Samstag, 18. August 2018

Wem man als Mutter gerne den Hals umdrehen würde


Jede Mutter kennt sie. Diese Situationen, in denen man zum Tier wird, sein Kind beschützen oder einfach die eigenen Nerven retten möchte. Diese Situationen, in denen z.B. der Schlaf oder die Gesundheit des eigenen Kindes aufgrund von Dritten gefährdet ist. Meistens ist es der Schlaf, manchmal die Gesundheit und in seltenen Fällen … beides.




Eine kleine Anekdote von mir: Wir waren im Urlaub in Valencia ja auch im Oceanografico (siehe Valencia - Der Familienreisebericht). Nach dem Frühstück brachen wir auf, gut gelaunt und gespannt, was wir wohl erleben und entdecken würden. Das Äffchen war völlig aufgeregt und aufgedreht und kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Nach ca. 2 Stunden Aquariumerkundung war es ihr aber deutlich anzusehen. Sie musste das Erlebte mit Hilfe eines Nickerchens erstmal verarbeiten, um hinterher wieder bereit für neuen Input zu sein. Da unser Äffchen ja nicht einfach die Augen zu macht und gemütlich im Buggy einschläft, wenn sie müde ist, muss man hierbei unterwegs oft ein wenig nachhelfen. Also suchten wir uns eine „ruhige“ Bank, ich schaltete am Handy die „Weißes Rauschen“-App an und kuschelte mein Kind in den Schlaf. Kaum war sie langsam am Wegnicken, erwies sich die Bank als „weniger ruhig“. Unweit unseres vermeintlich „ruhigen Plätzchens“ erklang plötzlich und wie aus dem Nichts eine durch Mikrofon verstärkte, nicht enden wollende Wort-Tirade in spanischer Sprache. Bei dem Blick in Äffchens Gesicht blickte ich geradewegs in weit aufgerissene Augen. Es stellte sich heraus, dass hinter der nächsten Wegbiegung, quasi wenige Meter von unserer „ruhigen Bank“ entfernt eine Führung stattfand. Ok, tief durchatmen, das Kind beruhigen und hoffen, dass die Meute bald weiterzieht. Nach „nur“ 15 Minuten spanischen Dauergequatsches wurde es endlich wieder ruhiger und das Äffchen schlief nun endlich. Doch die Ruhe währte nicht lange. Wenige Minuten später gesellten sich mindestens drei sich lautstark unterhaltende und Zigaretten qualmende Frauen zu uns bzw. nahmen auf der Nachbarbank 2 Meter von uns entfernt Platz. Und hier vereinen sich die Gefahr für Schlaf UND Gesundheit. Denn auch nachdem die Damen nach einem Seitenblick in unsere Richtung eindeutig das schlafende Kind auf meinem Schoß erspähten, gackerten sie erstens lautstark weiter. Und als wäre das nicht schlimm genug, verpesteten sie zweitens nun auch noch die Luft, die mein schlafendes Äffchen einatmete, mit ihrem Zigarettenrauch. Langsam breiteten sich die imaginären Stresspusteln auf meinem Hals aus und der Ärger stieg immer weiter in mir hoch. Glücklicherweise war meine Wut, zumindest was den Schlaf betrifft, unbegründet. Das Äffchen hat sich, weil es wohl schon im Tiefschlaf angekommen war, nicht mehr stören lassen und selig weitergeschlummert. Doch der Qualm und mein Unmut darüber blieben. Natürlich hätte ich mich auch umsetzen können. Dann wäre aber das Äffchen möglicherweise vom Transport aufgewacht und außerdem war keine weitere freie Bank in nächster Nähe in Sicht. Laut meinem Mann hätte man den Rauch auch gar nicht bis zu uns gerochen. Und dazu kommt: Hätten wir uns besser umgeschaut bei der Wahl der „ruhigen Bank“, wäre uns vermutlich sowohl die Station für die Führungen, als auch das „Rauchen erlaubt“-Schild aufgefallen. 

