Samstag, 2. September 2017

Dankbarkeit


Oft ist unser Mami-Alltag turbulent, chaotisch und anstrengend. Vieles klappt nicht so wie es soll, man ist genervt, dass das Baguette im Ofen verkohlt ist, während man das Kind bespaßt hat. Man hadert mit sich und der Welt, wenn das Einschlafen abends für Mutter und Kind zu einer Herausforderung wird. Oder man glaubt die Welt geht unter, wenn die Waschmaschine die Grätsche macht, wo doch ausgerechnet jetzt so viel Wäsche anfällt...

Mir geht es jedenfalls manchmal so. Natürlich sind das auch alles Dinge, die nerven und einem den Alltag nicht leichter machen. Aber wenn man ehrlich ist, sind es Kleinigkeiten, nichts Weltbewegendes, morgen wieder vergessen.

 

Und in diesem Trott vergisst man manchmal schnell, wie gut es uns geht!

Dann fällt mir wieder ein, womit ich gesegnet bin: Ich bin unendlich dankbar, dass ich ein gesundes Kind haben darf, mein kleines liebes und wundervolles Äffchen! Dass sie sich so prächtig entwickelt, atmet, lacht, spielt, Mama sagt und mich umarmt und küsst, wenn ihr danach ist. Dass sie seit über eineinhalb Jahren unser Leben bereichert und es sich so richtig und schön anfühlt! Sodass wir uns schon wenige Tage nach ihrer Geburt fragten, wie es noch ohne sie war. Es fühlte sich an, als wäre sie schon immer ein Teil unserer Familie gewesen.

Und ich bin dankbar, dass ich einen wundervollen liebenden und soweit gesunden Ehemann haben darf. Er ist nicht nur mein bester Freund und Geliebter in einem, sondern auch noch ein wundervoller Vater für das Äffchen. Und mehr brauche ich kaum, um glücklich zu sein.

Das mag alles ein bisschen kitschig und sentimental klingen, aber es hat einen Grund, warum ich genau heute davon schreibe.

Ein junges Elternpaar, das ich nicht persönlich kenne, aber auf welches ich via Instagram aufmerksam wurde, muss heute für immer (oder zumindest für dieses Leben) von seiner geliebten 4 Monate alten Tochter Abschied nehmen. Deren Schicksal lässt mich nachdenklich werden und führt mir wieder vor Augen, dass ich mich auf das Wesentliche besinnen sollte.

Wie gerne würden diese Eltern sich abends mit ihrer Tochter beim Einschlafen "rumärgern", mit ihr spielen bis das Essen verkohlt...

Also lasst uns immer dran denken, wie gut es uns geht, dann fällt es uns evtl leichter, solche alltäglichen Kleinigkeiten mit mehr Gelassenheit zu sehen.

Ich wünsche den Eltern des kleinen Mädchens allen Trost und alle

Kraft der Welt. Und schon um ihre Kraft und Stärke zu ehren, versuche ich in Zukunft mein glückliches Leben noch viel mehr zu schätzen...

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