Dienstag, 3. Oktober 2017

Lange Autofahrten mit Kind und wie sie nicht zur Katastrophe werden

Vor unserem Heimaturlaub bei den Omas und Opas habe ich euch meine wichtigsten Tipps zum Packen gegeben, damit das Kofferfüllen für eine Reise mit Kind möglichst stressfrei abläuft.

Diesmal, anlässlich unserer morgigen Weiterreise nach Berlin und weil ich lange Autofahrten mit dem Äffchen schon regelmäßig mache, seit es 5 Monate alt ist, habe ich diesmal 5 Auto-Reise-Tipps für euch auf Lager.

Wer es schon gemacht hat weiß, eine mehrstündige Autofahrt mit Baby oder Kleinkind (und vermutlich auch mit größeren Kindern und Teenies) kann eine Herausforderung für die Nerven aller werden. Den Kleinen (und Großen) wird es schnell langweilig, sie wollen (und können) nicht so lange still sitzen und die ewige Fragerei "wann sind wir endlich da?" kommt nach dem hundertsten Mal auch nicht mehr so gut an.



Daher meine 5 Tipps:

1. Lange Pausen
Auch wenn ihr die Fahrt am Liebsten schnell hinter euch bringen möchtet, scheut euch nicht vor langen Pausen. Sehr gut geeignet dafür sind natürlich Raststätten. Alle können mal auf die Toilette gehen oder in einem relativ hygienischen Wickelraum eine neue Windel bekommen. Außerdem kann eine Kleinigkeit gegessen werden und der Fahrer (meistens mein Mann) bekommt einen starken Kaffee zwischendurch. Und die wohl beste Sache daran ist: Die Kinder kriegen Auslauf. An den meisten Raststätten gibt es einen kleinen Spielplatz mit Rutsche und Schaukeltieren und einem kleinen Klettergerüst. Die Kinder können sich etwas bewegen und auspowern. Da verfliegt erstens der Unmut über das lange Sitzen und zweitens werden sie davon evtl. sogar ein bisschen müde (sehr praktisch für die nächste Etappe). Ist das Wetter regnerisch, so bieten inzwischen immer mehr Raststätten auch drinnen eine kleine Spielecke an.
Nach so einer Pause halten die Kinder (und Erwachsenen) wieder eine Weile im Auto durch.

2. Schlafzeiten nutzen
Bei einer mehrstündigen Autofahrt trifft man bei kleinen Kindern eigentlich immer eine müde Phase, z.B. den Mittagsschlaf. Wenn das Kind 1-2 Stunden schläft, fährt es sich doch entspannter. Der Fahrer hat keine Lärmkulisse und das andere Elternteil hat Pause vom Kinderbespaßen und kann mit etwas Glück sogar selbst mal für ein paar Minuten die Augen zumachen. Wer größere Kinder hat, die nicht mehr so viel schlafen, sollte sich überlegen abends oder nachts zu fahren.

3. Bestechungs-Leckereien
Ich habe eigentlich immer etwas zum Knabbern griffbereit, damit es kein Drama gibt, wenn "plötzlich" der große Hunger ausbricht. Das können Kekse, Knabberstangen o. Ä. sein. Aber für den absoluten Extremfall, wenn gar nichts mehr geht und der Katastrophenalarm auf dem Stimmungsbarometer ausbricht, habe ich DAS "Leckerli" schlechthin dabei. Es wird nur ausgepackt, wenn alle anderen Ablenkungsmaßnahmen nicht mehr nützen. Das sind dann z.B. Cookies mit Schokostückchen oder irgendetwas, das es sonst eher selten gibt und die Laune zumindest für eine Weile (mindestens bis die Cookies leer sind) wieder etwas anhebt.

4. Mediennutzung
Alle Eltern haben auf ihrem Handy kleine Videos von ihren Kindern, so auch wir: Das Äffchen mit dem Papa tanzend, auf der Schaukel, im Karussell auf der Kirchweih uvm. Wenn die Langeweile auf der Fahrt also mal wieder übermächtig wird und alle Bilderbücher schon mehrmals vorgelesen wurden, zeige ich dem Äffchen diese Videos von sich. Das liebt sie und wir haben wieder ein bisschen Zeit gewonnen. Das kann ich nur empfehlen.

5. Ab auf den Rücksitz!
Um alle meine vorherigen Tipps ohne Verrenkungen umsetzen zu können, setzt sich grundsätzlich ein Elternteil bei längeren Autofahrten mit auf die Rückbank. Bei einem Kind geht das noch problemlos, bei mehreren wird das natürlich schwierig.

Mit Hilfe dieser Tricks haben wir bisher unsere Autoreisen immer gut überstanden, ausprobieren lohnt sich!

Allzeit gute Fahrt!

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