Montag, 30. Oktober 2017

Zeitumstellung und andere Feinde des kindlichen Schlafs


Am Wochenende war es wieder soweit: Die von den meisten Eltern gefürchtete und ungeliebte Zeitumstellung stand an. 

Früher, als ich noch kinderlos und mein eigener Herr (bzw. Frau) über meinen Schlaf war, kam mir die Zeitumstellung im Oktober gerade recht. Wer freut sich schließlich nicht über eine geschenkte Stunde Schlaf?

Auch als Mama eines Babys (zur Oktober-Zeitumstellung letztes Jahr circa 10 Monate alt) tangierte mich die Zeitumstellung wenig. Mein Kind ging sowieso eher spät schlafen und wachte somit morgens auch später auf. Da war es mir egal, ob sie dann ein paar Tage „schon“ um 8:00 Uhr, statt um 9:00 Uhr fit war.

Aber dieses Jahr hatte ich die volle Dröhnung: Das Äffchen schlief abends spät ein UND wachte morgens früher als sonst auf - Jackpot!!! Nicht nur, dass man dann selbst ziemlich müde und gerädert ist, das Kind ist über das eigene Schlafdefizit auch nicht begeistert und tut dies auch lautstark kund.

Ich bin ehrlich: Die Zeitumstellung ist zwar fies, aber bei uns trotzdem nicht der größte Feind des kindlichen (und elterlichen) Schlafs. Da gibt es weitaus tückischere Schlaf-Feinde, die nicht nur einmal im Jahr für Unruhe sorgen…

Zähne zum Beispiel. Nun hatten wir zwar insofern Glück, dass sich Äffchens erster Zahn viel Zeit ließ und erst durchbrach, als sie schon 10 1/2 Monate alt war. Bis dahin hatten wir (bis auf das Einschießen der Zähne in den Kiefer) Ruhe. Aber dann ging es natürlich Schlag auf Schlag. Seither kommt gefühlt ein Zahn nach dem anderen. Kurze Zahnungspausen von wenigen Wochen sind bei uns Luxus. Und trotzdem fehlen noch 4-6 Zähne (weiß man nie so genau, weil das Kind sich nicht in die Karten... äh... in den Mund schauen lässt)! Beim Äffchen heißt Zahnen oft erhöhte Temperatur, Schmerzen beim Essen, allgemeine Unausgeglichenheit und natürlich: Äußerst unruhiger Schlaf.

Auch Impfungen sind bei uns ein echter Schlaf-Feind! Und da ist es mit einmal im Jahr leider auch nicht getan. Zumindest nicht in den ersten zwei Lebensjahren. Unser Äffchen reagiert extrem empfindlich darauf und es braucht sehr lange, bis sein Nervensystem wieder runterfährt und das Schlafverhalten sich wieder normalisiert. Zum Glück haben wir jetzt erst mal ein paar Jahre Ruhe.

Und last but not least: Entwicklungsschübe und nächtliche Verarbeitung in Form von (Alb-) Träumen. Auch wenn die Entwicklungsschübe in diversen Ratgebern mit 20 Monaten enden, kann ich aus Erfahrung sagen: Es ist dann noch lange nicht vorbei! Danach hat beispielsweise die Sprachentwicklung ihre Blütezeit. Jeden Tag wird der kindliche Wortschatz um mehrere Wörter reicher. Das muss schließlich verarbeitet werden. Am liebsten abends, wenn das Äffchen eigentlich einschlafen soll. Es kann aber nicht schlafen, bevor nicht alle neu gelernten Wörter noch gefühlte 100x geübt worden sind. Opa, Kita, Tick Tack, Opa, Klo, Mama, zu, aus, Kita tönt es dann aus dem Gitterbett, statt des ersehnten leisen Schnorcheln, dass mir sonst verrät: Das Kind schläft. Sind endlich alle Wörter verinnerlicht und das Kind endlich eingeschlafen, kann es passieren, dass es mitten in der Nacht schreiend aufwacht, weil es schlecht geträumt hat, plötzlich Angst im Dunkeln hat oder ähnliches. Denn jetzt lernt das Äffchen auch Ängste kennen und muss erst lernen damit umzugehen. Und wann? Natürlich nachts im Schlaf beziehungsweise im Traum.

Ihr seht also: Die Zeitumstellung ist zwar ein Schlaf-Killer, aber bei uns garantiert nicht der Schlimmste. Zum Glück gibt es auch immer mal gute Phasen, in denen das Äffchen dann so gut wie durch schläft. Da heißt es dann Kraft tanken und ausnützen! Und in den anderen Phasen hilft nur, Augen zu… äh... auf und durch! Alles nur eine Phase - ommmmm! 


Hiermit beteilige ich mich an der Blog Parade #kinderschlaftbitte zum Thema Zeitumstellung von der lieben Sabrina mit ihrem Blog babykeks.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Herz- und Schmerz-Momente vom -23. - 29.10.17

Ich bin immer wieder baff, wie schnell so eine Woche um ist. Also mir in der Schwangerschaft gesagt wurde, dass die Zeit mit Kind rasend schnell vergehen wird, wollte ich das nicht glauben. Jetzt gehöre ich selbst zu den Müttern, die das ständig betonen.

