Donnerstag, 28. September 2017

After Baby Body – Was motiviert mich, Sport zu treiben? - Gastbeitrag



Nein, ich bin für dieses Thema nicht gerade prädestiniert. Ich habe weder vor, noch nach der Schwangerschaft übermäßig viel Sport getrieben. Und meinen After-Baby-Body habe ich mir nicht durch Sport, sondern immerhin durch eine strenge Low-Carb-Diät wieder erkämpft. Trotzdem finde ich das Thema Motivation und Sport nach der Schwangerschaft wichtig und interessant. Deshalb habe ich die liebe Kirsten von einfachfamilie gebeten, einen Gastbeitrag zu diesem Thema zu schreiben und Voilà: Hier ist er! Viel Spaß beim Lesen!

----

Hallo, ich heiße Kirsten und Britta hat mich gefragt, ob ich gerne mal einen Gastbeitrag bei ihr schreiben möchte. Lust hatte ich sofort, nur ein Thema musste erstmal gefunden werden, immerhin soll es euch auch interessieren. 


Meine Tochter ist erst knapp vier Monate alt. Viel zum Mamasein kann ich daher noch nicht beitragen. Zwar bin ich mittendrin im Mamaalltag, doch ist laut Bekannten von uns „alles vorm Krabbelalter Kindergarten“ – finde ich nicht, aber gut. 

Daher habe ich mich entschieden mal etwas zum Thema Mamafitness und Motivation zum Sport nach der Schwangerschaft zu schreiben. Ich habe vor meiner Schwangerschaft recht viel Sport getrieben, war gerne laufen und habe Krafttraining geliebt. In der Schwangerschaft habe ich das Laufen komplett gestrichen,  viel Yoga gemacht  und Kraftsport nur noch zum Wohlfühlen, nicht mehr mit schwerem Gewicht betrieben. Jetzt, mit Baby auf dem Arm stellt sich mir natürlich die Frage: Wie geht es sportlich weiter? 

Vorweg: Ich bin keine ausgebildete Fitnesstrainerin oder ähnliches. Ich schreibe hier nur über meine Gedanken und das was ich gelesen habe. Bevor ihr nach der Geburt irgendetwas macht, solltet ihr IMMER die Hebamme und/oder den Arzt fragen. Man kann hier viel falsch machen,  übertreiben und sich (oder dem Kind schaden). So kann sich eine zu große Gewichtsreduktion in der Stillzeit zum Beispiel negativ auf die Muttermilch auswirken! 


Aber es soll ja um Motivation gehen. Ich habe mir jetzt länger den Kopf zerbrochen, welchen bahnbrechenden Tipp ich euch geben kann, damit ihr nach dem Lesen hochmotiviert ins Training startet und ganz ehrlich - das kann ich nicht. Motivation muss jeder für sich selber finden, das ist ja das Komplizierte. Daher dachte ich, ich schreibe mal darüber was MICH motiviert. 


Das Egoistischste vorweg: Ich finde es gut, am Tag mal eine Stunde allein für mich zu haben. Zuerst war das im Rückbildungskurs, den ich bewusst abends (ohne Baby) gemacht habe. Später ist Krafttraining da super. Laufen auch, aber das ist zu zeitnah nach einer Geburt eher nicht so sinnvoll. Andere fühlen sich sicher im Verein wohler. Da muss jeder für sich schauen. Dennoch die Grundaussage bleibt, nur weil ich jetzt Mutter bin, denke ich nicht, dass ich 24/7 nur mit Baby auf dem Arm unterwegs sein muss. Keine Frage, mein Würmchen fehlt mir, wenn ich nicht bei ihr bin, doch ich weiß, dass der Papa sich freut, wenn er auch mal ein wenig Zeit allein mit ihr hat. 


Meine Motivation ist zudem auch, dass ich gerne ein gutes Vorbild für mein Kind sein möchte. Sie soll sich später auch gern bewegen und nicht nur auf der Couch verharren. Ich denke, vorleben ist da die beste Möglichkeit, eine aktive Kindheit zwanglos zu fördern. Eine weitere Motivation ist ganz klar der Blick in den Spiegel. Ich würde lügen, wenn ich sage, es geht mir nur um Gesundheit und das Gefühl fit zu sein. Natürlich freut es mich, einen flachen Bauch oder definierte Arme und „Winkespeck“ zu haben. ;)


Ich besitze zudem ein Fitnessarmband. Mich motiviert es, mein Schrittziel zu erreichen oder sogar zu übertreffen, zu sehen, dass ich im Durchschnitt 30 Stockwerke am Tag gehe (wir wohnen in einem Haus mit Treppen und der Wickeltisch steht oben), oder mein wöchentliches Trainingsziel von X Einheiten erreiche (in das Dankenswerterweise, jeder Spaziergang ab 15 Minuten hineinzählt ;) ).



Last but not least sind es Ergebnisse, die mich motivieren. Kaum etwas spornt so sehr an, wie ein Ziel zu erreichen, das man sich gesteckt hat. Das kann sein, das erste Mal 10 km am Stück zu laufen oder den Halbmarathon in unter zwei Stunden zu finishen. Es kann sein, sich in einem bestimmten Bikini wohl zu fühlen oder einen Klimmzug zu schaffen. Momentan motiviert mich zum Beispiel die Tatsache, dass ich trotz nahezu täglichen mehrstündigen Tragens meines mittlerweile fast sechs Kilo schwerem Babys weder Schulter- noch Rückenschmerzen habe. Ich schreibe das einfach dem regelmäßigen Krafttraining zu und es motiviert mich dran zu bleiben, weil ich das Gefühl habe, dass es mir wirklich hilft, im Alltag und für mein Kind fit zu sein. 


Was kann man also als Fazit ziehen? 

Ich finde, es ist wichtig, sich 

1. zu überlegen, was man erreichen will, 

2. festzulegen, wie man dieses Ziel erreichen will. Dazu gehört sich zu fragen, was Spaß macht, ob man mit jemanden zusammen sporteln kann und will und was sich auch mit dem eigenen Alltag vereinbaren lässt und 

3. Sport nicht mehr als "Muss" zu sehen, sondern ihn eher als positiven Aspekt des Alltags zu betrachten, schließlich motiviert man sich eher zu etwas, das Spaß macht, als zu einem notwendigen Übel. 


Ich hoffe, der ein oder andere Aspekt konnte euch etwas helfen, Lust zu bekommen den Sportschuh zu schnüren. Habt ihr noch weitere Motivationstipps?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen