Freitag, 15. September 2017

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt


Jede Mama weiß, egal wie vorausschauend man plant, es kommt doch immer anders als man denkt.

Das ging bei uns schon mit der Geburt des Äffchens los. Sie hatte es sehr eilig und kam 4,5 Wochen zu früh zur Welt. Keiner war darauf vorbereitet. Seither zieht sich das schon gut eineinhalb Jahre so durch.

Nehme ich mir vor mit anderen Mamafreundinnen und Kids nachmittags zum Spielplatz zu gehen, macht das Äffchen genau an diesem Tag einen späten, ganz ganz langen Mittagsschlaf. Nehme ich mir vormittags vor mit Freunden frühstücken zu gehen, ist das Kind plötzlich ganz ganz bald wieder müde.
Gerade Schlaf ist bei meinem Äffchen kaum planbar. Ich glaube sogar, dass sie spürt, wenn ich etwas plane und dann evtl. vor Aufregung nicht so schläft „wie sonst“.

Anfangs habe ich noch versucht alles zu kontrollieren. Ich habe das Äffchen beispielsweise nach 15 Uhr nicht mehr schlafen lassen, damit sie abends „rechtzeitig“ (für wen?) müde wird. Dann war ich jedes Mal aufgeschmissen, wenn die Kleine nachmittags um 17 Uhr auf dem Heimweg von der Krabbelgruppe eingeschlafen ist.

Oder ich habe peinlich genau darauf geachtet, dass sie abends um 18 Uhr zuletzt isst, damit sie um 20 Uhr beim Einschlafen (so MEIN Plan…) nicht noch am Verdauen ist.

Oder ich habe lange Autofahrten so geplant, dass sie dabei ihren Mittagsschlaf halten könnte.

Ehrlich gesagt: Was hat es mir genützt? Das Äffchen hat letztendlich geschlafen wie ES wollte und sich wenig um MEINE Bemühungen geschert.
Es hat gegessen, wenn ES Hunger hatte und nicht, wenn MEINER MEINUNG NACH „Essenszeit“ war. Und es kam oft genug vor, dass sie bei langen Autofahrten kein Auge zugetan hat, weil sie an diesem Tag zu diesem Zeitpunkt eben einfach gerade nicht müde war…

Inzwischen habe ich gelernt, es so zu nehmen wie es kommt. Dabei trainiere ich täglich mein Improvisationstalent und meine Flexibilität. Und seit ich mich dem Rhythmus des Äffchens angepasst habe und nicht mehr ständig versuche, sie in meinen Rhythmus zu zwängen, sind wir auf einmal alle viel entspannter.

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