Naja, lest hier gerne selbst, was uns beschäftigt hat in der vergangenen Woche:




😩 Mein/ Unser Schmerz-Moment  

Diesmal fange ich entgegen meiner Gewohnheit mit dem Schmerzmoment an. Aber diesmal macht es so rum mehr Sinn, ihr werdet es gleich verstehen:

In der vergangenen Woche hatten wir äußerst unruhige Nächte. Das Äffchen ist oft aufgeschreckt, manchmal wie am Spieß schreiend und hat sich minutenlang nicht beruhigen lassen. Auf den Schreck ist sie dann natürlich auch hellwach gewesen und es dauerte sehr lange, manchmal 2 Stunden, bis sie wieder eingeschlafen ist. Abgesehen davon, dass das nachts eine menschenunwürdige Zeit ist, man komplett müde ist und aus dem Tiefschlaf gerissen wurde: Das Kind tut mir in solchen Situationen trotzdem immer furchtbar leid. Ich fühle mich dann so rat- und hilflos, versuche alles, um herauszufinden, was ihr fehlt. Frische Windel, Hunger, Durst, Kuscheln, Licht an, Licht aus, Zahnschmerzen, Angst etc. Ok, sie hat dann in der einen Nacht eine Schale Müsli um 2 Uhr nachts verdrückt. Aber ob das an quälendem Hunger lag oder weil es ihr einfach angeboten wurde... Who knows? Oder ob es immernoch Nachwirkungen von der Impfung sind, die ihre Welt Kopf stehen lässt und das Nervensystem komplett auf Warnbereitschaft hält? Oder ob es die 4 Eckzähne sind, die gerade gleichzeitig kommen? Oder eine Mischung aus allem? Es ist eben ein einziges Gerate und ich freue mich auf die Zeit, wenn das Äffchen endlich reden kann und sagen kann, ob ihr etwas weh tut, wovor sie Angst hat oder ob es schlicht Hunger ist, der sie so schreien lässt. Mir gehen solche Situationen (vor allem bei mehreren Nächten in Folge) ziemlich an die Substanz, daher zähle ich sie eindeutig zu den Schmerz-Momenten.


💓 Mein Herz-Moment

Da die Nächte eben so unruhig waren und das Äffchen ganz stark meine Nähe gesucht hatte, habe ich am Donnerstag entschieden, sie zum Mittagsschlaf nicht alleine im Schlafzimmer liegen zu lassen, wenn sie eingeschlafen ist. Normalerweise schleiche ich mich dann raus und arbeite am Blog, esse etwas oder sonstiges. Diesmal habe ich mir vorher schon den Laptop mit ins Schlafzimmer geholt. Als das Äffchen eingeschlafen war, habe ich im Bett am Laptop gearbeitet und immer wieder mein friedlich schlafendes Äffchen angehimmelt. Das ist ja eigentlich schon Herz-Moment genug. Aber der Blick, den mir das Äffchen zuwarf, als sie aufwachte und sich umschaute, war unbezahlbar. Ich sah Dankbarkeit, Sicherheit und die Gewissheit: "Mama du bist da". Dafür lohnt sich jede schlaflose Nacht, ehrlich!



So, das wars für diese Woche. Morgen bricht die nächste Woche an, diesmal mit vielen tollen und aufregenden Programmpunkten: Feiertag, Halloween, KiTa-Start usw. Aber davon erfahrt ihr dann nächsten Sonntag mehr. Bis dahin wünsche ich euch eine wunderschöne Woche!

Samstag, 28. Oktober 2017

Das große Herbst-ABC - G und H - Leuchtnasen-Gespenster zu Halloween

Das große Herbst-ABC


G, H - Leuchtnasen-Gespenster für Halloween

Halloween steht vor der Tür und somit bald auch viele kleine und große als Gespenster, Hexen und Vampire verkleidete Kinder, die "Süßes oder Saures" rufen. Besser, man hat ein paar Süßigkeiten im Haus!

Ich habe heute ein DIY für eine schöne und lustige Leuchtnasen-Gespenster-Girlande. Diese könnt ihr dann als Begrüßung für die kleinen Halloween-Fans an die Haustüre hängen.



Ihr braucht hierfür folgende Materialien:

 
5 LED-Teelichter
weißes oder buntes (je nach Belieben) Tonpapier
Heißklebepistole oder starken Kleber
Scheren (am Besten normale Schere und Nagelschere)
10 kleine Knöpfe
dünnes und dickes Stoff-Geschenkband in einer Farbe eurer Wahl
Roten und schwarzen Filzstift oder Edding




Und so wird es gemacht:


Zuerst schneidet ihr aus dem Tonpapier 5 Geister aus. Sie müssen nicht alle die gleiche Form haben. 

 Anschließend schneidet ihr da, wo die Nase des Geists hin soll, ein kreisrundes Loch mit der Nagelschere aus.

Jetzt klebt ihr jeden ausgeschnittenen Geist jeweils auf ein LED-Teelicht, dazu steckt ihr die Flamme durch das Loch im Geist. Nun können die Knöpfe als Augen aufgeklebt werden. Es können ruhig unterschiedliche Knöpfe sein, dann wird der Geist noch bunter und lustiger. Wer keine Knöpfe zu Hause hat, kann auch  Wackelaugen nehmen oder mit dem Stift Augen aufmalen. Ein lustiger oder gruseliger Mund darf natürlich auch nicht fehlen und wird mit Filzstift oder Edding aufgemalt.



Damit der Geist nachher aufgehängt werden kann, könnt ihr nun in das dünne Stoff-Geschenkband eine Schlaufe knoten.

 Dieses Band wird um das LED-Teelicht gebunden. Das wird nachher die Aufhängung für die Girlande.

Habt ihr alle 5 Geister gebastelt, werden diese nun nacheinander auf das dicke Stoff-Geschenkband gefädelt und damit verknotet. Natürlich könnt ihr auch jede andere Schnur oder Kordel dafür verwenden.

So, und schon ist die lustige Halloween-Girlande fertig. 


Sobald eure Kids mit der Schere umgehen können, können sie natürlich beim Basteln mithelfen und auch lustige Münder aufmalen oder die Geister anderweitig bunt verzieren. 

Die Baby-Mamis können die Girlande für das eigenen Kind basteln. Sie muss ja nicht an der Haustür aufgehängt werden, sondern kann auch im Kinderzimmer ihren Platz finden. Mein Äffchen steht total auf die lustigen Leuchtnasen.


