Freitag, 6. Oktober 2017

Das Kamikaze-Crash-Kid

Neulich, beim Surfen im Netz, bin ich auf einen Artikel zum Thema "Welcher Spiel-Typ ist dein Kind?" auf eltern.de gestoßen. Laut dem gibt es folgende Spiel-Typen: 

Ordnungshüter/in, 
Kreative/r, 
Mitläufer/in, 
Träumer/in, 
Quassler/in, 
Forscher/in, 
Dramaqueen/Dramaking 

und... meins: Das Crashkid!


Äffchens Oma hat ihre Enkelin schon gern und liebevoll "Kamikaze-Kind" genannt, weit bevor ich diesen Artikel gefunden habe. Weil das Äffchen sich mit Vorliebe vom Sofa stürzt, von Stuhl zu Stuhl hangelt (ganz äffchen-like eben) und schon so einigen Stunt hingelegt hat. Kein Hindernis ist hoch genug. Aber jetzt ist es amtlich: Die Beschreibung des Crashkids passt zu 100 Prozent auf mein Äffchen.

Sie hat Hummeln im Hintern, kann nicht lange still sitzen und oft frage ich mich, wo sie den ganzen Tag diese Energie hernimmt. Sie ist immer in einem "Affenzahn" (Achtung Wortspiel) unterwegs, langsam geht nicht. Sie bewegt sich gerne und spielt mit Ausdauer die wildesten Spiele. So liebt sie z.B. auch Papas Vorführungen mit ihren beiden Stofftieren, dem "Zombierabbit" und dem "KungFu-Hamster", die gerne mal miteinander kämpfen (Männer...).
Mühsam erbaute Baustein-Türme werden mit großem Vergnügen und unter lautstarkem Kampfgeschrei zerstört. 

Aber sie ist dafür auch hart im Nehmen. Bei ihrem wilden Spielverhalten passiert natürlich schon mal der ein oder andere kleinere Unfall mit leichten Blessuren. Bis das Äffchen aber weint, muss viel passieren. Meistens heißt es: Aufstehen, (nicht vorhandenes) Krönchen richten, weitergehen.

Als wir in der Schwangerschaft erfuhren, dass wir ein Mädchen erwarteten, befürchtete mein Mann, bald Vater einer in rosa gehüllten Prinzessin zu sein. Eben eines typischen Mädchens - lieb, brav und mit einer Vorliebe für Puppen und Pferde. 

Aber weit gefehlt!

Also liebe (werdende) Papas: Ihr kommt auch bei einer Tochter auf eure Kosten! Denn auch Mädchen können richtige Räubertöchter sein. Es liegt schließlich (ein Stück weit) an uns, was wir aus unseren Kindern machen, oder? 


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