Das heißt, wir Eltern sind selbst für die Gesundheit und den ruhigen Schlaf unseres Kindes verantwortlich. Schon im 2. Teil meines lustigen Erziehungs-ABCs ging ich unter dem Buchstaben M darauf ein, dass wir nicht erwarten können, dass Andere für uns mitdenken. Wir müssen eben genau schauen, wo wir das Kind zum Schlafen bewegen wollen oder uns umsetzen, wenn die Raucher kommen. 

Denn was sind das denn für Menschen, denen ich nun als Mutter öfters gerne mal den Hals umdrehen würde? Genau, solche wie ich. Also mein Vergangenheits-Ich. Ohne Kind. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich vor meiner Tochter jemals darüber nachgedacht habe, ob ich irgendwelche Kinder oder Babies beim Schlafen störe. Wenn überhaupt, war ich vielleich der Auffassung, dass das Kind, das auf der Nebenbank schläft, garantiert tief und fest schläft und nichts es wecken könnte. Denn die landläufige Meinung ist ja, das Kinder eben schlafen wie Steine. Erst jetzt weiß ich, dass es durchaus anders sein kann. Und dass das Sprichwort "Schlafen wie ein Baby" alles andere bedeutet, als das was man annimmt. Meine Tochter ist ja bekanntlich schon immer genau das Gegenteil einer entspannten Schläferin gewesen. Daher ist mir inzwischen auch bekannt, dass Kinderschlaf ein Thema für sich ist. Doch als Nicht-Mama war mir das natürlich nicht klar...

Also, versuche ich nun, nachsichtig mit allen Menschen zu sein, die meinem Vergangenheits-Ich nacheifern und übe mich in in Ruhe und Gelassenheit!


Wem möchtet ihr am liebsten manchmal den Hals umdrehen und was bringt euch als Mamas so richtig auf die Palme?


Donnerstag, 16. August 2018

Erziehung könnte so einfach sein, ohne...! Teil 5 [Werbung Gastbeitrag]


Endlich kommt der nächste Teil meiner Post-Reihe "Erziehung könnte so einfach sein, ohne...". Susanns Beitrag schlummert schon eine Weile auf meinem PC und ich freue mich, dass ich ihn jetzt mit euch teilen darf. Viel Spaß! 
Erziehung könnte so einfach sein, ….
wenn die klugen Ratschläge nicht wären.

Die liebe Britta hat mich gebeten für Ihre Lesereihe „Erziehung könnte so einfach sein...“ einen Gastbeitrag zu schreiben. Das mache ich gern, denn als Mama einer kleinen Tochter kann ich schon jetzt vieles zum Thema Erziehung sagen – vor allem das, was mir andere sagen. Doch von Anfang an.

Ich hatte meine Tochter im März 2017 kaum in den Armen, dann ging es schon los – kluge Ratschläge, wohin man blickte. Direkt im Krankenhaus hat mich eine Hebamme zur Weißglut getrieben mit ihren Ratschlägen. „Machen Sie dies.. „ , „Machen Sie das..“, „Was Sie machen das so? Nein, auf gar keinen Fall...“ Irgendwann ist mir die Hutschnur geplatzt – es ging soweit, das mein Herzensmann mich, wann immer diese Dame Dienst hatte, weitestgehend abgeschirmt hat.
Ich hatte so kurz nach der Geburt mit meinen Hormonen zu kämpfen und habe wirklich viel geweint – aber eines war sofort da und darauf vertraue ich bis heute – Instinkt und Bauchgefühl.

Auch heute kommen Freunde, Bekannte und manchmal auch die eigene Familie mit klugen Ratschlägen. Meistens beginnen oder enden die Sätze so: „Lass dir das von einer zweifach (dreifach) Mama gesagt sein,..“, „Das geht nur so“, „Greife hier mal bissel mehr durch“, „Mache dieses oder jenes mal besser so“.
Klar, es haben alle ihre Erfahrungen gemacht und die meisten meinen es bestimmt auch nicht mal böse, aber es nervt. Es nervt einfach, ständig einen klugen Ratschlag für die Erziehung des eignen Kindes zu bekommen.

