Freitag, 22. September 2017

Lachsnudeln-Pfanne - schnell und lecker

Heute möchte ich euch mal wieder ein schnelles Rezept präsentieren - garantiert einfach und lecker!

Ich nenne es schlicht "Lachsnudeln-Pfanne". Was ihr für 2 Erwachsene und 1 Kleinkind braucht:

2 Lachsfilets (ich kaufe gerne regional oder tiefgefroren)
300g Nudeln (wir lieben Mini-Penne)
2 Lauchzwiebeln
3 Löffel rotes Pesto
1/2 Becher Sahne
2 Tomaten
1 Löffel Gemüsebrühe (fertig)
Rapsöl


So geht's:
1. Lachsfilet auftauen (wenn nötig)
2. Nudeln kochen
3. In der Zwischenzeit die Lauchzwiebeln in kleine Scheiben bzw. Kringel 
    schneiden und die Tomaten würfeln
4. Lachs mit etwas Rapsöl in der Pfanne anbraten und etwas später  
    Lauchzwiebeln und Tomaten dazugeben.
5. Später mit einer kleinen Tasse Wasser aufgießen, den Löffel Gemüse-
    brühe dazugeben und umrühren 
6. Pesto und Sahne zugeben und ein wenig aufkochen lassen
7. Zum Schluss die Nudeln mit dazugeben, kräftig vermischen und noch ein 
    paar Minuten köcheln lassen

Und fertig ist das schnelle Essen! Wer keinen Fisch mag, kann den Lachs entweder einfach weglassen oder durch Hähnchen oder Putenbrust-Streifen ersetzen.

Viel Spaß beim Ausprobieren, vielleicht ja schon am Wochenende...!

Donnerstag, 21. September 2017

Essen mit Kindern - Blogparade



Dies ist wohl ein Thema, welches alle Eltern immer wieder (mal mehr, mal weniger) beschäftigt und vor die ein oder andere Herausforderung stellt. Selbst mich, obwohl ich es bei meiner Tochter „eigentlich“ mit einer unkomplizierten Esserin zu tun habe. Wäre da nicht dieses kleine alles relativierende „Eigentlich“.

Eigentlich isst das Äffchen seit dem Beikost-Start so ziemlich alles, was auf den Tisch kommt. Der Mittagsgemüsebrei wurde von Anfang an mit Begeisterung verschlungen. Auch später beigefügte Zutaten wie Kartoffeln, Nudeln, Reis, Fleisch und Fisch änderten nichts daran. Aus wenigen Löffeln Brei in den ersten Tagen wurde in Rekordzeit eine ganze Mahlzeit. 

Und auch heute isst das Äffchen immer noch am Liebsten warm. Nudeln gehen ja sowieso bei (fast) jedem Kind in allen Variationen, so auch bei meinem: Nudeln mit Gemüsesoße, mit Bolognesesoße, mit Lachs, ohne Soße als Schinkennudeln – alles wird eifrig verputzt. Aber auch Reis in ähnlichen Variationen ist bei dem Äffchen sehr beliebt (bei mir weniger, wegen der beim Essen entstehenden Sauerei). Was aber auch immer geht sind Kartoffeln und Möhrengemüse mit Bratwürstchen, Fischstäbchen o.Ä. Sie isst auch anderes Gemüse, aber Möhren sind nun mal ihr absoluter Favorit!

Es ist also in der Hinsicht alles sehr unkompliziert. Das macht das Essen im Restaurant oder bei Freunden einfach, weil das Äffchen bei uns mitessen kann. Sie probiert auch fleißig alles, was man ihr vorsetzt, von Garnelen, über Tintenfisch und Knoblaucholiven zu Frühlingsrollen mit gut gewürzter Thaisoße (europäisch scharf). Experimente sind also kein Problem! Aber ihre neu entdeckte Leibspeise ist Pizza vom Italiener…

Auch das Frühstück verläuft meist problemlos. Auf dem Speiseplan stehen entweder Toastbrot mit Frischkäse oder Naturjoghurt mit Haferflocken und etwas Obst. Am Wochenende, wenn Papa zum Bäcker geht, gibt es auch mal (trockenes) Brötchen, welches hochkonzentriert und mit äußerster Sorgfalt ausgehöhlt, also von innen nach außen gegessen wird. Mit etwas Glück gibt Papa auch ein kleines Stück seines Schokocroissants ab. Aber spätestens danach darf das Äffchen dann die Schokokrümel von seinem Teller wegnaschen.

