider auch nicht getan. Zumindest nicht in den ersten zwei Lebensjahren. Unser Äffchen reagiert extrem empfindlich darauf und es braucht sehr lange, bis sein Nervensystem wieder runterfährt und das Schlafverhalten sich wieder normalisiert. Zum Glück haben wir jetzt erst mal ein paar Jahre Ruhe.

Und last but not least: Entwicklungsschübe und nächtliche Verarbeitung in Form von (Alb-) Träumen. Auch wenn die Entwicklungsschübe in diversen Ratgebern mit 20 Monaten enden, kann ich aus Erfahrung sagen: Es ist dann noch lange nicht vorbei! Danach hat beispielsweise die Sprachentwicklung ihre Blütezeit. Jeden Tag wird der kindliche Wortschatz um mehrere Wörter reicher. Das muss schließlich verarbeitet werden. Am liebsten abends, wenn das Äffchen eigentlich einschlafen soll. Es kann aber nicht schlafen, bevor nicht alle neu gelernten Wörter noch gefühlte 100x geübt worden sind. Opa, Kita, Tick Tack, Opa, Klo, Mama, zu, aus, Kita tönt es dann aus dem Gitterbett, statt des ersehnten leisen Schnorcheln, dass mir sonst verrät: Das Kind schläft. Sind endlich alle Wörter verinnerlicht und das Kind endlich eingeschlafen, kann es passieren, dass es mitten in der Nacht schreiend aufwacht, weil es schlecht geträumt hat, plötzlich Angst im Dunkeln hat oder ähnliches. Denn jetzt lernt das Äffchen auch Ängste kennen und muss erst lernen damit umzugehen. Und wann? Natürlich nachts im Schlaf beziehungsweise im Traum.

Ihr seht also: Die Zeitumstellung ist zwar ein Schlaf-Killer, aber bei uns garantiert nicht der Schlimmste. Zum Glück gibt es auch immer mal gute Phasen, in denen das Äffchen dann so gut wie durch schläft. Da heißt es dann Kraft tanken und ausnützen! Und in den anderen Phasen hilft nur, Augen zu… äh... auf und durch! Alles nur eine Phase - ommmmm! 


Hiermit beteilige ich mich an der Blog Parade #kinderschlaftbitte zum Thema Zeitumstellung von der lieben Sabrina mit ihrem Blog babykeks.

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