Variationen:

Aus den LED-Teelichtern Leuchtnasen-Gespenster zu machen ist natürlich nur eine Möglichkeit. Eurer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Das erste Mal habe ich dies in Form von Herbst-Zwergen bei meiner lieben Arbeitskollegin Kathrin gesehen. Folgende Ideen fallen mir noch ein:



Zu Halloween:
Leuchtnasen-Kürbisse
Leuchtnasen-Hexen

Zu Herbst:
Leuchtnasen-Zwerge
Leuchtnasen-Raben
Leuchtnasen-Vogelscheuchen

Zu Winter/Weihnachten:
Leuchtnasen-Rentiere (passend zu Rudolph mit der roten Nase)
Leuchnasen-Schneemänner
Leuchtnasen-Weihnachtsmänner
Leuchtnasen-Engel

uvm.




Viel Spaß beim Nachbasteln und lasst euch nicht zu sehr erschrecken an Halloween!



Donnerstag, 26. Oktober 2017

[Werbung] Infinity-Kette mit persönlicher Gravur

Heute gibt es eine Premiere hier auf meinem Blog. Ich darf zum ersten Mal ein Produkt bewerten, welches ich zum Testen bekommen habe. Nämlich diese wunderschöne Infinity-Kette mit individueller Gravur vom niederländischen Onlineshop namesforever.de.

Warum dieses Produkt auf einem Mamiblog? Weil ich es eine schöne Idee finde. So kann man den Namen des eigenen Kindes oder auch mehrerer Kinder in Form eines schönen Schmuckstückes immer bei sich tragen.

Ich habe mich in diesem Fall für die drei Anfangsbuchstaben der Namen von mir, meinem Mann und meinem Äffchen entschieden. Im Onlineshop kannst du wählen, ob die Kette aus Gold oder Silber sein soll, wie die Kette an sich sein soll, ob das Infinity –Zeichen mit einem Schmuckstein verziert sein soll und natürlich welche Gravur du dir wünschst. Der Bestellvorgang im Onlineshop ist unkompliziert und selbsterklärend und es gibt mehrere Zahlungsmöglichkeiten, da ist für jeden etwas dabei. Da die Gravur für jede Bestellung individuell gemacht wird, nimmt dieser Vorgang 2-3 Werktage in Anspruch. Anschließend wird das Schmuckstück direkt versandt. Da der Schmuck in einem Atelier in den Niederlanden angefertigt wird, dauert der Versand nach Deutschland noch mal circa 5-8 Werktage. Ich habe die Kette am 4. Oktober bestellt und am 14. Oktober erhalten.Die angegebene Lieferzeit wurde also gut eingehalten.

Als ich die Schmuckschachtel öffnete, war ich sofort begeistert. Die Kette ist sehr filigran und somit sehr feminin designt. Die Gravur ist gut sichtbar und lesbar. Auch das Tragegefühl ist sehr angenehm, da die Kette sehr leicht und das Infinity –Zeichen schön flach ist. Man merkt es kaum, wenn man die Kette trägt, was ich besonders gerne mag. Und zum krönenden Abschluss hat die Kette inzwischen auch schon einigen gröberen Handgriffen das Äffchen Stand gehalten ohne zu reißen.

Ihr seht, ich bin wirklich sehr zufrieden und trage die Kette inzwischen fast täglich. Sie passt in ihrer Schlichtheit auch zu fast jedem Outfit, ob nun im Alltag oder wenn es mal etwas schicker sein soll. Außerdem lässt sich selbstverständlich auch jeder Silberschmuck gut dazu kombinieren. Ich finde es ist eine tolle und sehr persönliche Geschenkidee für frischgebackene Mamas (oder auch nicht mehr ganz so frischgebackenen Mamas) und kann also zu Geburt, Taufe, Muttertag oder Geburtstag gut verschenkt werden.

Für mich hat die Kette nun zwei Bedeutungen. Zum Einen natürlich die Offensichtliche: Ich möchte damit aller Welt zeigen, dass mein Mann, mein Äffchen und ich für immer und ewig zusammen gehören und diese Verbundenheit niemals enden soll. Zum Anderen ist sie für mich aber auch das Symbol für einen neuen Abschnitt in meinem Bloggerdasein. Schließlich ist sie das erste Produkt, dass ich testen durfte. Neben meinen Familiengeschichten, DIYs und schnellen Rezepten würde ich euch gerne in Zukunft auch ab und zu tolle Produkte rund um die Themen Familie, Kind und Erziehung zeigen und vorstellen. Das können Kinderbücher, Spielsachen, Erziehungsratgeber oder Geschenkideen für Eltern und Kinder sein. Ich finde nämlich, wir Eltern sollten zusammenhalten und unsere Tipps miteinander teilen. Deshalb betrachte ich die Kette also auch als kleinen Glücksbringer für mich als Bloggerin.

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Das große Herbst-ABC - E - Ende des Sommers und F - Fallende Blätter

Das große Herbst-ABC

E - Ende des Sommers
F - Fallende Blätter 



Heute gibt es mal etwas Nachdenkliches von mir. Als ich dieses Bild sah (welches Äffchens Onkel mir netterweise für den Blog zur Verfügung stellte) sind mir zuerst die vielen vom Baum gefallenen Blätter aufgefallen. Sie symbolisieren eigentlich das Ende des Sommers, der warmen Jahreszeit. Wenn sie fallen ist es kalt geworden. Zumindest viel kälter als noch wenige Wochen zuvor. Ein Abschnitt geht zu Ende, eine Jahreszeit. Das klingt jetzt ziemlich melancholisch, traurig. Ist es aber gar nicht. Denn mit dem Ende eines Abschnitts beginnt schließlich auch ein Neuer, oder? 