Mit Süßigkeiten haben wir es langsam angehen lassen. Erst weit nach ihrem ersten Geburtstag. Um genau zu sein mit Schokoladeneis im Urlaub, da war sie dann schon 17 Monate alt. Auch jetzt gibt es nur selten etwas Süßes, aber ganz ohne soll sie nun auch nicht aufwachsen müssen. Es soll eben was Besonderes bleiben. 

So, und nun kommt zu dem „Eigentlich“ das passende „Aber“!

Aber abends ist das Essen schwieriger. Denn das Äffchen verweigert Brot in jeglicher Form (außer Toastbrot). Mehr dazu findet ihr in einem früheren Blogpost unter Äffchen-Brot. Da bei uns aber abends meist kalt gegessen wird (oder wurde), war ich lange aufgeschmissen, weil das Kind zwar allen Belag mit Genuss vom Brot aß oder auch leckte (z.B. Leberwurst), das Brot selber aber komplett verschmähte. 

Nun bin ich dazu übergegangen, mittags mehr zu kochen, damit abends die Reste gegessen werden können. Und siehe da: Das Kind wird abends wieder satt und ich spare mir ohne viel Mehraufwand den täglichen Kampf!

----------------------

Mit diesem Beitrag beteilige ich mich an der Blogparade Essen mit Kindern vom Elternhandbuch. Danke für das tolle und vielfältige Thema!

Mittwoch, 20. September 2017

Die (Blitz-) Geburt - ein rasantes Erlebnis!



Tja, die Geburt ist eigentlich ein unbeschreibliches Ereignis. Viele Erst-Mamis (mich eingeschlossen) gehen ambitioniert und etwas überverantwortungsbewusst zum Geburtsvorbereitungskurs, um (wie es der Name schon sagt) bestens vorbereitet zu sein, wenn es dann los geht. Auch ich fühlte mich nach dem Kurs - in Form eines Wochenendcrash-Kurses mit Männern – beruhigt und sicher. Ich glaubte zu wissen, was auf mich zukommen würde.


Weit gefehlt! Es kam dann doch alles ganz anders als erwartet…


5 Wochen vor dem errechneten Termin (dieser wäre der 22.01.2016 gewesen) verschlechterte sich der Herzschlag des Mini-Äffchens während eines CTGs bei einer Kontrolluntersuchung im Krankenhaus rapide. Sämtliche Hebammen kamen angerannt. Ich wusste erstmal gar nicht was los war, bis alle hektisch um mich herum wirbelten und mir zu guter Letzt eine Sauerstoffmaske aufsetzten. Daraufhin normalisierte sich der Herzschlag zum Glück wieder. Aber nach Hause durfte ich natürlich erstmal nicht mehr… Ich hatte somit mindestens eine Nacht im Krankenhaus mit 3-4 CTGs pro Tag gewonnen! Na, herzlichen Glückwunsch!

Es folgten zwei Nächte im Krankenhaus und viele gute, aber auch einige schlechte CTGs. Es war sehr nervenaufreibend und ich hatte inzwischen große Angst um mein Baby.


Nach der zweiten Nacht hieß es, ich dürfte am nächsten Tag nach Hause, wenn bis dahin alle weiteren CTGs unauffällig verlaufen würden. Und tatsächlich: 4 Kontrollen pro Tag zeigten keine Komplikationen.


Ich legte mich also abends um 23 Uhr ins Krankenhausbett, konnte aber nicht einschlafen, weil das Mini-Äffchen im Bauch so wild herumturnte wie noch nie zuvor. Um 23:45 Uhr machte es plötzlich „peng“ in meinem Bauch (nur ohne Knallgeräusch) und siehe da: Die Fruchtblase war gesprungen! Es fühlte sich wirklich an, als wäre in mir ein Luftballon geplatzt. 


Da es aber ja noch viereinhalb Wochen bis zum errechneten Termin war, war ich mit der Gesamtsituation komplett überfordert. Ich rechnete schließlich bis zu diesem Moment damit, am nächsten Tag nach Hause gehen zu können. Immerhin war ich schon im Krankenhaus und musste nicht erst noch dort hinfahren.


