Donnerstag, 5. Oktober 2017

Stürmisches Berlin - Städtetrip mit Kleinkind


Wie schon erwähnt, haben wir auf unserer Heimfahrt von Süddeutschland gestern einen Zwischenstopp in Berlin eingelegt. Wir haben uns nicht viel vorgenommen, aber die fixen Programmpunkte waren ein Bummel durch die "Mall of Berlin" (weil es uns dort schon beim letzten Mal so gut gefallen hat), ein Besuch in der Dali-Ausstellung und ein leckeres Abendessen im australischen Restaurant "Corroboree" im Sony Center am Potsdamer Platz (weil es da ein ausgezeichnetes Känguru-Steak gibt). Ansonsten wollten wir uns treiben lassen.

Gestern kamen wir am Nachmittag im Cityhotel am Gendarmenmarkt an. Ich dachte, ein kleines Nickerchen für das Äffchen und dann hinterher noch ein gemütlicher Einkaufsbummel durch die Mall , das wäre ein guter Plan.

Fand das Äffchen leider gar nicht... Sie war so aufgedreht, dass sie nicht zur Ruhe kam und das Nickerchen ausfiel (das auch ich übrigens dringend gebraucht hätte). D.h. sie hat nur auf der Fahrt vormittags 40 Minuten geschlafen. Wie sich herausstellte war das wohl zu wenig... Der Einkaufsbummel fand zwar statt, aber gemütlich und entspannt war er nicht. Zudem war es draußen schon gestern so windig, dass wir erstmal für Jeden von uns eine Mütze und für mich zusätzlich einen Schal kaufen mussten. Das war allerdings kein großes Opfer. Mütze und Schal passen jetzt zufällig perfekt zu meinem schwarzen Lieblings-Wollmantel. Mit einem Snack beim Asiastand beendeten wir unseren Bummel und gingen zurück ins Hotel, wo das Äffchen immerhin um 19:30 Uhr schon selig schlummerte. So konnten auch wir noch ein bisschen die Füße hochlegen.

Leider ging es auch heute morgen gleich schwierig weiter, weil ich mit einem dicken Migräne-Kopf aufwachte. Mein Mann musste also erstmal zur nächsten Apotheke flitzen und mich mit Kopfschmerztabletten eindecken. Das Äffchen hat in der Zwischenzeit auf mich aufgepasst, mich ganz lieb gekuschelt und getröstet und immer wieder auf meinen Kopf gezeigt und "Aua" gesagt. Wirklich zuckersüß! Zum Glück half die Arznei schnell und wir konnten bald frühstücken gehen. Danach ging es nochmal zur Mall. Dort haben wir eine tolle Rutsche entdeckt. Man kann durch sie vom zweiten Stockwerk des Einkaufszentrums ins Erdgeschoss durchrutschen. Das Äffchen war Feuer und Flamme, also habe ich mich mit ihr todesmutig reingewagt. Es war ziemlich schnell und das Äffchen (und ich) war begeistert. Insgesamt dreimal sind wir gerutscht und ich hätte auch noch weitergemacht, aber wir wollten weiter... Einem Playmobil-Polizisten haben wir auch die Hand gegeben. Nach einer Pizza zu Mittag ging es zur Mittagsruhe ins Hotel zurück, wo das Äffchen nach den aufregenden Erlebnissen rasend schnell einschlief.

Nachmittags ging es zur Dali-Ausstellung. Was soll ich sagen? Wir waren ein wenig enttäuscht... Wir hatten in im Rahmen einer Ausstellung der Surrealisten schon einige seiner Werke bestaunen dürfen, da waren wir schwer begeistert. Diese ausgestellten Bilder in Berlin hingegen haben uns leider nicht so recht umgehauen. Hinzu kam, dass das Äffchen auch keine Ruhe gegeben hat und wir da recht schnell durchgehetzt sind.

Als wir das Museum verließen, peitschte uns plötzlich ein starker Wind und Regen entgegen. Wir wir nachher erfuhren, wütet ein Orkan über Norddeutschland. Wir ließen unser Känguru-Steak sausen und gingen direkt zum Hotel zurück. Der Weg dorthin war... nass, stürmisch und wir hinterher entsprechend genervt.

Das Ende vom Lied: Wir sitzen seit 16:30 Uhr im Hotel, nur kurz unterbrochen von einem kleinen Abendessen im Hotelrestaurant. Denn an rausgehen ist nicht zu denken. Wir haben auch kurz überlegt, heute Abend noch nach Hause zu fahren. Diese Option haben wir aber wegen des Orkans wieder abgewählt. 

Mein Abschlussfazit lautet: 

1. In eine Ausstellung gehen wir nächstes Mal am Besten, wenn das Äffchen im Kinderwagen Mittagsschlaf hält, dann macht das evtl. etwas mehr Spaß. 

2. Städtetrips mit Kleinkind lieber im Sommer machen, damit man auch mal raus kann, auf einen Spielplatz oder so. Oder spontan, je nach Wetterbericht.

Jetzt freuen wir uns aber nach 10 Tagen unterwegs auf das eigene Bett. Morgen nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.

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