Donnerstag, 21. September 2017

Essen mit Kindern - Blogparade



Dies ist wohl ein Thema, welches alle Eltern immer wieder (mal mehr, mal weniger) beschäftigt und vor die ein oder andere Herausforderung stellt. Selbst mich, obwohl ich es bei meiner Tochter „eigentlich“ mit einer unkomplizierten Esserin zu tun habe. Wäre da nicht dieses kleine alles relativierende „Eigentlich“.

Eigentlich isst das Äffchen seit dem Beikost-Start so ziemlich alles, was auf den Tisch kommt. Der Mittagsgemüsebrei wurde von Anfang an mit Begeisterung verschlungen. Auch später beigefügte Zutaten wie Kartoffeln, Nudeln, Reis, Fleisch und Fisch änderten nichts daran. Aus wenigen Löffeln Brei in den ersten Tagen wurde in Rekordzeit eine ganze Mahlzeit. 

Und auch heute isst das Äffchen immer noch am Liebsten warm. Nudeln gehen ja sowieso bei (fast) jedem Kind in allen Variationen, so auch bei meinem: Nudeln mit Gemüsesoße, mit Bolognesesoße, mit Lachs, ohne Soße als Schinkennudeln – alles wird eifrig verputzt. Aber auch Reis in ähnlichen Variationen ist bei dem Äffchen sehr beliebt (bei mir weniger, wegen der beim Essen entstehenden Sauerei). Was aber auch immer geht sind Kartoffeln und Möhrengemüse mit Bratwürstchen, Fischstäbchen o.Ä. Sie isst auch anderes Gemüse, aber Möhren sind nun mal ihr absoluter Favorit!

Es ist also in der Hinsicht alles sehr unkompliziert. Das macht das Essen im Restaurant oder bei Freunden einfach, weil das Äffchen bei uns mitessen kann. Sie probiert auch fleißig alles, was man ihr vorsetzt, von Garnelen, über Tintenfisch und Knoblaucholiven zu Frühlingsrollen mit gut gewürzter Thaisoße (europäisch scharf). Experimente sind also kein Problem! Aber ihre neu entdeckte Leibspeise ist Pizza vom Italiener…

Auch das Frühstück verläuft meist problemlos. Auf dem Speiseplan stehen entweder Toastbrot mit Frischkäse oder Naturjoghurt mit Haferflocken und etwas Obst. Am Wochenende, wenn Papa zum Bäcker geht, gibt es auch mal (trockenes) Brötchen, welches hochkonzentriert und mit äußerster Sorgfalt ausgehöhlt, also von innen nach außen gegessen wird. Mit etwas Glück gibt Papa auch ein kleines Stück seines Schokocroissants ab. Aber spätestens danach darf das Äffchen dann die Schokokrümel von seinem Teller wegnaschen.

Mit Süßigkeiten haben wir es langsam angehen lassen. Erst weit nach ihrem ersten Geburtstag. Um genau zu sein mit Schokoladeneis im Urlaub, da war sie dann schon 17 Monate alt. Auch jetzt gibt es nur selten etwas Süßes, aber ganz ohne soll sie nun auch nicht aufwachsen müssen. Es soll eben was Besonderes bleiben. 

So, und nun kommt zu dem „Eigentlich“ das passende „Aber“!

Aber abends ist das Essen schwieriger. Denn das Äffchen verweigert Brot in jeglicher Form (außer Toastbrot). Mehr dazu findet ihr in einem früheren Blogpost unter Äffchen-Brot. Da bei uns aber abends meist kalt gegessen wird (oder wurde), war ich lange aufgeschmissen, weil das Kind zwar allen Belag mit Genuss vom Brot aß oder auch leckte (z.B. Leberwurst), das Brot selber aber komplett verschmähte. 

Nun bin ich dazu übergegangen, mittags mehr zu kochen, damit abends die Reste gegessen werden können. Und siehe da: Das Kind wird abends wieder satt und ich spare mir ohne viel Mehraufwand den täglichen Kampf!

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Mit diesem Beitrag beteilige ich mich an der Blogparade Essen mit Kindern vom Elternhandbuch. Danke für das tolle und vielfältige Thema!

Kommentare:

  1. Lieben Dank für deinen Beitrag zu unserer Blogparade �� Du hast ja ein unkompliziertes Ess-Äffchen. Und das mit dem Abendessen elegant gelöst! Lieben Gruß Nicole vom Elternhandbuch

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  2. Unsere Jüngste ist auch so unkompliziert...sie könnte zu jeder Zeit Haferflocken mit Milch essen...als kleines Kind war es Mieslie...8)

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