Mein absolutes Lieblingsthema im Moment: Die sprachliche Erziehung.
Wir sind hier ganz am Anfang, meine Tochter beginnt erst mit dem Sprechen. Dennoch ist es mir unheimlich wichtig, Dinge korrekt zu benennen. Meine Tochter soll die „Ente“ als „Ente“ kennenlernen und nicht als „Gack Gack“ und die „Kuh“ als „Kuh“ und nicht als „Muuhh“. Sätze wie, „Das ist eine Kuh und die macht muhh“ gehen dabei völlig in Ordnung. Aber bei „Wo ist die Gack Gack?“ stellen sich meine Nackenhaare auf und dann korrigiere ich die Sätze.
„Nein, das kannst du doch nicht machen“, „Das lernen die Kinder später“ und so weiter und so sofort. Ach, was ich da schon diskutiert habe, mit zweifach und auch mit dreifach Müttern und am liebsten mit Menschen ohne Kind.
Ich bin der Meinung, ich präge das Sprachverhalten meiner Tochter jetzt – jetzt im frühen Alter. Andere meinen, das Sprachverhalten wird erst später geprägt- durch die Vorschule oder den Schuleintritt. Man kann sich darüber ganz vortrefflich Streiten.
Am Ende bleibt es dabei, jede Mama und auch jeder Papa will das Beste für sein Kind- das steht außer Frage. Am besten ist, man geht immer seinen eignen Weg. In solchen Situationen muss ich immer wieder an meine Hebamme denken. Diese hat mir, als meine Tochter wenige Tage alt war, den besten klugen Ratschlag überhaupt gegeben:

„Sie wissen am besten, was für ihre Tochter gut ist. Es mag sie vielleicht überraschen, aber sie kennen ihr Kind am besten- auch jetzt schon. Sie wissen was es braucht, was es kann und wie sie es fördern können – durch ihren Mutterinstinkt“

Ich habe diesen Satz verinnerlicht wie ein Mantra. Klugen Ratschlägen begegne ich meist gelassen. Ich höre sie mir an und diskutiere kaum noch. Im Alltag entscheide ich als Mama, was gut für meine Tochter ist und was nicht- bis sie selbst entscheiden kann.
Bis es soweit ist, werden mich sicher weiterhin kluge Ratschläge begleiten. Bis vielleicht  irgendwann der Zeitpunkt kommt, an dem ich selbst kluge und unerbetene Ratschläge verteile. ;)
Viel Freunde bei der Erziehung eurer Mäuse!

Alles Liebe
Susann


Über KleinerMilchbart (https://kleinermilchbart.blogspot.de)

Hallo, ich heiße Susann. Seit einigen Monaten bin ich stolze Mama einer kleinen Tochter. Mein kleiner Milchbart bringt mein Leben ordentlich durcheinander. Nichts ist wie es vorher war, außer die Liebe zu meinem Herzensmann. Über mein buntes Leben, meine Gedanken rund um meine Familie schreibe ich auf meinem Blog.

Donnerstag, 9. August 2018

Das lustige Erziehungs-ABC - Teil 3 R-Z

So, es ist Zeit für den dritten und letzten Teil meines lustigen Erziehungs-ABCs für Eltern und alle, die es noch werden wollen. Hier könnt ihr gerne Teil 1 und Teil 2 nachlesen, bevor ihr in den dritten Teil mit den Buchstaben R-Z einsteigt.