Ich klingelte also etwas hysterisch nach der Nachtschwester und verkündete ihr atemlos, was passiert war. Ihr erster Kommentar lautete: „Das ist heute Nacht wohl ansteckend…“. Danach schickte sie mich hoch zum CTG und auf meine (wohl etwas dümmliche) Frage, ob ich nicht erstmal meinen Mann informieren sollte, meinte sie nur: „Nicht nötig, das wird hier noch Stunden dauern.“ Das macht Mut…! Natürlich habe ich meinen Mann trotzdem direkt angerufen, welcher gerade ganz entspannt eine DVD schaute. Ich sagte ihm, er brauche noch nicht losfahren, aber solle in Habachtstellung bleiben.


Bis ich auf der CTG-Liege lag ging es mir blendend. Doch kaum machte ich es mir bequem ging es los. Und damit meine ich nicht ein paar Wehen im 10-15-Minuten-Takt. Von einer Sekunde auf die andere und alle 5 Minuten jagte eine Wehe die Andere. Nach 20 Minuten, die sich wie 3 Stunden anfühlten, kam die Hebamme herein. Sie fühlte nach dem Muttermund und meinte, dieser sei noch komplett zu, ob ich nochmal auf Station wolle. Ich muss sie ziemlich entgeistert angeschaut haben, denn ohne Antwort führte sie mich in ein sogenanntes Wehen-Zimmer. Einen Kreißsaal sah ich erst nach der Geburt von innen, aber Eins nach dem Anderen…


Gerade im Wehen-Zimmer angekommen – dorthin schleppte ich mich zwischen 2 Wehen – bekam ich schon das Gefühl, ich müsste pressen. Ruhelos rief ich meinen Mann wieder an und trieb ihn rein, dass er sich auf den Weg machen sollte, auch wenn die Hebamme das für zu überstürzt hielt. Sie wurde allerdings blass, als sie erneut nach dem Muttermund tastete. Ich hatte einen Rekord hingelegt: In 20 Minuten hatte sich der Muttermund von 0 auf 8 cm geöffnet. Für eine PDA (geschweige denn Geburt in der Wanne o. Ä.) war es zu spät und die Hebamme erklärte kleinlaut, dass mein Mann sich nun doch etwas beeilen sollte…


Was ich erst hinterher erfuhr: Mein lieber Ehemann, der ja im Geburtsvorbereitungskurs lernte, dass so etwas im Normalfall mindestens 8-10 Stunden dauert, machte sich erstmal noch gemütlich einen starken Kaffee, um fit zu sein für das, was ihn erwartete Erst danach rief er ein Taxi.


Er kam um ca. 1:30 Uhr im Wehen-Zimmer an, wo die Geburt mittlerweile in vollem Gange war. Ab dem Moment, in dem er durch die Tür kam, habe ich nur noch verschwommene Erinnerungen. Aber er war da, das war die Hauptsache! Das letzte was ich bewusst wahrnahm war, dass mir kurz ein Blasenkatheder gelegt wurde, weil die volle Blase verhinderte, dass das Mini-Äffchen sich rausschieben konnte. Ich weiß auch noch, dass mein Mann mir half richtig zu atmen. Die Hebamme versuchte mir zwar immer zwischen zwei Wehen zu erklären, wie ich bei der nächsten Wehe atmen sollte. Aber da es zu diesem Zeitpunkt keine wirklichen Pausen mehr gab (Eine folgte der Anderen), war ich nicht mehr aufnahmefähig. Mein Mann passte also genau auf und atmete mir dann richtig vor. Er war meine Orientierung und Hilfe, ich machte es ihm „einfach“ nach. 


Dann ging es schnell. Nach drei Presswehen war der Kopf draußen und das Mini-Äffchen brabbelte schon los, bevor der Rest des Körpers geboren war. Kaum war das Kind dann ganz geboren und die Nabelschnur von meinem Mann durchtrennt, schnappte ein Arzt nach unserer Tochter. Dieser war angeblich schon eine ganze Weile mit im Wehen-Zimmer, ich habe ihn nur nicht registriert.