In unserem Leben gibt es auch bald eine große Veränderung. Wie ihr wisst, geht das Äffchen ab November in die KiTa und ich ab voraussichtlich Februar wieder arbeiten. Der Abschnitt Elternzeit endet also für mich und uns und eine neue Ära beginnt. Einige Zeit habe ich das sehr skeptisch betrachtet. Genauso, wie man zu Beginn des Herbst evtl. der schönen warmen Sommerzeit nachtrauert. Ich trauerte um die unbeschwerte Zeit, das In-den-Tag-leben. Wir waren unser eigener Herr bzw. das Äffchen durfte den Ton angeben. Wenn es ausgeschlafen hatte, standen wir auf und frühstückten, es gab Essen, wenn es Hunger hatte und auf den Spielplatz gingen wir, wenn wir Lust hatten oder das Wetter gerade eine Regenpause eingelegt hatte. Alles ohne Eile, ohne Zeitdruck, ganz nach unserem Tempo. Ich trauerte um die schöne gemeinsame Zeit, die mit dem KiTa-Eintritt und dem Arbeitsbeginn natürlich jetzt kürzer wird. Ich trauerte darum, anstatt mich darüber zu freuen, dass wir diese wundervollen zwei Jahre gemeinsam so intensiv genießen konnten. 

Im Herbst ist es ja auch so: Wenn die Blätter fallen, machen sich die Bäume auch frei von ihnen. Sie werfen alten Ballast ab, um den Winter zu überstehen. Genauso möchte ich mich hiermit auch frei machen, von dem Hinterher-Geweine, dem Gejammere, dass diese Zeit jetzt vorbei ist. Ich mache mich frei von meinen Sorgen, ob alles gut werden wird. Wie die Eingewöhnung klappen wird. Wie der Wiedereinstieg in die Arbeit sein wird (nach fast 3 Jahren, wenn man das Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft mitzählt). Wie es mir gelingen wird, Kind und Job unter einen Hut zu bekommen und beidem gerecht zu werden. Und freue mich jetzt auf das, was kommt. Ich habe ja nun des Öfteren gesehen, dass das Äffchen viel Freude im Spiel mit anderen Kindern hat, dass sie ganz offen auf die Erzieher zugegangen ist bei unserem Kennenlern-Gespräch. Und ich denke mir: Alles hat seine Zeit. Und die Elternzeit war wundervoll, ich würde es jederzeit wieder so machen, aber sie geht nun eben vorüber. 

Sicherlich wird der neue Abschnitt auch toll. So wie nach dem Herbst der Winter kommt, mit all seinen schönen Seiten: Schneemänner bauen (wenn denn mal Schnee liegt), Adventszeit, Plätzchen backen, Kinderpunsch trinken, Weihnachtsmärktebummel, Weihnachten feiern - ist das nicht schön? Ich freue mich!

Montag, 23. Oktober 2017

Und große Kinder spielen doch

Neulich am Spielplatz hat das Äffchen mit einer ganzen Rasselbande großer Jungs gespielt. Es waren fünf oder sechs im Alter von circa sieben Jahren. O. k., sie hat vielleicht nicht MIT ihnen gespielt aber zumindest direkt NEBEN ihnen. Das kleine in den Boden eingelassene Trampolin war das Spielgerät, dass die großen Jungs und mein kleines Äffchen verband.Sie kann zwar noch nicht so gut springen, aber sie mag es gern, wenn es unter ihren Schritten nachfedert oder andere Kinder mithüpfen. Dann schaukelt das Trampolin auch sie schön herum. Je wilder, desto besser! Da kamen ihr die großen Jungs natürlich gerade recht. Beherzt sprangen sie ins Trampolin, Ihnen war das Äffchen egal. Sie passten gut auf, dass sie sie nicht umrannten oder umhüpften, aber ansonsten wurde sie von den Jungs nicht groß beachtet.

Sie waren vertieft. Vertieft in ihr wildes Spiel – fangen, weglaufen, verstecken. Eine Weile sah ich fasziniert zu. Und auf einmal war ich zutiefst beruhigt.

In meinen schwärzesten Fantasien habe ich mir nämlich schon folgendes Szenario ausgemalt: 

Das Äffchen (inzwischen ein Schulkind in der ersten Klasse, also circa sieben Jahre alt) kommt nach dem Unterricht nach Hause, schmeißt genervt und mit etwas zu viel Schwung den Schulranzen in die Ecke und steuert direkt auf ihr Zimmer zu. Als sie an mir vorbeikommen ich ein knappes hallo, dann ist sie verschwunden und tauchten Rest des Tages nicht mehr auf. Sie hat keine Zeit, muss das nächste Level ihres Handyspieles schaffen, mit ihren Freunden chatten und eben immer erreichbar sein. Draußen spielen, sich mit Freunden treffen, Puppen Zöpfe Flechten und malen gibt es in dieser virtuellen Kindheit nicht mehr. Miteinander geredet wird via WhatsApp und alles spielt sich vor dem Handy oder Computer ab.

Das waren meine Befürchtungen… Diese Jungs aber haben mir gezeigt, dass ich mir ein Horrorszenario ausgemalt habe und (Grundschul-) Kinder doch noch draußen rumtoben, spielen, miteinander lachen, streiten und sich vertragen können.

Ich bin so erleichtert und heilfroh über diese Erkenntnis. Mir ist klar, dass ich die Kindheit meiner Tochter nicht mehr mit meiner Eigenen vergleichen kann und dass die Medien, das Internet, Smartphones und Computer eben heutzutage zum Leben und auch zum Heranwachsen unserer Kinder dazu gehören. Mir ist auch klar, dass diese Dinge interessanter werden, je älter das Äffchen wird. Ich hoffe nur dass ich dann in der Lage bin, meinem Kind einen verantwortungsvollen und – bewussten Umgang damit beizubringen. Und mir ist auch klar geworden, dass ich hier auch ein Vorbild sein kann und muss. Damit fange ich spätestens jetzt an und lasse das Handy in Äffchens Wachphasen öfter stumm.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Herz- und Schmerz-Momente vom 16.-22.10.2017


Unglaublich, wie schnell die Zeit verfliegt! Schon wieder haben wir eine Woche durchlebt. Was wir tolles gemacht und erlebt haben, das lest ihr jetzt:



💗 Mein Herz-Moment Nr. 1

Diese Woche Dienstag haben wir meiner Arbeit, also der KiTa, in der ich vor der Elternzeit tätig war und in der ich voraussichtlich nach der Elternzeit wieder in den Job einsteige, einen Besuch abgestattet. Die Freude war groß und nach dem ein oder anderen Schwätzchen setzte ich mich zu einer Kollegin in den Gruppenraum. So konnten wir uns ein wenig austauschen. Anfangs blieb das Äffchen noch in meiner Nähe, fing aber schon an, sich umzusehen. Kurz darauf begann sie, den Gruppenraum zu erkunden und ... ich habe sie über eine Stunde nicht mehr gesehen.