Visuelle Reizüberflutung

R - Reizüberflutung 

Dieses Wort ist in aller Munde unter Eltern, Ärzten und weiteren Experten. Es heißt, dass Kinder zu viele Sinnesreize auf einmal nur schwer verarbeiten können. Daher soll die Umgebung von Babies und Kleinkindern möglichst reizarm (oder salopp gesagt langweilig) gestaltet werden. Aber mal ganz ehrlich, wer denkt denn an unsere Reizüberflutung? Folgende Situation war und ist kein Einzelfall: Ich habe das lauthals schreiende (Überforderung des Hörsinns) Äffchen auf dem Arm. Es klammert sich fest an mich (Taktile Reizüberflutung). In meine Nase steigt dabei der Geruch einer vollen Windel, welcher einer Stinkbombe gleichkommt (Überbelastung des Geruchssinns). Das Szenario spielt sich im Kinderzimmer ab, wo ich nebenbei das absolute Spielzeugchaos sehe (visuelle Überforderung). Und im Mund habe ich einen unangenehmen Geschmack, weil ich vor lauter Aufregung und Kinderbetreuung nicht zum Trinken komme (Herausforderung für den Geschmacksinn)...
Hier werden innerhalb weniger Sekunden alle 5 Sinnesreize auf einmal stark (über)belastet. Wenn also von Reizüberflutung gesprochen wird, liebe Experten, dann bedenkt bitte unbedingt beide Parteien! 


S - Schlafmangel und Schokolade

Ihr denkt euch jetzt bestimmt, wie diese beiden Punkte zusammenpassen könnten. Ich erkläre es euch gerne. Als  Eltern leidet man vor allem in den ersten Lebensmonaten und länger an Schlafmangel. Die Kinder machen die Nacht zum Tag, haben noch keinen Schlafrhythmus und wenn sie doch langsam einen entwickelt haben, heißt das noch lange nicht, dass dieser mit unserem Schlafrhythmus vereinbar ist. Das heißt Augenringe bis zum Kinn und ein ungesund hoher Kaffeekonsum gehören bei Eltern kleiner Kinder eben einfach dazu. Was das mit der Schokolade zu tun hat? Ganz einfach: Schlafmangel führt zu schlechteren Nerven und die kann man nur mit Nervennahrung wieder stärken. Schokolade hat also aus meiner Sicht eine heilende Wirkung. Endorphine werden ausgeschüttet, es schmeckt lecker und sofort denke ich, es geht mir besser. Daher gehören beide Punkte für mich zusammen. Aber davon abgesehen: Schokolade ist ein Helferlein für viele Lebenslagen einer Mutter: Das Baby schreit und lässt sich nicht beruhigen. Ein Stück Schokolade macht alles einfacher. Sind die Kinder älter ist es wichtig, die Schokolade nicht vor den Augen der Kinder zu essen, weil sie dann auch welche möchten und vermutlich nicht so viel Schokolade essen sollen. Schokolade ist quasi wie Medizin! Zum Glück ist sie nicht verschreibungspflichtig!


T - Trotzphase

Naja, davon können wohl alle Eltern von Kleinkindern ein Lied singen. Ich habe auch des öfteren ein tollwütiges Äffchen zu Hause (oder unterwegs). Besonders angesagt bei Kindern in der Phase ist das Wörtchen "Dooooch". Es wird immer laut und vehement benutzt und gerne auch in Situationen, wo es nicht passt. Kleines Beispiel: Das Äffchen fragt mich nach einer Wurst (knabbert zwischendurch gern mal ein Stück Fleischwurst). Ich sage ihr, dass ich keine Wurst mehr habe, weil sie diese am Vortag aufgegessen hatte. Obwohl ich dem Äffchen den leeren Kühlschrank zeige, schreit sie dann (an schwierigen Tagen) lauthals "doooooch" und tut weiterhin so, als würde ich ihr absichtlich Wurst vorenthalten, die aber gar nicht da ist. Aus meiner Erfahrung kann ich nur eines Empfehlen: Gelassen bleiben, Kind durch Wutanfall begleiten und weitermachen im Konzept. Inzwischen weiß man ja, dass die Kinder das nicht tun, um ihre Eltern zu ärgern, sondern weil sie es nicht anders können, von ihren Gefühlen selbst überrollt werden und dann überfordert sind. Schimpfen bringt also gar nichts...


U - Urlaub

Hier möchte ich gerne auf meinen (allerersten) Blogpost Mutter in ErziehungsUrlaub - ernsthaft? verweisen. Nur schonmal soviel: Wer glaubt, dass Muttersein oder Elternzeit (wie es heutzutage ja heißt) Urlaub ist, der hat sich geschnitten.