Das Äffchen musste untersucht werden, da sie ja als Frühchen zur Welt kam. Hinterher durfte sie endlich wenigstens fünf Minuten auf meiner Brust liegen. Dieses kleine – nein winzige – warme, verschmierte, in eine Decke gehüllte Wesen!!! So richtig genießen konnte ich es leider kaum, denn schnell wurde sie mir wieder entrissen. Damit sie nicht zu sehr unterkühlte musste sie schnell ins Wärmebettchen. Sie war leider noch nicht in der Lage, die Körpertemperatur selbst zu regulieren.


 Mein Mann, das Wehenbett und ich wurden nun (endlich!!!) in einen Kreißsaal mit wunderschöner Strand-Fototapete geschoben. Alles war so unwirklich. Ich war mir nicht sicher, ob ich das alles nur geträumt habe, da ich zwar mein Kind geboren hatte, es aber sofort wieder weggebracht wurde…


Eine gefühlte Ewigkeit und zwei Telefonanrufe später (die frischgebackenen Großeltern wurden von meinem aufgeregten Mann auch gleich mitten in der Nacht informiert) durften wir endlich zu unserem Äffchen. Sie war inzwischen angezogen, gaaanz dick eingepackt mit Mützchen, (Mini-) Strampler und riesiger Decke. Sie hing an 3 Kabeln (darüber wurden Herzschlag, Atmung etc. überwacht) und schief. Sie muss auch ziemlich erschöpft gewesen sein von dieser Blitzgeburt. Vom Blasensprung bis zur Geburt (um 02:04 Uhr) vergingen nur rekordverdächtige 2 Stunden und 20 Minuten. Wir ließen sie schlafen und himmelten sie an. Unser Kind!


Um 05:30 Uhr lag ich wieder (allein, aber mit weniger Bauch) auf Station und mein Menne machte sich erstmal auf den Heimweg. Ich wollte mich nun auch ausruhen und ein paar Stündchen schlafen. Daraus wurde allerdings nix, denn kaum lag ich im Bett, bekam ich fürchterliche Bauchschmerzen. Ratlos rief ich nun wieder die Schwester. Sie erklärte mir, dass es sich um Nachwehen handele (Aua!!!) und Ibuprofen oder Paracetamol ließen mich dann endlich zur Ruhe kommen. 


Um 07:30 Uhr wurde ich allerdings schon wieder unsanft geweckt. Der Chefarzt kam zur Visite und verkündete freudestrahlend, dass ich am Vormittag nach dem nächsten CTG nach Hause könne… Völlig verschlafen und verwirrt sah ich ihn an. Irritiert erklärte ich ihm, dass das Kind heute Nacht geboren war… Nun wechselten wir uns mit dem irritierten Gesichtsausdruck ab. Er hatte wohl noch gar nicht in die Akte gesehen, freute sich aber sehr für mich! Er musste so herzhaft über diese Situation lachen, dass er beschloss, diese Geschichte seiner Familie an Weihnachten zu erzählen. Es war nämlich der 23.12.2015 !

                                                                                                                   

Dies ist der erste von zwei Geburtsberichten. Nächsten Dienstag folgt ein weiterer Geburtsbericht als Gastbeitrag von der lieben Susann vom Blog kleinermilchbart

Dienstag, 19. September 2017

Brummbrumm, Wauwau und HamHam - Kommunikation mit einem Kleinkind

Mein altes Erzieher-Ich achtete früher peinlich genau darauf, Wörter wie Wauwau (übersetzt: Hund), Brummbrumm (übersetzt: Auto) oder HamHam (übersetzt: Essen) keinesfalls in den Mund zu nehmen. Babysprache war verpönt, sollten die Kinder doch gleich von vornherein die "richtigen" Wörter lernen.

Komischerweise freute ich mich dann vor einiger Zeit doch riesig, als das Äffchen zum ersten Mal freudestrahlend und "Wauwau"-rufend auf einen Hund zeigte. Ja, ich stimmte sogar ohne darüber nachzudenken mit ein. Erst hinterher fiel mir mein "Fauxpas" auf und beim nächsten Mal berichtigte ich das Äffchen pflichtbewusst und erklärte ihr, dass es sich hierbei um einen "Hund" handele.


Und was hat sich geändert? Nichts! Mein Kind bezeichnet nach wie vor alle Hunde (und übrigens auch alle anderen Vierbeiner) stolz als Wauwau.

Warum? Weil sie "Hund" schlicht und ergreifend noch nicht sagen kann, sich aber trotzdem schon gerne mitteilen möchte.

Und ist es nicht schön, wenn die kleinen langsam die ersten Worte sagen (ob Babysprache oder nicht)? Nicht immer raten zu müssen ob das Kind Hunger hat oder nicht? Das Äffchen ruft nun immer lauthals "Hamham" und rennt zur Küche! Was will man mehr?

Ich möchte meine Tochter lieber in ihrer Sprache bzw. Sprachentwicklung unterstützen und zum Sprechen ermutigen, statt sie direkt bei den ersten Wörtern zu korrigieren. Sie soll Erfolgserlebnisse haben! Merken, dass sie verstanden wird und Lust bekommen mehr zu sagen und zu lernen! 

Darum höre ich bei diesem Thema nicht mehr auf mein altes Erzieher-Ich, sondern sage mir: Nur beherzt ran an die Babysprache, denn sie ist ganz normal, natürlich und ein wichtiger Zwischenschritt im Erlernen der Sprache.

Und wenn das Äffchen dann etwas größer ist und besser sprechen kann, wird auch sie noch lernen, dass das Tier "Hund" und das Fahrzeug "Auto" heißt und dass das "Essen" in der Küche zubereitet wird, oder?

Montag, 18. September 2017

"Stilldemenz" oder "Was ist das nun wieder?"

Momentan ist es wieder genauso schlimm wie in den ersten Wochen (und Monaten) nach Äffchens Geburt. Die "Stilldemenz" hat mich wieder voll im Griff (behauptet zumindest mein Mann)! Nichts kann ich mir merken und wenn ich (angeblich zum dritten Mal) frage, ob er den Urlaubsantrag für unseren Besuch bei  den Omas und Opas eingereicht habe, schüttelt mein lieber Göttergatte nur noch verzweifelt mit dem Kopf.


Ich kenne das Thema "Stilldemenz" wirklich sehr gut, die Sache hat nur einen Haken: Ich stille seit 9 Monaten nicht mehr...

Muss ich mir also doch langsam ernsthafte Sorgen über den Zustand meines Oberstübchens machen? Nein, ich habe da eine andere Vermutung: Ich bin seit Neuestem mit meiner Aufmerksamkeit wieder deutlich verstärkt mit Themen rund um das Äffchen beschäftigt (der Blog ist da wahrscheinlich auch nicht ganz unschuldig dran 🙈 ). Eine ganze Weile schien es nun besser zu sein, das Äffchen und ich waren eingespielt, alles plätscherte (mehr oder weniger) so vor sich hin und in meinem Kopf war daher mehr Platz für andere Themen und Informationen.

Jetzt habe ich mich auch gefragt, was ist denn jetzt der Auslöser dafür? Ist nicht alles ähnlich wie in den letzten Wochen? Und dann fiel es mir wie Schuppen von den (müden) Augen: Die lang verdrängte KiTa-Eingewöhnung in nun gefährlich nahe gerückt. Das Äffchen wird nämlich ab November ein Krippenkind. Ich dachte immer, das ist noch sooo lange hin und nun ist es schon in gut 6 Wochen soweit...

Meine ambivalenten Gefühle und Gedanken zu diesem Thema (hier streiten sich mein Mutter-Ich und mein Erzieher-Ich miteinander rum) werde ich in einem späteren Post genauer beschreiben.

Jedenfalls ist nun noch einiges zu erledigen: KiTa-Gutschein beantragen, alles besorgen, was zum ersten KiTa-Tag benötigt wird und gedanklich auf die Reihe kriegen, dass mein Äffchen nun schon so groß ist und ein neuer Abschnitt beginnt.

Da kann das Hirn schon mal Kopf stehen, oder? Meine (selbstgestellte) Diagnose lautet also nicht "Stilldemenz", sondern "Äffchendemenz"!

 

Sonntag, 17. September 2017

Wutausbrüche, Trotzanfälle oder „Das ist alles nur eine Phase“



Nach meinem Beitrag „Das tollwütige Äffchen“ schrieb mir eine liebe Freundin, dass sie sich sehr über diesen Post amüsiert habe. Natürlich freue ich mich immer, wenn ich mit meinen Geschichten zu eurer Erheiterung beitragen kann. 

Was sie danach noch schrieb, hat dann allerdings auch mich sehr zum Schmunzeln gebracht. Sie berichtete mir von ihrer 2,5-jährigen Tochter, die momentan auch voll in der sogenannten Trotzphase steckt und Wutanfälle täglich mehrmals auf der Tagesordnung stehen. Am gleichen Tag hatte ihre Tochter schon drei Wutanfälle, bevor sie überhaupt nach der KiTa zu Hause angekommen waren. Der Erste wurde ausgelöst, weil das Kind schlicht und ergreifend noch nicht abgeholt werden wollte. In der Garderobe ging es weiter, da durfte das Mädchen den Kaugummi nicht essen, den es in Mamas Tasche gefunden hatte und zu guter Letzt sorgte das Pflaster, welches nicht mehr klebte für den dritten Ausbruch. Zu Hause ging es weiter, weil es keinen Schokokuchen gab usw.


Nun weiß ich also, was mich in der nächsten Zeit erwartet… Da war Äffchens Wutanfall wegen des Feuerwehr-Ruckelautos also vermutlich nur der Startschuss.


Die Nachricht meiner Freundin endete mit der Frage: „Weißt du auch, wann diese Phase wieder vorbei ist?“


Nein, das weiß ich leider nicht und ist wahrscheinlich von Kind zu Kind unterschiedlich… Eins weiß ich allerdings sicher: Irgendwann ist es geschafft! Augen zu und durchhalten!


Nur meine Erfahrung hat nun auch gezeigt, dass meist gleich die nächste Phase folgt.


Ist es nicht so? Ganz am Anfang, in den ersten Lebensmonaten hatte das Äffchen viel mit den 3-Monats-Koliken zu kämpfen und hat abends oft lang am Stück geschrien. Wir haben alles versucht, um ihr zu helfen, von Bauchmassagen, über Kirschkernkissen, Pubs-Gymnastik, Bäuchlein-Öl und Fliegergriff. Nichts blieb unversucht. Jeden Abend freuten wir uns darauf, wenn diese 3-Monats-Koliken enden würden. Ihre 3Monats-Koliken dauerten ca. 6 Monate an, aber auch diese waren irgendwann Vergangenheit.


Doch kaum hatten wir das überstanden, ging das gefürchtete Zahnen los. Alle paar Wochen kündigt sich mit erhöhter Temperatur, Schmerzen, nächtlichen Schrei-Tiraden und vielen Tränen (mindestens) ein neuer Zahn an. Noch immer stecken wir in dieser Phase, die Zähne Nr. 13 und 14 sind gerade am Durchbrechen, da fehlen ja nur noch 6 Stück, yeah! Wie sehr freue ich mich darauf, wenn Äffchens schelmisches Grinsen endlich 20 Milchzähne zeigt!

Von diversen Entwicklungsschüben, in denen die Welt der Kinder - und somit natürlich auch unsere - Kopf steht, gar nicht erst zu sprechen.


Doch eins tröstet mich dann immer: (Fast) Alle diese Phasen dienen zur Entwicklung des Äffchens… Keine Zähne in Äffchens Mund würden mich auch nicht glücklich machen. 

Die Entwicklungsschübe sorgten bisher dafür, dass das Äffchen drehen, krabbeln und laufen lernte, die ersten Wörter spricht, versteht was wir ihr sagen usw.


Und die sogenannte Trotzphase ist nunmal auch nötig, damit das Kind unabhängig und selbständig werden kann. Es muss sich nunmal abgrenzen lernen. In dieser Phase entwickeln Kinder Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, haben Erfolgserlebnisse, wenn sie dürfen. Aber sie lernen auch Frustrationstoleranz, Nachgeben etc. (Hier muss ich auch als Erzieherin mal mit Fachwissen glänzen). Das ist nicht immer einfach für alle Beteiligten, aber es geht auch vorbei, versprochen!


Ich bin gespannt, welche Phase dann auf uns wartet… Hoffentlich nicht direkt die Pubertät!