💗 Mein Herz-Moment Nr. 2

Am Donnerstag haben wir das Wetter besonders lang und intensiv ausgenutzt. Wir waren nach einem kurzen Einkaufsspaziergang fast 2 Stunden am Spielplatz in der Nähe des Einkaufszentrums. Das Äffchen ist gerutscht, geschaukelt, am Trampolin gesprungen und hat sich richtig ausgetobt. Anschließend ging es nach Hause, weil wir für ca. 16 Uhr eine Lieferung erwarteten. Kaum war die angekommen, zeigte mir das Äffchen schon wieder an, dass sie nochmal raus möchte, auf den Spielplatz vor dem Haus. Ich habe mir noch schnell einen Tee gemacht, mir ihr Rutsche-Auto geschnappt und los ging es wieder. Ich habe schon damit gerechnet, dass der Tee sowieso kalt wird, weil das Äffchen auf der Schaukel von mir Anschwung bekommen möchte oder mir alles Mögliche zeigen möchte. Aber dann kam es ganz anders. Zwei größere Mädchen, vielleicht 10 oder 11 Jahre alt, waren ganz verzückt von dem Äffchen und haben sie eine geschlagene Stunde von vorne bis hinten auf dem Spielplatz bespaßt. Schaukeln, Rutschen, Schaukeln, Klettern, Rutschauto fahren - ich war vergessen... Und der Tee war wunderbar heiß, als ich ihn trank. Danke Mädels, für die unerwartete Spielplatz-Auszeit!


😩 Mein Schmerz-Moment

Den Schmerz-Moment hatten wir beim Kinderarzt Anfang der Woche, da stand nämlich die letzte MMR-Impfung für das Äffchen auf dem Programm. Zum Glück ist sie ziemlich unempfindlich. Sie hat den Arzt bei der Vorab-Untersuchung wie verrückt angeschrien, aber beim Pieks nur kurz gejammert... Aber das ist gar nicht der Grund, warum ich das als Schmerz-Moment sehe, auch wenn es in dem Fall im wahrsten Sinne des Wortes einer war. Ich habe ein größeres Problem mit der Impfung an sich. Ich bin wirklich kein Impfgegner und ich bin überzeugt, dass manche Impfungen einfach unerlässlich und notwendig sind. Und ich möchte hiermit auch keine Impfdebatte auslösen. Ich bin nur nicht glücklich, mit der Art und Weise, wie Kinder heutzutage geimpft werden. Der Kinderarzt wollte meinem Äffchen eine Impfung in den Körper jagen, als sie 5 Wochen alt war. Ihr erinnert euch, sie kam 4,5 Wochen zu früh, offiziell wäre sie zu dem Zeitpunkt also erst wenige Tage alt gewesen. Muss das sein? Und dann auch noch die Rotaviren-Impfung, die meiner Meinung nach nur dann so früh nötig ist, wenn das Kind sehr bald in die KiTa geht und oft viele (kränkelnde) Kinder um sich hat. Da habe ich den Riegel vorgeschoben und meinen Säugling vor dem Hammer beschützt. Und auch wenn die Kinder erst geimpft werden, wenn sie ein paar Wochen oder Monate älter sind, ist es trotzdem eine extreme Belastung für den kleinen Organismus, gerade bei den Mehrfach-Impfungen. Reicht denn nicht eine nach der anderen? Müssen die Kinder wirklich mit 5 Erregern gleichzeitig konfrontiert werden? Damit der Körper das überhaupt übersteht, sind in den Spritzen dann noch extreme Entzündungshemmer, Eiweißstoffe (hochallergen) uvm. enthalten. Und hinterher wundert man sich dann, dass es dem Kind nicht gut geht... Arme Kinder! So, das musste mal raus! Naja, jetzt haben wir erst mal eine Zeit lang Ruhe.

Samstag, 21. Oktober 2017

Das große Herbst-ABC - D wie Drachen steigen


Das große Herbst-ABC

D - Drachen steigen

Da ich das C ausfallen lasse, geht es heute direkt mit dem Buchstaben D weiter. Wer kennt es nicht aus seiner Kindheit und hat es vielleicht auch mit den eigenen Kindern schon gemacht. Einen Drachen basteln und steigen lassen. Mit Babys und Kleinkindern geht das noch nicht so gut. Deshalb habe ich mir ein schönes Fingerspiel einfallen lassen, welches auch schon für diese Altersstufe geeignet ist. Damit es aber ein wenig interessanter für die Kinder wird, könnt ihr vorher ganz schnell und einfach mithilfe meiner Drachen-Bastelanleitung einen bunten Drachen basteln, entweder für das Kind oder wenn möglich schon mit dem Kind zusammen.  Und das geht so:


Ihr braucht eigentlich nur 4 Materialien:


1 quatratisches Faltpapier in einer beliebigen Farbe
ca. 50 cm Schnur (Wollrest o.Ä.)
Buntstifte oder Wachsmaler in verschiedenen Farben
Klebstoff oder Tesafilm




Und so geht es:


Legt das Faltpapier so vor euch hin, dass eine Ecke nach unten zeigt.



Dann nehmt ihr die untere Ecke und faltet sie nach oben auf die obere Ecke. 


Öffnet die Falte wieder, dass das Papier wieder in Ausangsposition liegt. 


Nun faltet ihr die linke Ecke nach innen Richtung Falz und die rechte ebenfalls.


Nun müsst ihr alles nur einmal umdrehen und der Drache an sich ist schon fertig. Nun könnt ihr oder euer Kind dem Drachen ein lustiges Gesicht malen. Die jüngeren Kinder können evtl. den Drachen auch mit Buntstiften oder Wachsmalern verzieren oder anmalen. 

Nun klebt die Schnur mit Tesa oder Klebstoff unten an den Drachen und macht mehrere Schleifen in die Schnur.

Fertig! 


Mit diesem Drachen könnt ihr eurem Kind jetzt das folgende Fingerspiel zeigen:

Mein kleiner bunter Drache

Mein kleiner bunter Drache, der will heut' hoch hinaus, (1)
drum gehe ich mit ihm auf die Wiese hinterm Haus. (2)

Ich lasse ihn dort steigen, bis in den Himmel hoch, (3)
nur als klitzekleinen Punkt sehe ich ihn noch. (4)

Er tanzt ganz wild im wehenden Wind, (5)  
fliegt auf und ab, saust ganz geschwind.  

Nun hole ich ganz langsam die Leine wieder ein. (6)
Komm mit, mein bunter Drache, wir gehen wieder heim. (7)
                                                                             

Folgende Bewegungen könnt ihr dazu machen:

(1) Drachen hoch in die Luft halten
(2) Mit beiden Händen ein Dach über dem Kopf formen
(3) Drachen wieder ganz hoch in die Luft halten
(4) Mit dem Zeigefinger einen kleinen Punkt formen
(5) Drachen wild durch die Luft tanzen lassen
(6) Mit beiden Händen pantomimisch die Schnur zum Körper ziehen
(7) bei "Komm mit" mit deiner Hand eine Komm-Geste machen




Viel Spaß damit!


Hiemit beteilige ich mich auch an der Blogparade Sonntagsglück No. 43 von soulsistermeetsfriends.

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Vom ganz großen kleinen Glück

Julie-en-voyage hat zu einer Blogparade aufgerufen, an der ich gerne teilnehmen möchte, weil es sich um ein schönes aber auch interessantes Thema handelt. Nämlich das „Glück“. Außerdem mache ich mit beim #sonntagsglück von soulsistermeetsfriends


Was ist eigentlich Glück? Laut dem Wörterbuch ist Glück ein besonders günstiger Zufall, eine erfreuliche Fügung des Schicksals. Stimmt diese Definition mit meiner eigenen Auffassung von Glück überein? Jein...

Da ich nicht an Zufälle glaube, passt für mich eher die erfreuliche Fügung des Schicksals. Aber das reicht mir auch noch nicht ganz. Meiner Meinung nach ist Glück nichts, was uns einfach so zu fliegt, sondern immer auch an eigenes Zutun gekoppelt. Ein Beispiel: Wenn ich im Lotto gewinne ist das Glück. Hätte ich aber vorher keinen Lottoschein ausgefüllt und abgegeben, hätte ich auch nicht gewinnen können… Ich muss für mein Glück also auch selbst aktiv werden. 

Da kommt mir der hier treffende Satz in den Sinn „Jeder ist seines Glückes Schmied“

Ich denke schon, dass jeder selbst in der Hand hat, ob er Glück hat beziehungsweise ob er ein glückliches Leben führt oder nicht. Glück ist schließlich auch Einstellungssache und man muss es auch als solches erkennen, wenn man ihm begegnet. Das ist gar nicht immer so einfach, weil es sich manchmal erst als vermeintliches Pech tarnt und erst später zeigt sich, dass es doch Glück war. 

Hier passt die chinesische Geschichte „Der Bauer und das Pferd“ sehr gut:

In einem kleinen Dorf in China lebte ein relativ reicher Bauer - der hatte ein Pferd. Und weil er der einzige Bauer im Dorf war, der ein Pferd hatte, sagten die Leute im Dorf: "Oh, so ein schönes Pferd, hat der ein Glück!"
Und der Bauer antwortete: "Ob Glück oder Pech, wir werden sehen..."

Eines Tages brach das Pferd des Bauern aus seiner Koppel aus und lief weg. Der Bauer sah es noch davongaloppieren, aber er konnte es nicht mehr einfangen. Am Abend standen die Leute des Dorfes am Zaun der leeren Koppel, manche grinsten ein bißchen schadenfroh, und sagten: "Oh der arme Bauer, jetzt ist sein einziges Pferd weggelaufen. Jetzt hat er kein Pferd mehr, so ein Pech!"
Der Bauer hörte das wohl und murmelte nur: "Ob Glück oder Pech, wir werden sehen...
"
Ein paar Tage später, sah man morgens auf der Koppel des Bauern das schöne Pferd, wie es mit einer wilden Stute zurückkam. Sie war ihm aus den Bergen gefolgt. Groß war der Neid der Nachbarn, die sagten: "Oh, was hat der doch für ein Glück, der Bauer!" Aber der Bauer sagte nur: "Ob Glück oder Pech, wir werden sehen..."

Eines Tages im Sommer dann stieg der einzige Sohn des Bauer auf das Pferd, um es zu reiten. Schnell war er nicht mehr alleine, das halbe Dorf schaute zu, wie er stolz auf dem schönen Pferd ritt. "Aah, wie hat der es gut!"
Aber plötzlich erschrak das Pferd, bäumte sich auf und der Sohn des Bauern fiel hinunter und brach sich das Bein. Und die Nachbarn schrien auf und sagten: "Oh, der arme Bauer: Sein einziger Sohn! Ob er jemals wieder wird richtig gehen können? So ein Pech!" Aber der Bauer sagte nur: "Ob Glück oder Pech, wir werden sehen..."