W - Warum  

Kaum ein Wort bringt Eltern mehr aus der Fassung, auf die Palme oder in unangenehme Situationen als das Wörtchen "Warum". Dieses Wort werden Eltern von 3-4-jährigen Kindern nämlich täglich gefühlt tausendmal hören. Dabei können Fragen gestellt werden wie: "Warum ist der Mann neben uns im Bus eigentlich so fett?". Oder "Warum pubst unser Hund so laut?". Oder "Warum sind Marienkäfer rot?". Und viele weitere Fragen, die man entweder nicht beantworten kann oder nicht beantworten will und in der Öffentlichkeit richtig peinlich werden können. Nebenbei erwähnt, das habe ich alles schon erlebt. Nicht unbedingt mit dem Äffchen, da sie noch etwas zu jung für die Warum-Phase ist, aber bei meiner Arbeit als Erzieherin habe ich auch schon so Einiges mitgemacht. Also: Zieht euch warm an!
X - X-Mal

Glaube nicht, dass es reicht, wenn du EINMAL etwas sagst. Die Wunschvorstellung ist natürlich immer, dass man das Kind EINMAL bittet, die Schuhe anzuziehen und es tut, was man wünscht. Nein... So einfach ist das meistens nicht. Oft muss man es x-mal sagen. Oder eine Regel: Bitte werfe das Spielzeug nicht durch die Gegend. Man sollte meinen, dass ein Kind diese Regel irgendwann verinnerlicht hat. Aber nein, das wirst du wahrscheinlich noch x-mal sagen müssen. Oft liegt es daran, dass die Kinder nicht richtig zuhören, mit anderen Dingen beschäftigt sind oder das Gesagte für nicht so wichtig erachten. Ruhig bleiben, spätestens NACH der Pubertät wird es bestimmt besser!


Z - Zähne

Entschuldigt meine Ausdrucksweise, aber Zähne können richtige A....löcher sein. Ich habe zwar schon von Kindern gehört, die vom Durchbrechen der Zähne nicht viel merken. Allerdings habe ich das Gefühl, das sei ein Mythos. Mein Kind jedenfalls hatte während des Zahnens enorme Schwierigkeiten. Von Unwohlsein über Schreiattacken in der Nacht bis hin zu 40°C Fieber war alles dabei. Ich habe die Zähne wirklich mehrfach verflucht. Bloß ohne Zähne wäre das ja auch nix. Man muss also durch, sowohl Kind, als auch Eltern. Vielleicht eine kleine Hoffnung für alle Leidtragenden: Seit mein Kind alle Zähne hat (war ca. mit 2,5 Jahren soweit), schläft sie meistens durch! Es besteht also Hoffnung!



So, das war's, (fast) alle Buchstaben haben ihr Fett weg bekommen. Natürlich hoffe ich, dass für euch der ein oder andere Schmunzler dabei war.  Ach ja, und lasst euch nicht beirren: Kinderhaben ist toll, aber eben nicht immer nur eitel Sonnenschein :)!

Sonntag, 5. August 2018

Happy B-Day, lieber Blog!

Ich kann es kaum glauben, aber mein Blog hat in diesen Tagen seinen ersten Bloggeburtstag. Ein Jahr Bloggen. Ein Jahr, das turbulenter nicht hätte sein können. Und ihr ward immer mit dabei.

Das Äffchen wurde ein KiTa-Kind. Mein Mutterherz rang in 3 Akten mit meinem Erzieher-Ich (Teil 1Teil 2Teil 3) und auch die KiTa-Eingewöhnung habt ihr live mitgekriegt.

Weiter ging es mit dem Ende meiner Elternzeit und meinem ersten Arbeitstag als sogenannte Working Mum. 

Mann, war das alles aufregend. Eigentlich sind das meiner Meinung nach schon fast genug Ereignisse für ein Jahr. Doch es kam weiterhin keine Langeweile auf, obwohl mir das zwischendurch doch manchmal nicht ganz unrecht gewesen wäre...

