Mittwoch, 25. Oktober 2017

Das große Herbst-ABC - E - Ende des Sommers und F - Fallende Blätter

Das große Herbst-ABC

E - Ende des Sommers
F - Fallende Blätter 



Heute gibt es mal etwas Nachdenkliches von mir. Als ich dieses Bild sah (welches Äffchens Onkel mir netterweise für den Blog zur Verfügung stellte) sind mir zuerst die vielen vom Baum gefallenen Blätter aufgefallen. Sie symbolisieren eigentlich das Ende des Sommers, der warmen Jahreszeit. Wenn sie fallen ist es kalt geworden. Zumindest viel kälter als noch wenige Wochen zuvor. Ein Abschnitt geht zu Ende, eine Jahreszeit. Das klingt jetzt ziemlich melancholisch, traurig. Ist es aber gar nicht. Denn mit dem Ende eines Abschnitts beginnt schließlich auch ein Neuer, oder? 

In unserem Leben gibt es auch bald eine große Veränderung. Wie ihr wisst, geht das Äffchen ab November in die KiTa und ich ab voraussichtlich Februar wieder arbeiten. Der Abschnitt Elternzeit endet also für mich und uns und eine neue Ära beginnt. Einige Zeit habe ich das sehr skeptisch betrachtet. Genauso, wie man zu Beginn des Herbst evtl. der schönen warmen Sommerzeit nachtrauert. Ich trauerte um die unbeschwerte Zeit, das In-den-Tag-leben. Wir waren unser eigener Herr bzw. das Äffchen durfte den Ton angeben. Wenn es ausgeschlafen hatte, standen wir auf und frühstückten, es gab Essen, wenn es Hunger hatte und auf den Spielplatz gingen wir, wenn wir Lust hatten oder das Wetter gerade eine Regenpause eingelegt hatte. Alles ohne Eile, ohne Zeitdruck, ganz nach unserem Tempo. Ich trauerte um die schöne gemeinsame Zeit, die mit dem KiTa-Eintritt und dem Arbeitsbeginn natürlich jetzt kürzer wird. Ich trauerte darum, anstatt mich darüber zu freuen, dass wir diese wundervollen zwei Jahre gemeinsam so intensiv genießen konnten. 

Im Herbst ist es ja auch so: Wenn die Blätter fallen, machen sich die Bäume auch frei von ihnen. Sie werfen alten Ballast ab, um den Winter zu überstehen. Genauso möchte ich mich hiermit auch frei machen, von dem Hinterher-Geweine, dem Gejammere, dass diese Zeit jetzt vorbei ist. Ich mache mich frei von meinen Sorgen, ob alles gut werden wird. Wie die Eingewöhnung klappen wird. Wie der Wiedereinstieg in die Arbeit sein wird (nach fast 3 Jahren, wenn man das Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft mitzählt). Wie es mir gelingen wird, Kind und Job unter einen Hut zu bekommen und beidem gerecht zu werden. Und freue mich jetzt auf das, was kommt. Ich habe ja nun des Öfteren gesehen, dass das Äffchen viel Freude im Spiel mit anderen Kindern hat, dass sie ganz offen auf die Erzieher zugegangen ist bei unserem Kennenlern-Gespräch. Und ich denke mir: Alles hat seine Zeit. Und die Elternzeit war wundervoll, ich würde es jederzeit wieder so machen, aber sie geht nun eben vorüber. 

Sicherlich wird der neue Abschnitt auch toll. So wie nach dem Herbst der Winter kommt, mit all seinen schönen Seiten: Schneemänner bauen (wenn denn mal Schnee liegt), Adventszeit, Plätzchen backen, Kinderpunsch trinken, Weihnachtsmärktebummel, Weihnachten feiern - ist das nicht schön? Ich freue mich!

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