Einige Zeit später schreckte das ganze Dorf aus dem Schlaf, als gegen Morgen ein wildes Getrappel durch die Straßen lief. Die Soldaten des Herrschers kamen in das Dorf geritten und holten alle Jungen und Männer aus dem Bett, um sie mitzunehmen in den Krieg. Der Sohn des Bauern konnte wegen seines gebrochenen Beines nicht mitgehen. Und so mancher saß daheim und sagte: "Was hat der für ein Glück!" Aber der Bauer murmelte wieder nur: "Ob Glück oder Pech, wir werden sehen..."! (Quelle unbekannt)

Fazit: Manches, dass uns erst mal Sorgen bereitet, kann sich später als glückliche Fügung entpuppen oder umgekehrt. Es lohnt sich daher oft, erst mal abzuwarten, was noch kommt. 

Eben schrieb ich ja davon, dass Glück auch von meinem Handeln abhängig ist. Anders verhält es sich da mit dem „glücklich sein“. Das ist nicht immer von meinem zu tun abhängig, denn "glücklich machen" kann mich auch jemand anderes – mein Äffchen, wenn es mich umarmt und küsst; mein Mann, indem er mir ein wunderschönes Kompliment macht; mein Chef, wenn er mir für meine Arbeit Wertschätzung entgegen bringt. Obwohl auch hier gilt: Wenn ich als Vorbild voran gehen, z.B. in der Familie, Und meine höchste Priorität ist, diese glücklich zu machen, werde ich das auch so zurückbekommen.

Ich brauche zum glücklich sein 3 Zutaten
- Meine Tochter
- Meinen Mann
- Gesundheit

Warum? Weil meine Familie das Beste ist, was mir passieren konnte. Meine Tochter erwärmt täglich hundertfach mein Herz und es ist pures Glück, sie zu haben, sie im Leben zu begleiten, mit ihr zu staunen, zu lachen und zu weinen. So sieht für mich Erfüllung aus! Und mein Mann? Ist stets an meiner Seite, meine Stütze, mein Halt, mein bester Freund, harter Diskussionspartner, mein Alles-was-ich-brauche! Wir wollen in 100 Jahren noch gemeinsam im Altersheim ein Zimmer teilen und händchenhaltend spazieren gehen. Denn das ist für uns Glück. Und ohne Gesundheit ist es schwer glücklich zu sein (wenn auch nicht unmöglich), denn die Unbeschwertheit wird von der Krankheit aufgefressen und es dauert lange, bis sie wieder einkehrt.

Wann ich das letzte Mal glücklich war? Gerade eben, als das Äffchen mich anstrahlte! Denn eins habe ich gelernt: Das Glück liegt in den kleinen Dingen. Manche warten ein Leben lang auf das große Glück, dabei müssten sie nur die Augen aufmachen und die kleinen Glücksmomente sammeln, welche addiert dann das ganz große Glück ergeben würden! Hier und hier könnt ihr ein paar meiner Glücksmomente nachlesen.

Ich habe mich entschieden glücklich zu sein! Und du?




Mittwoch, 18. Oktober 2017

Das große Herbst-ABC - B wie Basteln mit Kastanien

Das große Herbst-ABC

B - Basteln mit Kastanien

Heute habe ich eine Bastelidee für euch, wie ihr euren Kleinen (und Großen) schnell und ohne viel Material und Aufwand eine tolle Kastanien-Schlangen basteln könnt. Kleinkinder und größere Kinder können damit spielen und kreativ werden. Aber auch für Babys ist die Schlange als Greifspielzeug zur Förderung der Sinnwahrnehmung sehr gut geeignet.


 
Diese Materialien braucht ihr dafür:

8 große Kastanien 
1 Schraubenzieher oder Handbohrer
ca. 50 cm Paket Schnur (o.Ä.)
1 große Holzperle




Und so geht es:

Zuerst durchbohrt ihr alle Kastanien mit dem Schraubenzieher oder Handbohrer.
Anschließend wird die Holzperlen auf die Paketschnur aufgefädelt und in die Mitte der Schnur gezogen. Nun beginnt ihr, BEIDE Enden der Paketschnur durch die Löcher in den Kastanien zu stecken, bis alle Kastanien aufgefädelt sind.
Zuletzt einfach einen Knoten in die Paketschnur machen und fertig ist die Kastanien-Schlange!



Größere Kinder können mit Edding noch ein Gesicht auf den Schlangenkopf malen bei Babys würde ich darauf verzichten, da sie die Kastanien ggf anlutschen oder in den Mund nehmen.

Viel Spaß beim Basteln und Spielen!


Am Samstag, den 21.10. geht es mit dem Buchstaben D weiter (das C wird übersprungen).


Montag, 16. Oktober 2017

KiTa-Eingewöhnung - Teil 3 - Aus der Sicht des Äffchens

Fortsetzung 
von Teil 1 und Teil 


Ich weiß gar nicht, was meine Mama mit ihren beiden streitenden Ichs hat…
Wir hatten heute Vormittag unser Kennenlern-Gespräch in meiner Kita. Ich konnte schon mal sehen, wer ab November auf mich aufpasst und wie die anderen Kinder so sind.

Boah, gibt es da viele Spielsachen!!! Duplo-Steine in einer RIESIGEN Kiste! Eine Kinderküche, ein gewaltiges Kuschelsofa und noch viel viel mehr. Ich konnte mir gar nicht alles in Ruhe anschauen, dazu reichte die Zeit nicht aus… Schließlich wollte ich auch gleich noch beim Laternebasteln mitmachen.

Der Erzieher ist auch total nett gewesen. Er hat mir gleich Stifte zum Malen gegeben und als ich meinen Trinkbecher verschüttet habe, hat er gar nicht geschimpft. Der ist echt tiefenentspannt und die Erzieherin auch.

Die anderen Kinder scheinen o. k. zu sein, aber die gucke ich mir nächstes Mal etwas genauer an. Denn eins steht fest: Ich muss da unbedingt wieder hin! Da kann ich tolle Sachen erleben, soviel ist sicher!

Als Mama dann mit mir nach Hause gehen wollte wäre ich gerne noch viel länger geblieben! Aber der Klügere gibt nach, dann bin ich eben mitgegangen. Nächstes Mal setze ich mich aber durch!

Das wird toll und ich kann es kaum erwarten bis November. Und am Anfang ist Mama ja auch noch mit dabei. Sie bleibt im Hintergrund, aber wenn ich Sehnsucht nach ihr habe, ist sie ganz in der Nähe.

O. k., ein bisschen doof finde ich es schon, dass Mama nicht immer bleiben kann… Wem soll ich denn dann zeigen, wenn ich etwas Tolles gebaut oder gemalt habe? Aber Mama muss wieder arbeiten gehen und vielleicht finden die Erzieher es auch prima, wenn ich etwas Neues schaffe und freuen sich mit mir. Bestimmt sogar.

Ich kann jetzt nicht versprechen, dass ich nicht traurig werde, wenn Mama die ersten Male weggeht und ich ohne sie in der Kita bleiben soll. Aber Mama sagt, sie holt mich immer wieder ab. Bisher konnte ich mich immer 100 Pro auf sie verlassen, darum vertraue ich ihr.

Wir drei werden das schon meistern, Mamas Erzieher–Ich, das Mutterherz und ich. Schließlich sind wir ein gutes Team!


Auf geht‘s!

Sonntag, 15. Oktober 2017

Herz- und Schmerz-Momente - der etwas andere Wochenrückblick 09.-15.10.17

Es ist wieder soweit, eine Woche ist schon wieder vorbei und mein Äffchen und ich haben wieder viel zusammen erlebt. Hiermit beteilige ich mich diesmal auch an der Blogparade. #sonntagsglück von soulsistermeetsfriends.




💓 Mein Herz-Moment Nr. 1

Als Herz-Moment möchte ich diesmal einen kleinen aber feinen Herbstspaziergang beschreiben. Am Dienstag warteten wir eine Regenpause ab und machten uns sogleich auf zum großen Kastanienbaum, den wir am Vortag schon entdeckt hatten. Da war die Zeit zum Sammeln aber zu knapp und es fing an zu regnen, so dass wir das eben auf den nächsten Tag verschieben mussten. Gesagt, getan!

Schon von Weitem haben wir die vielen Kastanien entdeckt, die unter dem Baum lagen. Soweit das Auge reichte, eine Kastanie neben der anderen. Komisch, dass diese noch nicht von anderen Kindern aufgesammelt worden waren… Egal, so blieb mehr für uns. Wir pickten uns die schönsten Kastanien heraus und hatten am Ende beide Seitenfächer der Wickeltasche prall gefüllt. Das Äffchen war mit großem Eifer dabei – ihre erste Kastanien-Sammel-Aktion! Am Abend haben wir dann noch toll damit gebastelt. Ihr wollt wissen was? Das erfahrt ihr am kommenden Mittwoch, den 18. Oktober, im großen Herbst-ABC.


Auf dem Heimweg hatten wir gleich noch mal einen Riesenspaß! Es gab nämlich eine Pfütze nach der anderen zu durchpatschen. Mit großer Begeisterung stampfte das Äffchen hindurch, dass es nur so spritzte. Ich musste sie von Pfütze zu Pfütze lotsen, um überhaupt irgendwann zu Hause anzukommen. Es war so ein schöner, ausgelassener, fröhlicher Nachmittag und daher definitiv ein Herz-Moment.








💓 Aber auch einen zweiten Herz-Moment möchte ich nicht unerwähnt lassen. Das erste „Ich hab‘ dich lieb“ von meiner Tochter!!! Ihr fragt euch vielleicht, ob sie wirklich schon so gut sprechen kann… Nein, sie legt ja jetzt erst los. Aber wir haben einen Babysignal-Kurs mitgemacht. Hier lernen die Kinder zur Unterstützung der Kommunikation bestimmte Gesten aus der Gebärdensprache, um sich auch ohne Worte schon verständigen zu können. Täglich mache ich ihr die Geste für „Ich hab dich lieb“ vor und spreche es auch aus. Sie macht die Geste dann so gut sie kann nach. Diesmal machte sie die Geste aber aus heiterem Himmel, ohne sie vorher von mir gesehen zu haben und umarmte mich dann stürmisch. Wenn das kein Herz-Moment ist…


😩 Mein Schmerz-Moment
Diese Woche gab es zum ersten Mal mehrere Situationen, wo das Äffchen aus Wut und Frust anfing um sich zu hauen. Als ich ihr sagte, dass ich das nicht möchte, machte sie entweder weiter oder begann zu grinsen. Viele erfahrene Mamas werden jetzt sagen: Gewöhn‘ dich dran, das ist erst der Anfang! Aber mich hat es trotzdem ziemlich getroffen und emotional mitgenommen. Also schon eindeutig ein Schmerz Moment für mich. Abends im Bett habe ich dann mal danach gegoogelt (eigentlich meistens keine gute Idee, aber in diesem Fall doch). So fand ich zwei großartige Artikel zu dem Thema hauen und grinsen. Weil ich sie so toll und hilfreich finde habe ich sie euch hier und hier verlinkt. 
Ich weiß jetzt, dass das Äffchen während eines Wutanfalls selbst überfordert ist und ihre Gefühle noch nicht regulieren kann. Daher versuche ich in Zukunft, sie durch die Wut zu begleiten, anstatt sie schlimmstenfalls für ihre Gefühle zu schimpfen. Und das Grinsen ist in den meisten Fällen eine Beschwichtigungsgeste, wird aber fast immer (so auch von mir) fehlinterpretiert als Provokation. Dabei können Kinder erst provozieren, wenn sie sich in andere hineinversetzen können und das klappt frühestens ab drei Jahren, meistens eher später. Seit ich das weiß und es mir immer wieder bewusst mache, kann ich viel besser mit ihrer Wut umgehen und nehme sie nicht mehr so persönlich.


Nun wünsche ich euch wieder eine schöne neue Woche und viele tolle und interessante Erlebnisse!