Aber wir haben uns ja obendrein noch dazu entschlossen, ein Haus zu kaufen, welches schon wenige Monate nach dem Kauf bezogen werden sollte. Es stand also auch noch ein Familien-Umzug an. Auch hier gab es wieder einen ausführlichen Bericht für euch. Trotzdem haben der Umzug und die ganzen Veränderungen mit Arbeitseinstieg etc. dazu geführt, dass es im April/Mai eine kleine Durststrecke für den Blog gab. Es war dann doch schwierig, Kind, Mann, Arbeit, Blog und Umzug unter einen Hut zu bekommen. 

Doch seit Juni hört ihr wieder regelmäßig von uns. Zur Erholung von den Strapazen waren wir ja nun auch zum Familienurlaub in Valencia und kurze Zeit später zum Heimaturlaub in Franken.

Naja und zwischendurch fand ja der ganz normale Familienwahnsinn statt. Ihr habt Einblicke bekommen in viele meiner Überzeugungen, ob zum Thema KinderschlafAttachment Parenting oder Selbstbestimmung. Aber auch in meinen Alltag mit meinem tollwütigen Äffchen, meinem Kamikaze-Crash-Kid usw. durftet ihr eintauchen. Viele kleine Anekdoten habe ich euch in meinen regelmäßigen Herz- und Schmerz-Momenten anvertraut. 

Es war ein ereignisreiches, turbulentes, buntes Jahr, das ich gerne mit euch geteilt habe.

Nun bin ich gespannt, was das nächste Jahr so mit sich bringen wird, was das Leben für uns bereit hält. 

Wie es mit dem Blog weitergehen soll? Eins weiß ich sicher: Ich möchte weiterhin schreiben. Für mich, weil es mir gut tut, Spaß macht und auch befreiend ist. Es ist meine Art, das Erlebte zu verarbeiten, zu reflektieren und auch ein wenig abzuschalten vom Alltag. Ich tauche dann ganz ein in das Thema, um das es mir gerade geht, die Situation, die ich beschreibe und denke an nichts anderes mehr. Das tut gut!
Und ich möchte weiterschreiben für euch. Für euch Mamas und Eltern, die ihr regelmäßig in unserem Alltagswahnsinn vorbeigeschaut habt. Die ihr euch für uns interessiert, die ihr gleichgesinnt und positiv seid. ich möchte euch von uns erzählen, die schönen und weniger schönen Dinge im Leben einer Mutter oder Familie beschreiben, damit ihr seht: Allen geht es so. Ich bin keine Rabenmutter, wenn... Nein, ihr sollt sehen, dass ihr nicht alleine dasteht. Mit euren Mamagefühlen, mit Unsicherheiten, manchmal mit Wut auf andere. Und ich möchte euch weiterhin mit kleinen Anekdoten zum Schmunzeln bringen und euer und mein oft nicht ganz stressfreies Leben als Mama damit etwas zuckern. Ich möchte euch aber auch die Freude am Mamasein immer wieder vor Augen führen, indem ich von tollen Erlebnissen berichte und nicht zuletzt euch und uns zeigen, dass wir Wow-Moms sind und stolz sein können auf das, was wir täglich alles leisten. Und natürlich auf unsere Kids, die unser Leben auf den Kopf stellen, uns zwingen, unsere Sicht der Dinge täglich neu zu überdenken und uns jung und auf Trab halten.

Ich hoffe, das gelingt mir im nächsten Jahr auch wieder. Ich freue mich immer sehr über Anregungen, Themenwünsche, Kooperationen, Gastartikel uvm. Alles ist herzlich willkommen. Ihr könnt gerne über die Kommentarfunktion mit mir in Kontakt treten, aber natürlich auch per Mail oder auf meinen Socialmedia-Kanälen auf Facebook oder Instagram. Ich freue mich sehr von euch zu hören und bin über Feedback sehr dankbar.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein schönes zweites Bloggerjahr!

Eure Britta